Archiv für den Monat: Juni 2015

Uwe Janning – Roman

Uwe Janning war Unternehmensberater und begann zu schreiben. In seinem Roman geht es um einen ehemaligen Unternehmensberater, der Schriftsteller werden will. Ähnlichkeiten sind keineswegs zufällig! Wer sich beim Lesen gern amüsiert, wird seine Freunde an Uwes Roman haben. Auch bei meinen Fragen habe ich mich vom Ton des Buches inspirieren lassen – aber Uwe war überraschend ernst bei seinen Antworten. Lernt ihn kennen!

 

Lieber Uwe, schön dass du hier bist. Mir fällt auf, dass du recht gierig mit dem Kaffee bist, wie geht es denn Beckmann, deiner Kaffeemaschine?

Ich gehöre zu den Menschen, die erst nach einer Tasse Kaffee in den Tag finden. Leider gehört auch eine Zigarette dazu. Aber immerhin sorgt beides dafür, dass ich mich auch morgens wie ein friedliches Mitglied der Spezies homo sapiens verhalte und keinen meiner Artgenossen – auch nicht meine Frau – beiße. Im Gegensatz zu meinem Protagonisten Fabian besitze ich allerdings keinen Kaffeevollautomaten für zweitausend Euro; ich benutze eine Bodum für zwanzig Euro. Mir persönlich ist es vollkommen egal, womit jemand seinen Kaffee zubereitet. Fabian hat allerdings ein Problem mit Statussymbolen. Alles, was schön, teuer und im Grunde überflüssig ist (kurz: Luxus), ist ihm von Herzen unsympathisch. Er spricht von Konsumsklavenmentalität und dem Schafsherdencharakter der breiten Masse, worin sicher eine Spur Wahrheit zu finden ist, doch seine tatsächliche Motivation ist schlicht und ergreifend: Neid! Er könnte sich ein solches Ungetüm niemals leisten, also findet er Gründe, es zu verachten. Er nennt das chromblitzende Ding Reinhold Beckmann, denn in seinen Augen haben die beiden viele Gemeinsamkeiten: Eitel, aufgeblasen, arrogant und im Grunde vollkommen überflüssig. In diesem Punkt teile übrigens Fabians Meinung in vollem Umfang; ich kann Herrn Beckmann auch nicht leiden.

 

Erzähl doch mal etwas über dein Buch.

Fabiansuppe
Die Fabiansuppe, Uwe Janning, SP, bei amazon

 

Im Kern geht es um Erfolglosigkeit, die zu Selbstzweifeln führt und schließlich in Arroganz und Borniertheit umschlägt. Ein stark verbreitetes Phänomen, das nicht nur, aber verstärkt bei Künstlern auftritt. Steht ein Künstler/Schriftsteller zu seinem Werk und es setzt sich trotz Kritik von Seiten der Fachwelt durch, wird er als Visionär mit Stehvermögen gefeiert. Scheitert er, bekommt er ungefragt und völlig kostenlos zu Hauf den Spruch „Ich habs Dir doch gesagt, das funktioniert so nicht“ um die Ohren gehauen. Lohnt es sich also starrköpfig zu sein? Die Antwort auf diese Frage ist „Jein“. Fabian ist sich dessen sehr wohl bewusst; ein Dilemma. Er will Humor mit Anspruch produzieren, aber was ist das eigentlich, Anspruch? Ihn beschleicht der Verdacht, dass er Anspruch durch die Wahl seiner Themen nur vortäuscht. Er nimmt beispielsweise die hohe Kunst, das Fernsehprogramm, Günter Grass oder Dan Brown aufs Korn, doch ein Thema an sich kann nicht anspruchsvoll sein, nur der Umgang damit. Er will mit einfachen Mitteln große Wahrheiten vermitteln. Wie sagte schon Schopenhauer? „Man gebrauche gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge“ und Loriot hat es geschafft, mit Hilfe einer Nudel Humor zu produzieren, der bis heute keinen Staub angesetzt hat. Hier liegt Fabians Messlatte und er hat fürchterliche Angst, dass er einfach nicht gut genug ist. Das gibt er aber nur in schwachen Stunden sich selbst gegenüber zu. Schwache Stunden hat er allerdings viele im Laufe des Romans.

 

Wie du selbst sagst, bist du besonders gut im Abbrechen von Dingen. Damit bist du nicht allein,oder?

Ich habe tatsächlich zwei Studiengänge abgebrochen. In beiden Fällen haben mich Umstände dazu gezwungen, die ich – aus damaliger Sicht – nicht zu verantworten hatte. Heute sehe ich das anders, heute würde ich mich durch stärkere Widerstände beißen. Das ist kein Ruhmesblatt und Vorbilder habe ich in dieser Hinsicht keine. Es werden zwar immer wieder berühmte und erfolgreiche Menschen hergenommen und als Beispiel dafür bemüht, dass auch Studienabbrecher unfassbar reich werden können und ihnen wohnt immer ein Hauch von „ich bin eigentlich zu intelligent für ein Studium, als Genie hat man schließlich seinen eigenen Kopf“ bei, doch im wahren Leben sind abgebrochene Studiengänge alles andere als ein Indiz für ein erfolgreiches Berufsleben oder gar Genie. Es ist hart. Näheres dazu weiter unten.

 

Wie hast du denn nun diese Geschichte eigentlich fertig bekommen – ging es da nur ums Geld?

Es geht mir sicher nicht ums Geld. Es geht mir nur darum, so gut es mir irgend möglich ist zu schreiben und meine Grenzen immer weiter auszuweiten. Es ist ein schönes Gefühl – und ich denke, da wird mir jeder Schriftsteller zustimmen – wenn man etwas produziert hat, das man noch einen Augenblick vorher nicht für möglich gehalten hat. Sich selbst positiv überraschen. Das geht! Erfolgreich kann ein Künstler/Schriftsteller nur sein, wenn er das macht, was ihm entspricht. Wenn ein Autor kommerziellen Erfolg hat, dann nicht, weil er es darauf angelegt hat, sondern weil es seinem Innersten entspricht. Wenn sein Innerstes zufällig dem Massengeschmack entspricht – hat er Erfolg! Ich habe früher viel Musik gemacht. 90er Jahre, Indie-Rock. Einige meiner Kollegen – sehr virtuose Musiker – hatten die Idee, mit Schlager Geld zu verdienen. Der Grundgedanke war: Diese Musik ist so einfach, so blöd und ich bin so gut, da wäre es doch ein Witz, wenn wir das nicht besser hinbekämen als der Großteil der Schlagerfuzzis. Ergebnis: Misserfolg. Warum? Weil es ihnen nicht entsprach. Es war nicht authentisch.

Das alles heißt nicht, dass ich nicht davon träume, ausschließlich vom Schreiben leben zu können. Welcher Schriftsteller tut das nicht?!

 

Was macht eigentlich Hilde, deine romanschreibende Freundin?

Eine romanschreibende Freundin hatte ich noch nie. Allerdings hatte ich zu der Zeit, als ich den Roman schrieb, eine Freundin, von der ich wirtschaftlich abhängig war. Wir hatten einen Deal: Nachdem ich meine ersten Arbeiten bei Literaturagenturen und Verlagen eingereicht hatte, war die Resonanz durch die Bank positiv und ermunterte zum Weiterschreiben. Daraufhin haben wir uns darauf geeinigt, dass sie die Brötchen verdient und ich schreibe, bis irgendwann  – bitte nicht lachen – mein großer Durchbruch geschafft ist. (Achtung: Spoileralarm!!!) Auf dem Weg dorthin hat sie wohl die Geduld verloren und verließ mich. Das, was ich im Roman beschreibe, ist mir zwei Jahre nach Fertigstellung der Endfassung tatsächlich selbst passiert. Inzwischen bin ich aber wieder glücklich vergeben.  Was ich über Hilde noch verraten kann: Sie wird in der Fortsetzung eine beachtliche Rolle spielen.

 

Wenn du nicht gerade schreibst, was machst du sonst beruflich?

Trotz des abgebrochenen Studiums konnte ich einen Job bei einer Unternehmensberatung in Münster ergattern. Nach sieben Jahren in dieser Branche hatte ich allerdings die Nase voll und wollte etwas machen, das mir Spaß macht. Also schmiss ich die Brocken hin und eröffnete eine Kunstgalerie. Ein großer Fehler. Das Projekt hat mich meine letzten finanziellen Reserven gekostet. Eine Rückkehr in die Unternehmensberatungsbranche ist nach so vielen Jahren nicht mehr möglich und selbst wenn es doch gelänge: Ich will weiter schreiben! Also habe ich mir – nachdem meine Ex-Freundin die Geduld verlor – einen Job gesucht, der mir bei drei Tagen Arbeit in der Woche so viel einbringt, dass ich davon leben und trotzdem weiter schreiben kann. Konkret: ich verkaufe Oliven und Antipasti auf Märkten. Das bedeutet fünfzehn-Stunden-Tage, das bedeutet, dass ich um zwei in der Nacht aufstehen muss, aber das ist es mir wert. Außerdem hatte ich in meinem gesamten Berufsleben noch nie so viele nette Kollegen. Und was das für Kollegen sind! Ein Rechtsanwalt, dessen Kanzlei einfach nicht funktionieren wollte, ein Sozialpädagoge, der irgendwann aus der Kirche ausgetreten ist und in seinem Metier keinen Job bekommen kann, ein Volkswirt, der aus seinem Job gemobbt wurde, ein Fotograf, ein Journalist und, ach ja, ein Schriftsteller.

 

Liest du gern?

Ich lese für mein Leben gern. Und wie sagte Konfuzius? „Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: erstens durch nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch nachahmen, das ist der leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.“ Warum sollte ich mir Weg Nummer zwei versagen? Ein Schriftsteller, der nicht liest, ist in der Regel eine Pfeife in seinem Metier.

 

Hast du Tipps für angehende Autoren?

Geduld. Wenn ein Autor meint, seine Endfassung fertiggestellt zu haben, sollte er sie für ein halbes Jahr in der Schublade verschwinden lassen. Dann bitte wieder hervorholen und feststellen: die Endfassung ist gar keine Endfassung gewesen, denn da ist noch so viel Mist drin, das kann ich unmöglich einem Verlag anbieten und schon gar nicht Lesern zumuten. Abstand zum Werk ist wichtig. Hat man einen Text zehn Mal überarbeitet und kennt jedes Wort auswendig, verliert man den Blick für das Wesentliche. Nach ein oder zwei Jahren Arbeit an einem Roman, will der Autor das Ding aber unbedingt unter das Volk bringen. Ein mächtiger Impuls, das Verlangen nach Anerkennung ruft – widersteht!

 

Wann kommt dein nächstes Buch?

Eine Fortsetzung der Fabiansuppe wird es in jedem Fall geben. Vor einigen Monaten konnte ich eine angesehene Literaturagentur dafür gewinnen, doch mir wurde eine ganze Latte von Änderungs“vorschlägen“ gemacht, die es noch umzusetzen gilt. Wird der Roman dann von der Agentur vertreten, steht in den Sternen, wann es erscheint. Sollte es nicht akzeptiert werden – alle Vorschläge werde ich nämlich nicht umsetzen – dann wird es im Selbstverlag Ende November erscheinen.

 

Du hast drei Wünsche frei. Ach nein, warte, nur einen. Welcher ist es?

Zufriedenheit. Punkt.

 

In diesem Sinne – ich hab dir hier mal ein Päckchen Kaffee und einen Sechserträger eingepackt – es freut mich das du hier warst!

 

 

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Birgit Loistl – Lovestory

Birgit Loistl hat das Motiv der unmöglichen Liebe aufgegriffen und einen modernen „Romeo und Julia“ Roman geschrieben. Allerdings ohne Tote – vorerst, man weiß ja nie, was eine Autorin so plant ;). „Forever Lizzy“ ist der Auftakt einer Trilogie, der zweite Band erscheint im August. Ich freue mich, dass Birgit auf der Autorencouch Platz genommen und mir ein paar Fragen beantwortet hat.

 

Seit wann schreibst du?

Ich habe 2009 angefangen Kurzgeschichten für meine Kinder zu schreiben. Da ich damals noch Kurse für musikalische Früherziehung für Kleinkinder gegeben habe, habe ich diese Kurzgeschichten mit Musik verbunden. Dann habe ich mich hingesetzt und einen Jugendroman geschrieben. Das waren so meine ersten Versuche.

Wann war deine erste Veröffentlichung?

Forever LizzyForever Lizzy (Silky Oaks Lovestory 1) (New Adult Romance)  der Silky Oaks Lovestories habe ich im Februar 2015  veröffentlicht.

Was hat sich in deinem Leben dadurch geändert?

Nicht viel. Mein Facebook-Account ist gewachsen und ich bekomme täglich ganz liebe Email von Lesern. Das macht sehr viel Spaß! Nur letztens hat mich eine Nachbarin angesprochen (die mein Buch gelesen hat), dass sie nun weiß, was ich für Fantasien ich habe. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was sie damit gemeint hat ☺

Autoren haben ja die verschiedensten Brotberufe. Was ist deiner?

Eigentlich bin ich Bankfachwirtin.

Warum hast du dein Genre gewählt?

Weil ich etwas schreiben wollte, dass ich selbst gerne lese. Ich kann z.B mit Thrillern nicht viel anfangen, von daher könnte ich wohl auch keinen schreiben.

Hältst du Kontakt zu deinen Lesern? Wenn ja, wie?

Hauptsächlich über Facebook. Ich beantworte Emails und FB Nachrichten usw. Und ich veranstalte Gewinnspiele, Verlosungen usw.

Ja, ich habe gesehen, dass Du ein Vorablese-Paket auf deinem Blog (den ich übrigens sehr hübsch finde) verlost. Das finde ich eine tolle Marketing-Idee – wer teilnehmen möchte (bis 27.Juli 2015) klickt einfach auf das Bild und findet dort alle Informationen.

Birgit Loistl

Welches Buch hast du eigentlich zuletzt gelesen? 

Zwei fürs Leben, von Julia Hanel. (Ullstein-Verlag). Ein wunderschönes Buch. Kann ich nur empfehlen.

Was sind deine aktuellen Schreibpläne?

Im August erscheint der zweite Band „Always Sam“ der New Adult Romanze Silky Oaks Lovestories. Im Herbst vermutlich dann Band 3 „Only Adam.“ Und ich habe noch ein anderes Projekt, dass in das Genre Drama/Liebesroman passt. „Lass mich fliegen“. Dies wird aber erst 2016 erscheinen.

Lieben Dank für deine Zeit, ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen Büchern!

Tyra Reeves

Tyra Reeves beschäftig sich in Ihrem Debütroman mit mythologischen Wesen, den Engeln. Wie ist sie auf dieses Thema gestoßen, und was gibt es noch über Ihr Schreiben zu erfahren? Lest mehr von Tyra Reeves.

 

Liebe Tyra, dein Debütroman dreht sich um mythologische Themen (die ich selbst ganz spannend finde). Hast du von jeher eine Affinität zu dem Thema, oder wann ist diese Leidenschaft erwacht?

Also, mich spricht besonders das Thema Engel an, da ich in meinem Leben schon mal Kontakt mit übernatürlichen Phänomenen hatte. Darum wollte ich mehr über die Engel erfahren und begann zu recherchieren. Irgendwann stieß ich dabei auf die Geschichte der Grigori und Nephilim, die ich bemerkenswert finde, und in mir reifte die Idee auf dieser Grundlage einen Roman zu schaffen.

 

Wolltest du schon „immer mal“ ein Buch schreiben, oder wie kam es dazu?

Lange hegte ich schon den Wunsch ein Buch zu schreiben, habe es aber immer wieder von mir gewiesen, da ich es mir, um ehrlich zu sein, nicht zugetraut habe. Vor Jahren musste ich einige schlimme Erfahrungen in meinem Berufsleben machen, diese verarbeitete ich in einer Geschichte. Doch veröffentlicht habe ich diese nie.

 

Was machst du neben dem Schreiben beruflich? Wie findest du Zeit zum Schreiben?

Gelernt habe ich sogar zwei Berufe, einmal Chemielaborantin und später ließ ich, aufgrund einer Allergie, mich zur Europasekretärin umschulen. Leider hat mir dieser Beruf kein Glück gebracht. Nun unterrichte ich Englisch an der Volkshochschule und helfe Kindern, die ihre Schwierigkeiten mit den Fremdsprachen in der Schule haben.

Momentan habe ich wenig Zeit, vor allen Dingen keinen guten Platz zum Schreiben. Ich stecke mitten in der Umbau Phase unseres Hauses und mir fehlt einfach ein ruhiges Plätzchen an dem ich meine Gedanken sortieren und auf Papier bringen kann.

 

Hast du manchmal Schreibblockaden? Wenn ja, wie gehst du damit um?

Schreibblockaden was den Verlauf meiner Geschichte an geht, kenne ich nicht. Mir fehlen manchmal die richtigen Worte um die Bilder in meinem Kopf klar und eindeutig nieder zu schreiben. Wie viele Schriftsteller habe ich auch meine „Lieblingswörter“, die sich vermehrt in den Text einschleichen. Überarbeiten und nochmals Überarbeiten, ist da angesagt.

 

Was fällt dir beim Schreiben am schwersten? Was besonders leicht?

Schwer fällt mir das ständige Gegenlesen und Korrigieren, was mir leicht fällt, ist die Handlung weiter zu spinnen.

 

Hast du einen bevorzugten Platz zum Schreiben?

Den habe ich bald wieder, hoffe ich.

 

Wie hast du für dein Buch recherchiert?

Ich habe mir mehrere Bücher über Engel, ihre Hierarchien und Geschichte, besorgt. Eine unerschöpfliche Quelle für meine Recherche war auch das Internet.

 

Hältst du Kontakt zu deinen Lesern? Wenn ja, wie?

Über lovelybooks habe ich Kontakt zu einigen Lesern bekommen, einige meiner Leser kenne ich persönlich ;-), und ich bin in Facebook, Google Plus mit einem Autorenprofil vertreten, so dass mich der Leser, wenn er mag, gerne anschreiben kann.

 

Erzähl mal etwas über dein Buch:

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*Gottessoehne, Tyra Reeves, SP

Der Titel meines Buches mag etwas ungewöhnlich klingen, doch der Ausdruck Gottessöhne bedeutet nichts anderes als Engel (wenn auch eine sehr spezielle Art von Engeln). Sie werden im Alten Testament im Buch Genesis erwähnt und haben die Sintflut ausgelöst. Aber wer oder was, sind diese Wesen genau? Eine nähere Beschreibung gibt das Buch Enoch, das genau so lange existiert wie die Schriften des Genesis aber von der Kirche nicht akzeptiert wird.

Mein Roman kommt aus dem Genre: Fantasy/Mysterythriller mit mythologischen Wurzeln, aber einer Handlung die in der Moderne spielt.

Kurzinhalt:

Kate Wilson, eine junge, normale Frau, wohnhaft in New York, glaubt dass das Leben ihr nichts mehr Überraschendes zu bieten hat. Sie hat sich längst damit abgefunden, dass aus Ihrem Traum, eine berühmte Malerin zu werden, nichts mehr wird und dass nur noch der triste Büroalltag auf sie wartet. Doch dann begegnet ihr Sam, ein überaus attraktiver Mann, der sie schnell in seinen Bann zieht, obwohl er nicht unbedingt das ist, was er vorgibt zu sein. Die mysteriösen Vorfälle in Kates Leben beginnen sich zu häufen und auch sonst passieren in New York noch mehr Dinge, die erschreckend und unerklärlich sind. Als sie endlich hinter Sams Geheimnis kommt, ist die Wahrheit fast zu schwer, als dass sie Kate verkraften könnte.

 

Was sind deine Pläne bezüglich des Schreibens?

Wenn dann endlich meine eigene Wohnung fertig ist, werde ich mich sofort hinsetzen um meine Fortsetzung weiter zu schreiben.

 

Was wäre dein größter Wunsch?

Ach, ich habe so viele Wünsche…wenn Du mich in Bezug auf das Schreiben fragst, so ist ein großer Wunsch von mir, vom Schreiben leben zu können. Denn das kann ich momentan nicht, außer ich schraube meine Ansprüche auf die einer Stubenfliege zurück.

Ich freue mich dass Du hier bist und drücke Dir für alle deine Vorhaben die Daumen! Danke für deine Zeit!

 

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Inca Vogt – Thriller

Inca arbeitete lange als Werbetexterin (das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit von uns beiden) und packt mit ihrem Debütroman ein schwieriges Thema an.

Liebe Inca, Du hast auch als Kind mit der Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen. Denkst Du, Dein Weg zur Autorin war schon vorgezeichnet?

Ah, du hast auf meiner Seite gestöbert☺.

Dann weißt du ja, dass ich jahrelang als Werbetexterin tätig war. Das stimmt zwar, aber ich ging ständig fremd. Ich verfasste eine ganze Reihe von Hörspielen, konzipierte und textete etliche Magazine und Ratgeber und unterhaltsame Guides – zum Beispiel einen Flirtratgeber. Nichts von alledem erwähne ich in meiner Vita weil es sich um Auftragsarbeiten handelte. Ich war ein käufliches Schreib-Chamäleon, das ganz gut funktionierte:-). Aber ich hatte wie viele von uns diesen Traum. Irgendwann wollte ich nur noch über Themen schreiben, die mich fesseln, aufwühlen und berühren. Und irgendwann wurde daraus ein ‚JETZT oder nie’.

 

Als Werbetexterin hast Du auch täglich mit Worten zu tun. War das hilfreich bei Deinem Debütroman?

Zum Teil, ja. Zum Teil musste ich lernen, einer anderen Sprachmelodie zu folgen.

Während Werbetexte sofort auf dem Punkt sein müssen, knackig sein müssen, ohne Umwege locken müssen – wie Sex ohne Vorspiel – ist beim Roman das Vorspiel die eigentliche Verlockung. Die Sprachmelodie unterscheidet sich krass. Nur kurze Akkorde, wie man sie idealerweise für knappe Werbetexte nutzt, stoppen den Lesefluss. Ideal ist eine gekonnte Kombination aus Beidem.

 

Was fällt Dir am literarischen Schreiben am leichtesten? Was eher schwer?

Komischerweise fällt mir der Anfang am leichtesten. Ich habe ständig neue Ideen, und demzufolge Schubladen voll mit angefangenen Büchern. Meist ein oder zwei gut formulierte Anfänge, einen knackigen Plot und oft auch ein solches Ende.

Den langen Atem dazwischen zu behalten, ohne mich zu verzetteln, fällt mir nach wie vor schwer. Ich rette mich und anstehende neue Projekte, indem ich die Ideenflut durchaus zulasse, sie aber nach dem Aufschreiben wegpacke.

Das Gleiche passiert auf der Schreibreise, ich habe schlicht stets zu viele mögliche Entwicklungen vor Augen. Da hilft nur, rausschreiben, weitermachen, es laufen lassen – und erst mit etwas Abstand die bestmöglichen Kapitel, Absätze, Entwicklungen herausarbeiten. Erst wenn alles angerissen ist, wenn die Spannungspunkte und Wendungen fixiert sind, rollt es sehr gut. Nach etwa einem Drittel. Bis dahin muss ich mich extrem disziplinieren, sonst tanzen mir meine eigenwilligen Figuren auf der Nase herum.

 

In „Gebrannte Kinder“ packst Du ein heikles Thema an. Wie kam es dazu?

Die kurze Antwort ist, ich war unglaublich wütend und angefüttert mit immer neuen Schlagzeilen über Kindesmissbrauch.

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Gebrannte Kinder: Psychothriller,Inca Vogt, SP

Aber es dauerte bis daraus ein Buch entstand. Ursprünglich wollte ich die Geschichte von drei Jungen erzählen, die schicksalhaft miteinander verbunden sind. Symbolhaft umgesetzt im Unendlichkeitszeichen.

Mein Arbeitstitel war „Brandzeichen“, abgeleitet von dem Prolog im Buch, der viel umfangreicher war und inzwischen innerhalb des Buches weiter erzählt wird.

Zeitgleich konnte ich weder weghören noch wegsehen, wenn in den Nachrichten ein weiterer Fall von Kindesmissbrauch auftauchte. Mich ärgerte, dass mehr über die Täter als über die Opfer geredet wurde. Und ich fragte mich, was das wohl in den Kinderseelen anrichtete. Wut, Hilflosigkeit, sich unwert fühlen? Selbst zum Täter werden? Sich wehren? Anderen Kindern helfen? Totschweigen? Vergessen? Verdrängen?

Die Geschichte nahm ihren Lauf, irgendwann hatte ich 500 Normseiten und schrieb immer noch weiter. Mit einem stolzen Ergebnis von weit über 800 Seiten, die dann erst einmal reduziert werden mussten.

Die Reduktion auf die heutige Seitenzahl von immerhin noch über 500 war ein Lehrstück für mich, bei dem ich in der Endphase eine Lektorin an der Seite hatte.

 

Wie ist die Resonanz auf Dein Buch?

Anders als gedacht. Ich hatte damit gerechnet, heftig angeschossen zu werden, speziell von den Institutionen die ich in ‚Gebrannte Kinder’ hart an den Pranger stelle. Falls es passiert, dann versteckt.

Die guten Kommentare und Rezensionen überwiegen. Das eBook von ‚Gebrannte Kinder’ ist derzeit zum zweiten Mal Nummer 1 in der Kategorie Psychothriller. Hoffentlich ein Indiz dafür, das der Psychothriller trotz des schwierigen Themas als packende Unterhaltung aufgenommen wird, dass der Funke, der mich angetrieben hat, überspringt. Wenn das der Fall ist, bin ich glücklich. Vor allem die Nachfragen bezüglich des Nachfolgers freuen mich sehr. Er ist in Arbeit. Die ersten Kapitel stehen, die restlichen sind angerissen und ich bin wieder in der spannendsten Schreibphase, in der es mich selbst mitreißt.

 

Hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern? Wenn ja, wie?

Über die sozialen Medien. Ich habe einen Blog und eine Autorenseite auf Facebook, bin jederzeit ansprechbar und freue mich auch sehr über direktes Feedback.

 

Was würdest Du angehenden Autoren raten?

Schreiben und Lesen. Beides hemmungsfrei. Nur wer sehr viel liest, kann meines Erachtens auch selbst gut schreiben.

Zum Schreiben gehört auch ein gutes Stück Verrücktheit im Wortsinn. Damit meine ich eine spezielle Sichtweise auf alles. Ausgedrückt in der Frage: „was wäre, wenn?“ Diese bewusst ver-rückte Sichtweise auf alles, muss man zulassen, fördern, immer wieder durchspielen.

Ganz wichtig sind auch persönliche Eigenheiten: Neugierde und Lernbereitschaft. Kritikfähigkeit, nie zufrieden sein mit dem was man bereits geschrieben hat, nie aufhören, besser werden zu wollen. Nie ausruhen auf Lorbeeren und nie, nie, nie die Nase hoch tragen. Sondern zuhören, wenn kritisiert wird. Überarbeiten, laut lesen, auf anderen Medien lesen, nochmal drüber gehen, ruhen lassen vor der letzten Überarbeitung und dann nochmal das Ganze von vorne.

 

Und welches Buch hast Du zuletzt gelesen?

Darf ich auch drei nennen? ‚Als Träume fliegen lernten’ von meiner Autorenkollegin Heike Fröhling, eine wundervoll geschriebene, packende Familiensaga.

Das Tribunal’ von John Katzenbach. Ich liebe alle seine Bücher. Egal über was er schreibt, er fängt mich stets sofort ein.

Aktuell lese ich den Psychothriller ‚Blinder Instinkt’ von Andreas Winkelmann. Harter Stoff, brillant geschrieben.

 

Vielen Dank für Deine Zeit – ich freue mich, das Du hier bist!

Sehr gerne. Ich bedanke mich für deine tollen Fragen, dein Engagement und diesen Platz auf deiner Couch. Schön, dabei zu sein.

 

 

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Carola Kickers

Ich freue mich sehr, dass Carola Kickers auf der Autoren-Couch Platz genommen hat. Carola hat viele kreative Talente, aber das Schreiben hat einen festen Platz in ihrem Leben. Erfahrt mehr über sie und ihre Bücher!

Carola, du kommst ja aus einer kreativen Familie. Magst Du etwas darüber erzählen? Wie hat das Dich und Dein Schreiben geprägt?

Meine Vorfahren väterlicherseits waren alle Künstler – von Schauspielern über Musiker bis zu Komponisten. Auch mein Vater hat die Vorliebe für Tasteninstrumente geerbt. Eigentlich bin ich über die Musik zum Schreiben gekommen. Songtexte ähneln einer Gedichtform und folgen bestimmten Regeln. Bereits in der Schule schrieb ich Gedichte und Kurzgeschichten. Nach der Schule besuchte ich das Dolmetscherinstitut in Düsseldorf. 1996 veröffentlichte ich mein erstes Kinderbuch und 2007 wechselte ich in die Fantasyschiene. Das ist sozusagen die Kurzfassung. Dazwischen lagen viele Jahre in der Musikbranche aber auch als technische Übersetzerin. Sprache und Musik haben mich also nie ganz los gelassen.

 

Man kann Dich als kreativen Tausendsassa bezeichnen. Was machst Du alles?

Heute betreue ich als Musikverlegerin die Schlager und Theaterstücke, die mein Großvater und Urgroßvater geschrieben haben. Der Notenvertrieb erfolgt über ROBA. Als 2007 ein Hörbuchlabel wegen einer Serie an mich herantrat, begann ich, die Saga um den Vampir Jason Dawn zu schreiben. Daher lag es nahe, auch Bücher und Ebooks zu veröffentlichen. Daneben verdiene ich meine Brötchen aber nach wie vor mit Übersetzungen und ganz normaler Bürotätigkeit.

 

Und welche Bedeutung hat das Schreiben für Dich?

Das Schreiben ist ein Ausgleich für mich und in erster Linie Entspannung vom Alltag. Mittlerweise erweitere ich mein Portfolio auf englische Ebooks und habe bereits die ersten Kindergeschichten in Englisch veröffentlicht.

 

Wann hast Du das erste Mal etwas veröffentlicht, und was?

Wenn man von Kurzgeschichten in Anthologien absieht, erschien 1996 das erste Buch von mir, ein esoterisches Kinderbuch im Chr. Falk Verlag.

 

Agierst Du auch als Selfpublisherin, oder sind Deine Bücher alle unter Vertrag?

Ich habe sehr gute Verleger wie z.B. der Club der Sinne oder der Brighton Verlag. Von anderen musste ich mich im Laufe der Zeit trennen, da sie uns Autoren in keiner Weise unterstützten oder Werbung machten. Aber ich habe auch einige schwarze Schafe an sogenannten „Verlegern“ kennengelernt, für die ein Vertrag nicht mehr wert ist als Butterbrotpapier und die über Jahre hinaus Tantiemen unterschlagen. Da kommt man leider nur mit einem Anwalt weiter. Das ist einer der Gründe, warum ich inzwischen lieber als Selfpublisherin arbeite.

 

In welchen Genres schreibst Du? Welches ist Dein liebstes?

Ich bin da nicht wirklich festgelegt. Früher war Dark Fantasy mein Hauptthema, mittlerweile habe ich einen Liebesroman, einen Katzenkrimi und sogar im Science Fiction Bereich geschrieben. Hier entstand auf Basis des Drehbuches zusammen mit dem Regisseur und Produzenten Jürgen Roshop das Ebook zu seinem Film. Ich glaube, ich mag einfach die Herausforderung J

 

Hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern? Wenn ja, wie?

Teilweise über social media, über meinen Blog und natürlich auf Lesungen. Auf dem Portal Goodreads können mir meine Leser auch Fragen stellen.

 

Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?

Im Augenblick lese ich „That Night – Für immer schuldig“ von Chevy Stevens – ein wirklich raffinierter Thriller.

 

Du hast einen Wunsch frei – welcher ist es?

Dass der Werteverfall in unserer Gesellschaft und die Billigkultur in der Kunst aufhört, so dass Künstler aller Couleur nicht mehr als billige Contentlieferanten betrachtet werden. Aber ich fürchte, dass dieser Wunsch nicht so schnell in Erfüllung gehen wird.

 

Wer einige meiner Buchhelden näher kennenlernen will, hier ein paar Links:

 

Buchblog zur Jason Dawn Saga http://jasondawn-luxaeterna.blogspot.de

 

Katzendetektiv Mr. Pattapu: https://www.facebook.com/Mr.Pattapu

 

Autorenwebseite: www.mck-music.com

Heike Fröhling – Roman

Heike Fröhling kannte ich schon, bevor sie auf der Autoren-Couch Platz nahm, und auch ihren Blog Auf lose Blätter  hatte ich schon das eine oder andere Mal besucht. Umso mehr freue ich mich, dass Heike nun auch auf der Couch ist! Sie ist eine sogenannte Hybrid-Autorin, das heißt sie veröffentlicht sowohl bei Verlagen, als auch im Selfpublishing. Auch dazu habe ich ihr ein paar Fragen gestellt, aber lest selbst:

Liebe Heike, Du hast ja unter anderem Germanistik studiert. Seit wann begleitet Dich diese Leidenschaft für das geschriebene Wort?
Geschichten ausgedacht habe ich mir schon immer, schon bevor ich schreiben konnte. Für mich war es eine gleichberechtigte Welt, die neben der realen Welt existierte. Sobald ich in der Schule das Schreiben gelernt habe, habe ich angefangen, diese Geschichten zu notieren.

Wann hast Du das erste Buch geschrieben?
Mein erstes „richtiges“ Buch ist 1999 in einem Kleinverlag veröffentlicht worden, alle davor entstandenen Werke sind in meinen Schubladen geblieben und sind auch nie überarbeitet worden. Von daher zähle ich sie nicht mit, denn es ist ein riesiger Unterschied, ob man für sich schreibt oder für ein Publikum. Und der Gedanke an ein Schreiben für ein Publikum kam mir erst mit dieser ersten Veröffentlichung.
Das, was vorher entstanden ist, sind für mich zwar Geschichten, ich würde sie aber nicht als „Buch“ bezeichnen“.

Deine erste Veröffentlichung war in einem Verlag. Welcher Titel war das, und wie bist Du unter Vertrag gekommen?
Die erste Veröffentlichung hieß „Blaues Integral“, es war eine Geschichte über eine unglückliche Liebe, über Malerei und Mathematik, über Leidenschaft, Schwärmerei und die Suche nach sich selbst. Wie alle vorhergehenden Werke ist diese Geschichte eigentlich nur für mich selbst entstanden. 1998, in der Entstehungszeit, habe ich zum ersten Mal eine Autorengruppe besucht und ich weiß noch, wie extrem die Überwindung war, sich überhaupt per Telefon bei der Autorin, die die Gruppe leitete, nach dem Termin des nächsten Treffens zu fragen. Für das Telefonat bin ich in den Keller gegangen, um diese Peinlichkeit des Anrufs meiner Familie zu ersparen ;-).

Sind Sie auch Autorin?“, wurde ich gefragt und musste erst einmal schlucken.
„Ich schreibe“, habe ich geantwortet oder etwas in der Art.
Es waren vielleicht eine Handvoll Treffen, bis ich mein eigenes Werk vorgestellt habe – und in der Gruppe befand sich auch ein Autor, der mit einem ortsansässigen Kleinverlag eine neue literarische Reihe plante. Von daher gab es keine formelle Bewerbung, keine richtige Vorbereitung auf das, was dann passierte: ein paar Monate später war aus einem Manuskript ein Buch geworden.
Und wie ging es dann weiter?
Erst mal tat ich, was „vernünftig“ erschien: Ich studierte, guckte, dass ich einen Abschluss bekam, mit dem ich Geld verdienen konnte. Ich habe an verschiedenen Universitäten studiert, Germanistik und Musikwissenschaft in Bonn, Schulmusik, Germanistik in Kombination mit einigen Psychologie-Vorlesungen in Koblenz. Dort habe ich dann auch den Abschluss gemacht als Realschullehrerin für Musik und Deutsch, denn andere „vernünftige“ Berufe sind auch schwer zu finden mit den Fächern Germanistik und Musikwissenschaft. Doch bald habe ich gemerkt, dass die Vernunft eine Sache ist, die nicht immer tragfähig ist. Mein Herz schlug weiterhin fürs Schreiben und so habe ich auch in jeder freien Minute weiter an meinen Geschichten gearbeitet und nach der ersten Veröffentlichung auch Verlage angeschrieben und weiter in Kleinverlagen veröffentlicht.
Du hast zusätzlich Bücher als Selfpublisherin veröffentlicht. Wie ist es dazu gekommen?
Ich muss gestehen, ich fand Technik, Computer und alle damit verbundenen Möglichkeiten schon immer faszinierend. Veröffentlichen auf digitalem Weg? Zum E-Book bin ich über den Handyroman gekommen, nachdem ich über verschiedene Kanäle für das Handy geschrieben hatte. Doch durch die Leseapps hat sich diese Gattung im Grunde überholt. Wer auf dem Handy lesen will, tut das nicht über den Mailaccount, selten über das PDF-Format oder über SMS-Nachrichten, sondern er installiert eine App und liest ein E-Book.

Im direkten Vergleich – welche Vor- und Nachteile siehst Du jeweils beim Veröffentlichen?
Der Vorteil vom Selfpublishing ist zugleich auch der Nachteil: Man ist frei und kann entscheiden und tun, was auch immer man möchte. Aber auch wenn es mal klemmt, sollte es einmal nicht so gut laufen, muss man selbst entscheiden, was man tut. Die Hilfe bei den Verlagen mit Lektorat / Korrektor / Cover / Satz / Vertrieb / Marketing kann sowohl Einschränkung als auch eine Riesenunterstützung sein.
Du schreibst in verschiedenen Genres und auch unter Pseudonym. Manche Autoren befürchten, durch ein Pseudonym Stammleser zu „verlieren“. Wie ist Deine Erfahrung?
Bei mir gibt es kaum Überschneidungen in der Leserschaft, das merke ich auch, welche Blogs welche Bücher von mir besprechen. Dort, wo man die Thriller findet, wird man zumeist die Sagas / Liebesromane vergeblich suchen. So ist es mehr eine Orientierung für die Leser, dass sie sicher sein können, in welche Richtung das Buch geht. Hinzu kommt, dass mein Pseudonym offen ist und es sowieso jeder weiß ;-). Meine Erfahrungen sind von daher auf Pseudonyme bezogen positiv.

Wie hat sich, nach Deiner Beobachtung, der Buchmarkt in den letzten Jahren verändert?

Die Entwicklung geht mehr zum E-Book, weg vom gedruckten Buch, die Autoren werden auch von Verlagen mehr ins Marketing einbezogen, was früher allein eine Sache der Verlage war. Insgesamt ist die Mitbestimmung der Autoren größer, was bei den meisten auch positiv angenommen wird. Andererseits wird es auch immer schwerer zu sagen „Ich schreibe und Ende“.
Was würdest Du angehenden Autoren raten?
Ich bin froh, dass ich den Einstieg in den Literaturbetrieb von dem Geschichtenerzählen aus nehmen konnte. Für mich gab es anfangs nur die Geschichte und nichts anderes. Viele technische Möglichkeiten gab es noch nicht, der Weg über die Verlage ging auch zumeist vom Autor aus, da auch Agenturen noch kaum präsent waren in der Zeit, als ich angefangen hatte. Heute sieht man eine Riesenfülle von Möglichkeiten, man vergleicht Amazon mit Distributoren, vergleicht Tantiemen, beschäftigt sich mit Social Media. Wo man früher mühsam nach Kontakten suchen musste, ist es heute eher das Problem, die Kontakte zu sortieren. Aber bei alledem rufe ich mir selbst immer wieder in Erinnerung (und vergesse es zwischendurch immer wieder fast), was ich auch angehenden Autoren raten würde: Am Anfang steht die Geschichte. Alles andere ist sekundär. Nimm Dich, Deine Interessen und Deine Geschichten, die Du schreiben willst, bleibe dabei und kehre immer wieder dorthin zurück, sonst ist die Gefahr groß, dass Du Dich verlierst.

Welches ist Dein aktuelles Buch? Magst Du etwas darüber erzählen?

Zur Zeit schreibe ich einen Roman über Island, eine Liebesgeschichte über mehrere Generationen, die mit einer Vergangenheit zu kämpfen hat, die kaum bekannt ist (und einem wahren historischen Hintergrund entspricht): Im April 1946 suchte die isländische Regierung per Zeitungsanzeige in den „Lübecker Nachrichten“ junge deutsche Frauen, die bereit waren, sich als Landhelferin nach Island zu verpflichten. Rund 300 Frauen folgten dem Ruf in der Hoffnung, sich mit dem dort verdienten Geld später eine Zukunft in der Heimat aufbauen zu können. Die meisten von ihnen ahnten nicht, was der wahre Zweck der Anwerbeaktion war. Die Einwanderinnen sollten den massiven Frauenmangel auf den abgelegenen Höfen auffüllen und einheimische Bauern heiraten …

Vielen Dank für Deine Zeit, liebe Heike – ich freue mich, das Du auf der Autoren-Couch bist!

Heikes Bücher findet ihr übrigens hier –Bücher direkt von der Couch!

Andrea Bielfeldt – Fantasy & Lovestory

Liebe Andrea!

Ich finde es faszinierend, dass Du nicht auf ein Genre festgelegt bist. Ich sehe Fantasy (ich finde die Trailer übrigens klasse), „klassischen“ Liebesroman und das neue Buch ist eher frech und erotisch:

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Von Null auf Liebe in 7 Minuten (Liebesroman), Andi Biel, SP

Spannend! Ich habe hier ein paar Fragen für Dich: Seit wann schreibst Du?

Geschrieben hab ich schon immer gerne. Aufsätze und Buchbeschreibungen in der Schule habe ich geliebt.

„Ernsthaft“ schreibe ich seit etwa 2008. Zu dem Zeitpunkt hatte ich einen Gedankenblitz (beim Wäsche zusammenlegen 😉 ) zu der Geschichte von Nilamrut – meiner Fantasy Trilogie.

Am selben Abend noch setzte ich mich an meinen Uralt PC und begann, die ersten Sätze zur Geschichte zu verfassen.

Durch einen Schreibwettbewerb drei Jahre später, den die damalige Plattform Triboox (Ein Unterverlag des Oettinger Verlags) ins Leben gerufen hatte, bin ich dann „entdeckt“ worden. Der erste Band sollte eigentlich über den Verlag erscheinen, aber das Programm wurde ein Jahr später eingestampft. Da saß ich nun mit einem fertigen, lektorierten Manuskript, das bereit für den Markt war und habe mich kurz darauf dem Selfpublishing verschrieben.

Was machst Du ansonsten beruflich?

Ich bin Beauty Assistentin in einem La Biosthetique Salon in unserem Ort.

Was ist das? 

Wir sind ein Friseur Salon, der eben auch viel Kosmetik macht. Und dafür und für das Wohl der Kunden in allen Wellness Bereichen bin ich zuständig. Es macht mir sehr viel Spaß und trotzdem habe ich bereits meine Arbeitszeiten dort reduziert, damit ich mehr Schreiben kann ☺

Erzählt mal von Deiner ersten Veröffentlichung – hast Du gleich auf eine zusätzliche Printausgabe gesetzt, oder erst einmal nur als e-book veröffentlicht?

Die erste Veröffentlichung war der erste Band der Trilogie.

Als der Verlagsvertrag geplatzt war, habe ich mich für das Selfpublishing entschieden. Dank einer – mittlerweile guten Freundin – anderen Autorin, habe ich viel Unterstützung erfahren und konnte nach wenigen Wochen Vorbereitungszeit mein Debüt auf den Markt bringen.

Nilamrut-Im Bann der Ringe ging am 06.Dezember 2012 an den Start. Auf Amazon hatte ich es als ebook sowie auch als Taschenbuch hochgeladen. Viele von meinen Freunden (real und virtuell) haben danach gefragt. Ich habe mich dann wochenlang mit dem Buchsatz beschäftig, mich in die Materie eingelesen und dann in Schwerstarbeit das Taschenbuch gesetzt.
Man, war ich aufgeregt ☺

Wie hast Du Dir das nötige Wissen über SP angeeignet?

Ich habe viel gelesen, mich in Foren umgehört und mir als stiller Beobachter alles Wichtige rausgezogen. Außerdem hatte ich das Glück, bereits einige Selfpublisher kennengelernt zu haben, die mir unterstützend unter die Arme gegriffen haben.

Fast jeden Tag kommt Neues hinzu, was einfach daran liegt, dass der SP Markt schnell ist. Es gibt laufend Neues zu lernen und ich setzte mich täglich damit auseinander. SPler sein bedeutet, einen Fulltime Job zu machen und nie stillzustehen.

Was fällt Dir bei der Entstehung eines Buches besonders leicht? Was besonders schwer?

Puh, das ist eine schwere Frage … lass mich nachdenken …

Eigentlich läuft es bei mir so, dass ich eine grobe Idee im Kopf habe, die raus will. Dann fange ich einfach an, zu schreiben. Und meist treiben meine Figuren mich dann in die richtige Richtung, sprich, sie dirigieren die Geschichte.

Leicht sind für mich daher Buchanfänge zu schreiben ☺ Ich liebe Buchanfänge! Ich habe eine ganze Menge davon in meiner virtuellen Schublade ☺

Schwer kann es manchmal sein, daraus dann auch eine richtige Geschichte mit einem Spannungsaufbau zu erstellen, die zugleich noch einem roten Faden folgt und deren Charaktere authentisch sind. Aber meist klappt es ☺ Und dafür bin ich wirklich dankbar.

Hast Du manchmal Schreibblockaden, und wie gehst Du damit um?

Bei mir gibt es keine Schreibblockaden – bei mir gibt es nur kreative Pausen ☺

Es gibt so viele Tage, an denen ich außer Schreiben nichts anderes mache. Wenn es gerade läuft, dann lasse ich es auch laufen. Ich schreibe dann auch mal ein ganzes Buch in einer Woche – die Rohfassung versteht sich 😉

Wenn es dann mal nicht läuft – dann lasse ich es eben. Ich gönne mir eine Schöpferpause und beschäftige mich mit anderen Dingen. Und irgendwann … läuft es wieder 🙂

Ich denke, man sollte sich nicht verrückt machen mit Gedanken wie „Ich habe eine Schreibblockade! Was mache ich nur?“ Damit erhöht man nur den Druck und dann geht vielleicht gar nichts mehr. Einfach mal fünfe gerade sein lassen ☺

Erzähl mal etwas über die Genre, in denen Du schreibst? Was findest Du jeweils besonders gut daran?

Angefangen zu schreiben bin ich ja mit einem recht schwierigen Genre. Fantasy/Mystery im Bereich Jugendbuch. Was sich anfangs einfach anhörte, stellte sich nach und nach als schwieriger heraus, als gedacht. Für mich zumindest.

Die Protagonisten haben sich – über drei Bände wohlgemerkt (was musste ich auch gleich mit einer Trilogie einsteigen, selbst Schuld ;)) – immer weiter entwickelt und somit hat auch der Lauf der ursprünglich geplanten Story sich immer wieder verändert.

Im Genre Fantasy/Mystery den Spannungsbogen stets aufrecht zu halten und somit immer wieder neue Fäden zu spinnen, die am Ende alle zu einem großen Ganzen hinlaufen ist Schwerstarbeit ☺ Aber es hat unglaublich Spaß gemacht, die einzelnen Wege zueinander laufen zu lassen und am Ende einen tollen Showdown zu schreiben.

Meine Nilamrut – Trilogie ist ja kein reines Fantasy mit eigenen Welten oder selbst kreierten Figuren. Die Geschichte spielt in der heutigen Zeit, doch ist gepaart mit mystischen Elementen und alten Legenden aus der Vergangenheit. Das alles zusammenzusetzten war spannend – und genau das mag ich daran.

Im Genre Liebesroman ist es schon etwas einfacher. Man erfindet das Rad ja nicht neu. Es gibt irgendwie immer parallelen zu anderen, schon veröffentlichten Geschichten. Mann trifft Frau, Frau trifft Mann. Sie verlieben sich oder auch nicht, geraten in Schwierigkeiten, bekommen aber letztendlich doch ihr happy end. Oder auch nicht 😉 Wer weiß das schon so genau ☺

Ich versuche, in meine Lovestorys eine gute Portion Humor hineinzubringen und auch eine Menge Gefühl. Ich versuche, meine Protas authentisch zu erstellen, sodass sich der Leser mit ihnen identifizieren und sich in sie hinein versetzen kann. Eben so, dass der Leser sagen kann: Ja, das könnte mir passieren oder das habe ich auch schon mal erlebt …

Ich liebe es, in diesen Geschichten Gefühle zu transportieren, die den Leser mitfiebern, mitleiden und mitlieben lassen.

Hast Du Leser bei Deinem Genrewechsel „mitgenommen“? Wie war das feedback?

Ja, ich habe sehr viele Leser in das Reich der Lovestorys mitgenommen, worüber ich selbst sehr überrascht war. Dadurch, dass in der Trilogie auch zwei Liebesgeschichten eine Rolle spielen, waren die Leser neugierig. Nach dem Motto: Die Bielfeldt schreibt einen Liebesroman – das muss ich lesen! Einfach gucken, ob sie es kann. ☺

Ich freue mich sehr, dass ich es geschafft habe, meine Leser auch mit diesem Genre zu begeistern. Das Feedback zu meinem ersten Liebesroman „Einmal Himmelblau und zurück“ war durchweg positiv und das hat mich dazu ermutigt, weiter solche Romane zu schreiben.

Jetzt, mit der neuen Von Null auf Liebe – Reihe gehe ich ja noch einen Schritt weiter und packe noch eine Prise Erotik mit in die Geschichten hinein. Und wie man sehen kann – auch das kommt bei meinen Lesern bisher gut an. Ich freue mich wahnsinnig darüber, denn ich habe sehr viel Spaß am Schreiben dieser Storys und deswegen werden sicher noch einige folgen.

Hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern? Wenn ja, wie?

Ja! Und da setze ich gern noch mehr Ausrufungszeichen hinterher ☺
Ich liebe den Austausch mit meinen Lesern und bin dankbar für jeden, der in mir in Kontakt tritt. Es gibt nichts Besseres, als das direkte Feedback eines Lesers. Auch, wenn es mal nicht so gut ausfällt, was ja auch mal vorkommt. Aus jedem Feedback kann ich lernen. Lernen, besser zu werden und dieselben Fehler nicht noch einmal zu machen.

Ich habe eine Autorenseite auf Facebook, auf der die Leser viel mit mir agieren. Dann habe ich zu meinen Büchern jeweils noch eine Facebookseite, auf denen – je nachdem, wie „alt“ das Buch schon ist – auch mal was los ist ☺

Vor über einem Jahr habe ich mich mit einigen anderen Autoren zusammengetan und wir haben die Seite LoveThrillFantasy gegründet. Unter diesem Motto – die Vereinigung der drei Genres – haben wir bereits einige Aktionen veranstaltet. Unter anderem auch ein großes Meet & Greet auf der Frankfurter Buchmesse im letzten Jahr.

Zurzeit machen wir auf der Seite gerade eine Sommerpause, aber im Herbst wird es wieder weitergehen.

Dann habe ich noch eine Homepage, die ich versuche, möglichst auf dem neusten Stand zu halten. Sie dient aber nicht unbedingt dem direkten Austausch, sondern ich sehe sie eher als informatives Mittel über mich und meine Bücher.

Außerdem bin ich noch auf Twitter aktiv und habe sogar auf Pinterest eine Pinnwand, auf der ich meine Wunschdarsteller für eine mögliche Nilamrut Verfilmung gepinnt habe *kicher*.

Und ich starte eigentlich zu jedem neuen Buch eine Leserunde auf Lovelybooks oder / und Whatcha Readin. Auch da bin ich mit den Lesern dann in sehr engem Kontakt.

Und natürlich halte ich auch meine Autorenseite auf Amazon immer auf dem Laufenden.

Es gibt so viele Wege, mit seinen Lesern in Kontakt zu treten – man muss nur den Richtigen für sich finden. Und dann einfach loslegen. Und bei bleiben ☺

Was sind Deine Schreibpläne?

Willst du das wirklich wissen? *lach*
Also – für dieses Jahr sind noch einige Bücher (Lovestorys) geplant. Im Juni erscheint der zweite Teil der Von Null auf Liebe – Reihe (wobei jeder Band in sich abgeschlossen ist und unabhängig von den anderen Teilen gelesen werden kann!) und vermutlich einen Monat später der Nächste. Die Idee zur Fortsetzung der Reihe ist schon da – sie muss nur noch geschrieben werden;)

Dann steht noch die Fertigstellung des zweiten Bands der Jahreszeiten Reihe aus. REALIZE – Frühlingserwachen wird voraussichtlich im Frühjahr 2016 erscheinen.

Dann habe ich natürlich noch die virtuelle Schublade … in der auch noch zwei große Fantasy Abenteuer auf mich warten.

Also – für dieses und nächstes Jahr habe ich erstmal genug zu tun ☺ Und ich bin mir sicher, dass danach noch lange nicht Schluss ist. Dafür macht mir das Schreiben, das Veröffentlichen und der Kontakt mit meinen Lesern viel zu viel Spaß.

Wie wichtig ist für Dich Deine Autorenseite?

Wichtig. Wie oben schon erwähnt, habe ich ja mehrere Plattformen, auf denen ich – mehr oder weniger – aktiv bin. Jede Hat einen anderen Stellenwert für mich.

Facebook eignet sich einfach bestens, um schnell und intensiv mit den Lesern in Kontakt zu treten und auch zu bleiben.

Twitter und Pinterest sind eher Spielereien für mich.

Meine Autorenwebseite ist dagegen meine ganz offizielle, informative Visitenkarte, auf der alles über mich und mein Schreiberei zu finden ist.

Ich könnte mir in der heutigen Zeit nicht mehr vorstellen, ohne eine Autorenseite zu agieren.

Lieben Dank für Deine Zeit! Ich freue mich, Dich auf der Autoren-Couch begrüßen zu bedürfen

Ich danke Dir, dass ich hier Platznehmen durfte. Es hat mich sehr gefreut, mich Deinen spanenden Fragen stellen zu dürfen.

Links: 

Homepage: www.andrea-bielfeldt.de

Facebook:

Autorenseite: https://www.facebook.com/andrea.bielfeldt.autorin?ref=bookmarks

REMEMBER Winterzauber: https://www.facebook.com/RememberWinterzauber?ref=bookmarks

Von Null auf Liebe: https://www.facebook.com/VonNullaufLiebe?ref=bookmarks

LoveThrillFantasy: https://www.facebook.com/lovethrillfantasy?ref=bookmarks

Twitter: https://twitter.com/AndreaBielfeldt

Pinterest: https://www.pinterest.com/AndreaBielfeldt/

Amazon: http://www.amazon.de/Andrea-Bielfeldt/e/B00AKSKMKA/ref=ntt_athr_dp_pel_1

 

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Robert Baur – Historischer Kriminalroman

Robert Baur hat sein erstes Buch geschrieben, weil ihn der Film „Metropolis“ dazu inspirierte. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass es sich lohnt, einem kreativen Impuls zu folgen. Sein Buch Mord in Metropolis erschien letztes Jahr im Gmeiner Verlag, ein weiteres ist in Planung. Ich freue mich, dass Robert mir ein paar Fragen beantwortet hat. Viel Spaß!

Du bist eigentlich Personalentwickler, ein Beruf, der vom Schreiben recht weit entfernt scheint. Oder täusche ich mich?

Ja und nein. In meinen Seminaren und Workshops erzähle ich seit vielen Jahren Geschichten, um die Inhalte lebendig rüberzubringen. Bei mir geht es meist um Führungsmethodik oder Rhetorik. Da kann man nicht acht Stunden Theorie bringen. Die Erzählungen sind natürlich keine Plauderei, sondern sorgsam ausgewählt. Im Erzählen bin ich also ständig in Übung. Was mich am Schreiben so fasziniert, ist die Zweckfreiheit. Natürlich soll es spannend und unterhaltsam sein, aber die Texte müssen pädagogisch nichts bewirken. Das befreit mich. Auf der anderen Seite hilft mir die Psychologie doch sehr bei der Konstruktion meiner Figuren.

Was bedeutet Literatur für dein Leben?

Literatur hat mich immer begleitet und mir für mein Leben wichtige Impulse gegeben. Zur Zeit lese ich von Joseph Conrad „das Herz der Finsternis“. Faszinierend, wie man plötzlich in den Kongo der Jahrhundertwende „gebeamt“ wird. Eine Zeitreise eben. Ich werde wohl noch für einige Zeit Krimis aus den zwanziger Jahren schreiben. Deshalb lese ich zwangsläufig viel Literatur aus dieser Zeit und staune, wie progressiv und wild das Berlin der 20er doch war. Es gab „Fast Food-Restaurants“, Parfüm-Automaten, unglaublich ausgelassene Bälle, Tisch-Telefone, Lichtreklame, Block-Busters in Kinos mit 2500 Sitzplätzen, Cafés mit Rolltreppen für 3000 Besucher. Gigantomanie! Natürlich auch abgrundtiefe Armut, Drogen und Prostitution.

Du warst vom Film „Metropolis“ und seiner Entstehungsgeschichte so fasziniert, dass du einen Roman um die Geschichte „gestrickt“ hast. Hast du vorher schon geschrieben?

Nein. Die Idee kam unvermittelt und schlug wie ein Blitz ein. Ich hatte keine Ahnung vom Literaturbetrieb, informierte mich nicht über die Chancen, einen Verlag zu finden. Ich wollte einfach schreiben. Erst als der Roman fertig war, habe ich mich um all das gekümmert. Heute denke ich, das war ein Glück.

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Mord in Metropolis. Robert Baur im Gmeiner Verlag. Bei amazon.

Was ist dir beim Schreiben am leichtesten gefallen? Was schwer?

Das Schreiben an sich war für mich eine tolle Erfahrung. Eine Art Rausch. „Flow“ würden die Psychologen das nennen. Wie auch immer, bisweilen war ich selbst überrascht, wo sich die Geschichte hin entwickelt. Schwerer war am Anfang die Recherche. Viele Dinge mussten geklärt werden: Welche Automarken gab es 1925? Telefone? Wer hatte ein Auto? Wie war die Kriminalpolizei aufgebaut? Wie hat man Filme in Neubabelsberg gedreht? Gab es schon Tonfilme? Bald hing ein Pharus-Plan von Berlin 1925 an der Wand mitsamt alter Postkarten und Fotos. Die Recherche war sehr aufwendig.

Wer sollte „Mord in Metropolis“ lesen?

Alle, die eine spannende Zeitreise in die Filmwelt der Goldenen Zwanziger unternehmen wollen.

Was würdest du angehenden Autoren raten?

Oh je, ein Ratschlag. Ich versuche es mal: Wer eine Idee hat, für die er/sie wirklich brennt, sollte sich nicht entmutigen lassen. Es gibt so viele Zweifler und Bedenkenträger. Außerdem: Eine bunte Gruppe von Testlesern und ein gutes Lektorat sind Gold wert.

Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Die Vereinigung jiddischer Polizisten von Michael Chabon, Pulitzer-Preisträger von 2011. Empfehlenswert ist das Hörbuch, gesprochen von Armin Rohde. Ich verneige mich!

Hast du weitere Pläne, was das Schreiben betrifft?

Ja, der zweite Krimi (Exkommissar Grenfeld ermittelt wieder) liegt seit ein paar Tagen beim Lektor. Er wird Februar 2016 im Gmeiner-Verlag erscheinen. Der Titel steht noch nicht fest.

Lieber Robert, ich freue mich dass Du auf der Autoren-Couch Platz genommen hast. Vielen Dank für deine Zeit!

Laya Talis – Vampirroman

Laya Talis ist eine Frau. Oder ein Mann. Ist es ein Mensch? Laya schreibt, und hat mir ein paar Fragen beantwortet. Ich freue mich, dass sie/er hier ist und nur Tomatensaft verlangte. Keinen Kaffee, aber auch kein Blut. Glück gehabt!

Laya, wie lange schreibst du eigentlich schon?

Ein paar hundert Jahre vielleicht, ich weiß es nicht mehr so genau…

Ok….und was macht dir beim Schreiben am meisten Spaß?

Die Zwischenmahlzeiten? Nein, im Ernst. Ich liebe es, wenn die Geschichte im Laufe des Schreibens ein Eigenleben entwickelt. Wenn sich meine Protagonisten mit mir streiten, weil sie einen anderen Fortgang der Geschichte wünschen als ich. Ich liebe es, meinen Blutdurst auch zwischen zwei Buchdeckeln stillen zu können….

Halt,halt! Können wir das mit dem Blut mal kurz beiseite lassen? Was liebst du an deinem Genre?

Das Blut? In Ordnung, das ist natürlich nicht alles. Ich habe für meine Bücher ausführliche Recherchen angestellt. Da die Helden meiner Geschichten auch schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel haben, wollte ich ihre Lebensumstände so authentisch wie möglich darstellen. Und das ist mir auch gut gelungen, wie meine Leser und Fans bestätigen.

Magst du mal etwas über deine Geschichte erzählen?

Das können wir schnell erledigen – schau mal meinen großartigen Trailer an:

Und wo bekommt man deine Bücher?

Nun, zum Beispiel hier: Laya Talis bei amazon. Hast du schon gesehen? Band 4 ist da, und demnächst auch als Taschenbuch erhältlich. So richtig zum In den Händen halten und Reinschnuppern. Ich sage euch: Wenn der Pakt bricht, wird nichts mehr so sein, wie es war…..

 

11025169_526896380782692_2628401505905014918_nKönnen wir hier jetzt aufhören? ich spüre so einen Durst in meiner Kehle aufsteigen….

Ok, prima, ja, kein Problem….ähm….warte mal, warum schaust du mich so komisch an? He, bleib mir vom Leib, nein, NEEEEEiN…….