Archiv für den Monat: August 2015

Sandra Berger

Sandra Berger hat kürzlich ihren ersten „Romantasy“ Roman veröffentlicht und erzählt hier ein wenig über sich. Herzlich Willkommen!

Liebe Sandra, du hast erst kürzlich dein erstes Buch veröffentlicht, Glückwunsch!

Transformation am Feuersee, Sandra Berger, BookRix, bei amazon
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Erzähl doch mal etwas über die Geschichte!

In der Geschichte geht es darum, dass ein Mädchen nach einem Unfall ihre Mutter verliert und dadurch zu ihrem Vater ziehen muss, der von der Mutter geschieden ist und über 200 Kilometer entfernt wohnt. Dort muss sie auf eine neue Schule gehen und lernt den eigenartigen Ben kennen. Er wird auch gleich verdonnert mit ihr ein Projekt zu erarbeiten, was nicht im seinem Sinn ist. Ben ist sehr mysteriös, doch das ist nicht das einzige. Die ganze Schule ist mysteriös und dann sind da noch diese Träume…. mehr erzählte ich nicht *grins*

Ist das auch das Genre, das du selbst besonders gern liest?

Ich mag Romantasy sehr gern, ist aber nicht das einzige was ich lese. Historische Romane oder die all die Bücher von Dan Brown mag ich sehr.

Wer sollte das Buch unbedingt lesen?
Leser die gerne mystisch und romantische Geschichten mögen und es lieben wenn man so richtig emotional in die Geschichte tauchen kann.

Wann hast du eigentlich mit dem Schreiben begonnen?
Im zarten Alter von ca. 6 Jahren habe ich zuerst Geschichten geschrieben – ich konnte ja noch nicht schreiben. 😉 Ich schreibe also schon mein ganzes Leben, aber hatte mich nie getraut auch für anderen Leser anstelle meiner Freunde zu schreiben.

Und was machst du sonst beruflich?
Ich bin Familienfrau und arbeite auch noch als Heilpraktikerin.

Wie organisierst du deinen Tagesablauf, um das alles unter einen Hut zu bekommen?

Ich splitte auf. D.h. die meiste Zeit verbringen ich natürlich mit den Kindern. Marketing Sachen mache ich meist über die Mittagspause der Kinder, schreiben tue ich teilweise am Abend. Ich schreibe also nicht täglich – das geht Momentan nicht. An 1 1/2 Tagen arbeite ich noch als Heilpraktikerin.

Ist das nächste Buch schon in Planung? Wenn ja, wirst du bei diesem Genre bleiben?

Ja, mein nächstes Buch ist schon in Planung und es wird in der Zukunft spielen und es geht auch um starke Gefühle.

Deine 3 ultimativen Tipps für angehende Autoren?
An sich glauben, glauben, glauben und sich selber einen Tritt geben, den Mut zu finden das eigene Buch zu veröffentlichen. (Das Letztere braucht am meisten Überwindung- finde ich)

Herzlichen Dank für das Interview. 🙂 Herzlichen Grüsse, Sandra

Lieben Dank für deine Zeit!

 

 

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Svenja Hirsch

Im Leben von Svenja Hirsch dreht sich alles um das Wort – es ist ihre Leidenschaft und ihr Beruf, und sie hat sogar einen kleinen, süßen Verlag gegründet. Dieses Projekt könnt ihr per Crowdfunding unterstützen, also schaut es unbedingt einmal näher an (link im Interview). Übrigens kommt ihr mit Svenja auch prima durch das kommende Jahr:

Gefundene Worte (Wandkalender 2016 DIN A4 quer): Die Kunst des Wortes - Schriftkunst und Philosophisches im zumeist öffentlichen Raum (Monatskalender, 14 Seiten), Svenja Hirsch, Calvendo, bei amazon
Gefundene Worte (Wandkalender 2016 DIN A4 quer): Die Kunst des Wortes – Schriftkunst und Philosophisches im zumeist öffentlichen Raum (Monatskalender, 14 Seiten), Svenja Hirsch, Calvendo, bei amazon

In deinem Leben dreht sich alles um das Thema Worte, oder? War deine berufliche Laufbahn schon darauf ausgerichtet, oder hattest du eigentlich ganz andere Pläne?

Sie war tatsächlich schon immer aufs Schreiben ausgerichtet – eigentlich ungewöhnlich, denke ich mir selbst immer wieder. Anfangs wollte ich ausschließlich Journalistin werden. Entgegen aller Meinungen von anderen Redakteuren etc. habe ich dann Germanistik und nicht etwa Politik oder so studiert und in Literaturwissenschaften meinen Master gemacht, dann noch eine Sprecherausbildung dran gehängt.

Kurzgeschichten geschrieben habe ich schon immer, schon während der Schulzeit. Aber dass es tatsächlich der Beruf „Autorin“ werden soll, das hat sich erst mit der Zeit rauskristallisiert. Zum Glück funktioniert diese Tätigkeit ja auch im Zusammenhang mit redaktionellen Texten!

Wie hat das alles angefangen?

Mit einer Tischbombe zu Silvester 2000 (Millenium! Ich war erst 14!). Da flog ein Zettel zu meinem Sternzeichen raus, auf dem stand, dass ich das total super kann und unbedingt machen sollte. Und das hat mich dann wohl so beeindruckt, dass ich angefangen haben, dazu Nachforschungen anzustellen und bin darauf hängen geblieben.

Allerdings hat mein Papa mir auch schon immer Geschichten vorgelesen, als ich ganz klein war und selbst welche für mich auf Kassette gesprochen… er ist also auch nicht ganz unschuldig an dieser ganzen Laufbahn!

Du arbeitest als Texterin und schreibst für andere. Was gibt es über deine Arbeit als Autorin zu berichten, wenn du deine ganz eigenen Ideen umsetzen kannst?

Oha, das ist eine schwere Frage! Ich habe zuhause ein Manuskript liegen, ein Band mit Erzählungen. Die sind mitunter ganz schön traurig und nachdenklich. Das ist dann mehr so die philosophische Seite. Wobei ich meinen ganzen Schwung an Gesellschaftskritik auch gerne mal in deftiger verpacke – das macht beim Vorlesen immer sehr viel Spaß!
Wenn man Texte für andere schreibt, verkneift man sich die eigene Kritik an etwas oft – oder zumindest, diese ganz direkt im Text zu äußern. Das nehme ich mit in meine eigenen Sachen. Und auch das, was ich beobachten. Geschichten passieren ja allerorts und jederzeit…

Du hast einen kleinen Verlag gegründet, mit dem hübschen Namen „WäldchenVerlag“. Erzähl doch mal etwas darüber!

Jaaaa, das ist mein kleines Herzblatt! Der Name orientiert sich an meinem Nachnamen und sollte außerdem klein und etwas verspielt klingen, so wie das, was wir hier auch entwerfen! Daher ist es auch der Verlag für die illustr(iert)en Kleinigkeiten. Bei uns entstehen schöne, nützliche Dinge: Jedes Produkt ist illustriert und hat immer noch eine kleine Idee dabei, die Postkarten tragen zum Beispiel mal ein Rezept, das erste kleine Büchlein kann man ganz einfach verschicken…

Hier lasse ich die Geschichten, die ebenfalls einen nachdenklichen Kern haben oder es um ganz wesentliche Dinge wie Freundschaft geht, die aber einfach „schön“ sind und ans Herz gehen. Es geht nicht darum, hier ausschließlich meine eigenen Geschichten im klassischen Self Publisher-Sinne zu veröffentlichen. Das ist nur momentan noch der Fall, weil ich eben noch ein paar Geschichten habe, die da passen und ich mich selbst nicht bezahlen brauche. Es geht mir um freundliche, wertige Produkte mit einer inhaltlich ansprechenden Geschichte – so wie „Die drei Damen“, die erste Geschichte, die wir veröffentlicht haben und die nun in Form eines literarischen Backbuches weiter geschrieben wird.

Aktuell läuft eine Crowdfunding Kampagne für euren Verlag. Was habt ihr damit vor?
Hier geht es genau um dieses Backbuch und das Crowdfunding soll einen Teil der Produktionskosten abdecken. Firmen können uns genau so unterstützen wie Cafés und einzelne Leute, die Lust auf das Buch selbst haben oder sogar darin vorkommen möchten: Als Unterstützer mit Logo, Namen etc. oder einer Geschichte… Die Idee: Die drei Damen Ulla, Trude und Magda reisen zu verschiedenen Cafés und bringen von dort Rezepte mit, die im Buch abgedruckt sind. Und da sind welche von richtigen Bäckermeistern dabei, die super funktionieren! Ich probiere das ja immer aus und mache Fotos, ich kann nur sagen: Leckerlecker! 😉

Auf der Aktionsseite kann man mittlerweile auch Teile des Covers sehen, das Katarina Kühl wieder gestaltet hat und einen Teil der Geschichte gibt’s dort auch schon zu lesen. Man kann das Buch als Dankeschön bekommen, die Geschichte aus dem Büchlein auf CD und ein paar andere schöne Sachen!

Unterstützt das Literarische Backbuch!

Was sind deine aktuellen Schreibpläne?

Im Bezug auf meine eigenen Ideen: Zunächst die noch fehlenden ca. 30% des Backbuches! Ich hoffe sehr, dass noch ein bis zwei Cafés kommen, die gerne bei uns mitmachen und ins Buch möchten und ich diesen eine Geschichte schreiben darf.

Dann bin ich seit kurzem Mitglied des writer’s room Hamburg, vorher habe ich in der Schreibwerkstatt dort schon einen Roman begonnen mit dem es nun auch bald weitergehen soll: über einen kleinen Jungen aus Irland.

Das Manuskript meiner Erzählungen will ich auch noch einmal überarbeiten und mit Fotos versehen, dann nochmal an ein paar Verlage schicken… Viel zu tun also, es wird nie langweilig!

Deine 3 ultimativen Tipps für angehende Autoren?

1. Immer weiter machen! Man wird mit der Zeit besser…
2. Mit anderen Schreibern sprechen, sich vernetzen. Nicht nur alleine im Zimmerchen hocken.
3. Finde ich persönlich sehr wichtig: Das Vorlesen nicht unterschätzen. Und auch das Üben und unterhaltsam gestalten.

Vielen Dank für deine Zeit!
Sehr gerne! 🙂

 

 

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Susanne Ulrike Maria Albrecht

Die Autorin Susanne Ulrike Maria Albrecht absolvierte eine Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing und eine private Schauspielausbildung. Sie ist sozusagen ein kreativer Tausendsassa. Susanne hat bereits zahlreiche Werke in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht. Ihre Webseite findet ihr hier. Ihr Gedichtband „Weiße Hochzeit“ wurde 2010 herausgegeben. 2013 erschien „Verdächtige und andere Katastrophen“.
Sie ist zudem bei verschiedenen Literaturwettbewerben ausgezeichnet worden, jüngst mit einem dritten Platz beim Internationalen Wettbewerb „Märchen heute 2013“.
2015 erscheint ihr neues Werk „Chaoten, Mörder, Luder“ bei Moon House Publishing.
 

Ist dir die kreative Ader „in die Wiege gelegt“ worden? Neben dem Schreiben begeistert dich ja auch die Schauspielerei, welchen Stellenwert hat das in deinem Leben?

Die kreative Ader ist mir von väterlicher und mütterlicher Seite in die Wiege gelegt worden. Nach meinen Vorfahren sind Straßen (Christian Schwarz Str. und Stengel Str.) benannt. Lesen und Schreiben hat mich immer fasziniert. Ich habe es schon beherrscht bevor ich mit fünf Jahren eingeschult wurde. Was ich meiner Mutter zu verdanken habe. „Die Bretter, die die Welt bedeuten“, um es mit den Worten von Friedrich von Schiller auszudrücken, haben nach wie vor einen großen Stellenwert für mich. Da ich eher „öffentlichkeitsscheu“ ( ich mache auch sehr selten Lesungen) bin, ziehe ich das Schreiben vor.

Wann hast du mit dem Schreiben begonnen?

Geschrieben habe ich schon immer. Offiziell schreibe ich seit 2005.

Erzähl doch mal von deiner ersten Veröffentlichung.

Das war im Jahr 2005. In der Literaturzeitschrift „Veilchen“ von Frau Dr. Andrea Herrmann.

Wie ging es dann weiter?

Dann folgten weitere Veröffentlichungen in „Veilchen“, „Die Brücke“, „Cognac & Biskotten“, „… & Radieschen“, „Driesch“, „Reibeisen“ … Mittlerweile sind es zahlreiche Werke in Anthologien und Literaturzeitschriften.

Wann hast du den ersten Erfolg bei einem Literaturwettbewerb verzeichnen können?

Das war 2011. Beim 8. Wolfgang A. Windecker Lyrikpreis erzielte ich den zweiten Platz. Ganz besonders gefreut habe ich mich über meinen dritten Platz beim Internationalen Wettbewerb „Märchen heute 2013“. Da drehte sich alles um meinen Bruder im Geiste – Johann Christoph Friederich Schiller. „Tiefere Bedeutung liegt in den Märchen meiner Kinderjahre als in der Wahrheit, die das Leben lehrt.“

Nimmst du auch heute noch regelmäßig an Ausschreibungen teil?

Ja, immer wieder gerne.

Als ersten Einzeltitel hast du Lyrik veröffentlicht. Wie war die Resonanz?

Mein Lyrikband „Weiße Hochzeit“ wurde 2010 vom Diskurs Verlag in Dresden herausgegeben. Und die Resonanz war sehr gut.

Welches Genre folgte danach?

Verdächtige und andere Katastrophen, Susanne Ulrike Maria Albrecht, Verlag 3.0 Zsolt Majsai, bei amazon
Verdächtige und andere Katastrophen, Susanne Ulrike Maria Albrecht, Verlag 3.0 Zsolt Majsai, bei amazon

Danach folgte 2013 meine Kriminalsatire „Verdächtige und andere Katastrophen“.

Was ist dein aktueller Titel?

Mein Thriller „Chaoten, Mörder, Luder“ (2015) herausgegeben von Moon House Publishing in Österreich.

Und was sind deine Pläne?

Als nächstes schreibe ich ein Kinderbuch.

Chaoten, Mörder, Luder, Susanne Ulrike Maria Albrecht, Moon House Publishing, bei amazon
Chaoten, Mörder, Luder, Susanne Ulrike Maria Albrecht, Moon House Publishing, bei amazon

Was würdest du angehenden Autoren raten?

Nicht beirren lassen und immer ein klares Ziel vor Augen haben.

Vielen Dank für deine Zeit!

Ich danke dir für deine Fragen!

 

 

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Nico Weinard – Fantasy

Mit der Begeisterung für DSA begann die Leidenschaft für Geschichten, später begleiteten Stephen King und J.R.R. Tolkien Nico Weinard auf seinem Weg zum Autoren. Heute schreibt und veröffentlicht Nico seine eigenen Geschichten, und erzählt hier er etwas mehr von sich. Lernt ihn kennen!

 

Wann begann deine Leidenschaft für Geschichten, und welche waren das?

Richtig angefangen zu Lesen habe ich mit etwa 11 oder 12, als ich in Stephen King meinen ersten Lieblings Schriftsteller entdeckt hatte. Habe jahrelang alles von ihm verschlungen und war Stammkunde in unserer Buchhandlung.

 

Wann hast du deine ersten eigenen Storys geschrieben?

Die ersten eigenen Geschichtchen gab es bereits in der Schulzeit. Allerdings war das meistens eine Mischung aus “du musst” und “ein bißchen Ausschmücken mach ich noch”.

Die ersten Versuche an einer richtigen Geschichte müssten so mit 13 oder 14 gewesen sein. Ich hatte meine Eltern lange genug genervt, bis sie mir eine Schreibmaschine zum Geburtstag schenkten. Ich hatte damals gerne die Serie L.A. Law gesehen. Deshalb ging es bei meiner ersten Geschichte auch um Anwälte. Glücklicherweise kann man diese ersten Schreibversuche nirgends mehr finden.

Bei meiner zweiten Idee für eine Geschichte handelte es sich bereits um das, was etwa 20 Jahre später als “Der Schwarze Bund” veröffentlicht werden sollte.

 

Und wann war deine erste Veröffentlichung?

Der Schwarze Bund I: Sarxjäger, Nico Weinard, neobooks, bei amazon
Der Schwarze Bund I: Sarxjäger, Nico Weinard, neobooks, bei amazon

Das war im Juni 2013 der erste Teil vom Schwarzen Bund als Ebook.

 

Ist dir der Schritt schwer gefallen?

Ich hatte den Text im Vorfeld kostenlos auf anderen Portalen hochgeladen. Die Reaktionen waren gut. Wobei man da halt immer diesen “Umsonst Bonus” hat. Ich wollte ehrliche Kritiken, das war der Hauptgrund. Die Entscheidung war dann nicht schwer, da die Neugier überwiegte. Ich wollte wissen, ob meine Geschichte es mit anderen aufnehmen können.

 

Wie war die Resonanz?

Natürlich hatte ich mir mehr erhofft. Aber im Nachhinein betrachtet, war die Resonanz für einen unbekannten Selfpublisher ganz okay. Im Großen und Ganzen kann man das Feedback zu einem “Ganz nett, aber überarbeite das nochmal” zusammenfassen, was ich dann auch getan habe.

 

Und wie ging es dann weiter?

Chronik von Chiara I: Der Kuss der Unsterblichkeit, Nico Weinard, neobooks, bei amazon
Chronik von Chiara I: Der Kuss der Unsterblichkeit, Nico Weinard, neobooks, bei amazon

Die Reaktionen hatten mich ermuntert, den Schwarzen Bund fertig zu schreiben. Außerdem hatte ich eine alte Vampirgeschichte von mir wieder ausgegraben und damit die Ebook Reihe Chronik von Chiara begonnen. Ein paar andere Texte sind in Arbeit, aber lange noch nicht spruchreif.

 

Wer sollte deine Geschichte(n) lesen?

Der Schwarze Bund ist ab 12, Chronik von Chiara ab 16. Grundsätzlich ist jeder Fantasy Fan abgesprochen. Natürlich freue ich mich, wenn meine ganzen Andeutungen bei der Chronik von Chiara Reihe verstanden werden …

 

Hältst du Kontakt zu deinen Lesern?

Mit einigen habe ich Kontakt auf Facebook und Lovelybooks. Ein paar Anfragen für persönliche Widmungen kamen ebenfalls schon 🙂

Generell interessiert es mich natürlich, was die Leser gut oder schlecht fanden und wer deren Lieblingscharakter sind. Daraus kann man lernen.

 

Was hast du als nächstes geplant?

Nachdem ich nun 2 Jahre lang lediglich Ebooks veröffentlicht hatte, habe ich nun mein erstes Taschenbuch auf dem Markt. Ich muss gestehen, dass ich da Blut geleckt habe. Meine nächsten Geschichten werde ich ebenfalls als Taschenbuch herausbringen.

 

Lieben Dank für deine Zeit!

Ich bedanke Dich bei Dir. War nett auf der Autorencouch 🙂

Uta Bahlo – Krimi mit Humor

Wenn es um humorvolle Krimis geht, dann ist Uta Bahlo am Werk. Sie schreibt zwar schon länger, hat aber erst vor einiger Zeit ihr erstes Buch veröffentlicht. Lernt sie kennen!

Hast Du Dich schon immer für Geschichten begeistert?

Oh ja, seit ich denken kann interessieren mich Geschichten; spannende aber vor allem lustige Geschichten. Ich habe immer viel gelesen. Geschichten mit Humor weckten schon früh mein Interesse. Bei einem Vorlesewettbewerb in der Aula unserer Schule – ich war ungefähr 12 Jahre alt – las ich eine lustige Geschichte vor, die ich mir selbst ausgesucht hatte und konnte das erste Mal ein positives Feedback erfahren…die Schüler, Lehrer und Eltern lachten. Und das auch noch an den richtigen Stellen! Das war ein tolles Gefühl.

Wann hast Du mit dem Schreiben begonnen?

Mit dem Schreiben habe ich vor 25 Jahren begonnen, doch erst in den letzten 10 Jahren regelmäßig und professioneller. Natürlich Geschichten zum Schmunzeln und einer Prise Ironie. Seit kurzem versuche ich mich im Krimischreiben. Doch meine Krimis gleiten immer ins Fach Humor ab. Ich kann einfach nichts dagegen machen.

Meine Finger führen dann ganz schnell ein Eigenleben auf der Tastatur! Deshalb verwende ich das Genre ›Roman‹, nicht Krimi. Doch eigentlich schließt sich das eine nicht durch das andere aus, finde ich.

Was hat Dich zu Deinem ersten Titel inspiriert?

Die Liga der außergewöhnlichen Idioten: Zoff in Tottenbüttel, Uta Ball, SP, bei amazon
Die Liga der außergewöhnlichen Idioten: Zoff in Tottenbüttel, Uta Bahlo, SP, bei amazon

Die Protagonisten, mit ihrer teilweise naiven bis gar keinen Lebenserfahrung in meinem Buch, haben mich zu dem Titel inspiriert. Ein Leben auf dem Land,  und in einem Dorf, indem sich alle kennen, kann schon eine Herausforderung sein. Wenn dann die Langeweile sehr groß wird, sprießt auch schon mal kriminelle Energie. Die Ähnlichkeit zu einem Kino-Film ist mir bewusst, doch der Titel passte einfach so gut zu der meist kauzigen Art der Dorfbewohner in meinem Buch. Ich möchte mit der Beschreibung von Land und Leute aber niemanden beleidigen. Ich selbst lebe seit einem Jahr ländlich. Wahrscheinlich war der Umzug meine Sehnsucht nach Ruhe vor der Großstadt Hamburg.

Grundsätzlich inspiriert mich aber das Leben selbst. Man muss nur mal mit der Bahn fahren oder im Café sitzen und den Unterhaltungen an den Nebentischen folgen (wollte nicht lauschen sagen)…sehr inspirierend!

Das Buch ist sehr humorvoll – spiegelt das Deine Einstellung zum Leben wider?

Erst einmal vielen Dank für das Kompliment, dass mein Buch humorvoll sei. Das freut mich sehr.

Ganz genau! Ich bin ein positiv denkender, humorvoller, temperamentvoller und fröhlicher Mensch, der auch über sich selbst lachen kann. Jedoch, wenn man sich mein Profilfoto anschaut, drängt sich die Ähnlichkeit zu Grumpy-Cat auf. Aber egal. Manchmal bin ich schwer zu ertragen – fragen Sie meinen Lebensgefährten. Nein, lieber doch nicht!

Das Leben ist kurz und überschaubar, inzwischen auch vorhersehbar (nein, Sie müssen nicht traurig sein, ich muss nicht sterben). In meinem Alter muss man extrem komprimiert leben, sonst schafft man nicht mehr alles, was man sich vorgenommen hat.

Wer sollte Dein Buch lesen?

Gute Frage. Wenn ich sage – alle – klingt das einfältig und dumm. Ich schränke das ein und sage: von 35+/‒  bis 99+ Jahre! Auf jeden Fall richtet sich mein Buch an Menschen, die TV-Serien wie ›Mord mit Aussicht‹ und ›Heiter bis tödlich‹ geschaut und für gut befunden haben.

Außerdem Leser von tollen Autoren wie z.B. Krishan Koch und Jan Weiler.

Was sind Deine nächsten Pläne?

Ich schreibe gerade an einer Fortsetzung meines aktuellen Buches. Darin halten zwei Mafia-Brüder Einzug in Tottenbüttel. Sie wollen sich den Sex-Shop des neuen Inhabers – dem Bestatters Knuth Hunoldt, mit dem Upgrade zum Pastor – unter den Nagel reißen und nehmen auch gleich eine Dorfbewohnerin als Geisel. Diese gilt es nun zu befreien. Das ist inzwischen auch im Interesse der ›Mazzarelli-Brüder‹, weil ihre Geisel langsam anfängt zu nerven. Soviel kann ich schon verraten…es geht wieder einmal turbulent zu…und lustig.

Parallel dazu schreibe ich an einem Manuskript über das älter werden. Darin geht es um 70jährige tätowierte Frauen, gepimpte Brüste, den Umgang mit Technik im Alter (PC, Handy etc.), es geht um die Jugendlichen und ihrem Verhältnis zur Technik, aber auch den Tod als Event.  Und was soll ich sagen…es wird lustig…hoffentlich!

Ich finde, es klingt vielversprechend! Wie findet man Dich im Netz?

Leider ist zurzeit nur meine Homepage als Gesundheitsberaterin online. Damit verdiene ich zusätzlich meinen Lebensunterhalt. Wer jedoch einen kurzen Blick auf kleine Geschichten zum Schmunzeln werfen möchte, geht bitte auf meinen Blog: miss-es.blog.de.

Allerdings bin ich nicht mehr allzu regelmäßig am Füttern des Blogs, da ich gerade dabei bin, einen neuen Blog einzurichten. Zusätzlich arbeite ich noch an meiner Autoren-Website, die hoffentlich bald online geht. In letzter Zeit war ich nur am Schreiben und dadurch ist alles andere in den Hintergrund getreten.

Lieben Dank für deine Zeit, dein Buch ist auf meiner Leseliste!

Christiane Bößel

Christiane Bößel hat vor kurzem ihren ersten Roman veröffentlicht – lernt sie kennen!

Liebe Christiane, als erstes möchte ich deine Autorenseite loben, die finde ich wirklich originell. Du hast gerade dein erstes Buch veröffentlicht, um was geht es in deiner Geschichte?

Liebessprung (Liz und Vincent), Christiane Bößel, SP, bei amazon
Liebessprung (Liz und Vincent), Christiane Bößel, SP, bei amazon

Grob gesagt, geht es um eine Liebe, die fähig ist, alle Grenzen zu überwinden.„Liebessprung“ ist eine (satirische) Fantasy-SF-Liebeskomödie mit erotischen Elementen und der erste Teil einer überdimensionalen Trilogie.

Der Klappentext:
Liz, Krankenschwester auf einer urologischen Station, wünscht sich eigentlich nur ein ganz normales Leben mit einem netten Mann und einem Job, der Spaß macht. Stattdessen ist da Kollege Helmut, der Liz zwar unter seinen knackigen Körper, aber nicht in sein Herz lässt, ein Arbeitsalltag voller alter Männer und zuhause ein ständig beleidigter Kater und eine freizügige Mitbewohnerin.
Als ob das nicht genug wäre, verliebt sich Liz auch noch unsterblich in einen bewusstlosen Patienten. Und dann behauptet der noch, aus dem Koma erwacht, er stamme aus einer anderen Dimension.
Alles nur eine blöde Ausrede?
Aber es würde erklären, warum Vincent immer wieder unauffindbar verschwindet und warum er so aussieht wie der fiese Exlover Helmut.
Ist Liebe zwischen den Dimensionen überhaupt möglich?

Inwieweit hat deine Arbeit als Krankenschwester deine Geschichte beeinflusst?

Die Abläufe in einem Krankenhaus realistisch beschreiben zu können zum Beispiel.
Allerdings kam mir auch die Idee zu Liz und Vincent während vieler langweiliger Nachtdienste. Man befindet sich dort immer in seltsamen Schwebezuständen zwischen Wachen und Schlafen, Realität und Traum. Alles ist dunkel und gespenstisch still, man wartet, dass irgend etwas passiert und denkt über die komischsten Dinge nach. Zum Beispiel, wie es wäre, wenn andere Dimensionen existieren würden, in die man sich – einfach so – hineinwünschen könnte.
Stressiger Alltag? In einer anderen Dimension entspannen.
Schlechtes Fernsehprogramm? Nervige Mitmenschen? Wäre doch praktisch, wenn man sich dem ganz problemlos entziehen könnte.
Außerdem lebe ich in Bayern, wo das Mystische noch sehr alltäglich ist. Deswegen spielt mein Roman in München.

Du hast Literatur und Philosophie studiert (ich auch 😀 ), wie hat das dein Schreiben verändert?

Das Schreiben an sich, mein Stil, meine Art, wie sich Geschichten und Figuren entwickeln, hat sich nicht verändert. Aber natürlich weiß ich um Rahmenbedingungen, wie Aufbau, Grammatik, Orthografie usw.
Gelesen habe ich schon immer, seit ich lesen kann, viel und geradezu zwanghaft. Deswegen weiß ich, was ich erzählen möchte.
Das Philosophie-Studium hat auch weniger mein Schreiben als meine Persönlichkeit beeinflusst, verschiedene Denkansätze zuzulassen. Mein Schwerpunkt lag auf östlicher Philosophie und Erkenntnistheorien, von Platon über Humes bis Radikaler Konstruktivismus und Sprachphilosophie wie Wittgenstein. Wenn man sich bewusst macht, dass nur Weniges (oder gar nichts?) wirklich „nachweisbar“ ist und jeder im Prinzip seine eigene Welt besitzt, dann ist es auch möglich, dass andere Welten außerhalb von uns existieren, die wir nur nicht wahrnehmen können. Weil unsere Sinne dafür nicht ausgelegt sind oder weil wir nur das glauben wollen, was wir wissenschaftlich sichtbar machen können. Und es hat mir gezeigt, dass alles so vielfältig ist – das Leben, das Denken, die Menschen. Deswegen sind meine Geschichten genreübergreifend, denn das Leben lässt sich auch nicht in Formen pressen.

Hattest du schon lange den „Traum“, ein Buch zu schreiben, oder gab es einen Auslöser?

Den Traum trage ich seit Jahren mit mir herum. Der Alltag mit Familie, Kind, Arbeit, Haushalt usw. hinderte mich aber daran, es umzusetzen. 2013 änderte sich beruflich einiges und ich hatte Muse und Zeit, mit „Liebessprung“ anzufangen.

Also hast du schon lange eine Leidenschaft für Bücher und Geschichten?

Bücher sind seit meiner Kindheit eines der wichtigsten Dinge in meinem Leben. Ich bin in einer Lese- und Geschichtenliebenden Familie aufgewachsen, Bücher gehörten zum Alltag. Später kam dann das Schreiben dazu. Angefangen mit schwülstigen Teenager-Liebes-Gedichten. Mit meinen Erzählungen habe ich regelmäßig am Augsburger Poetry Slam teilgenommen und einige Male auch gewonnen.

Wie war die Resonanz in deiner Umgebung auf deine Veröffentlichung?

Vorwiegend positiv auf das Veröffentlichen an sich. Meine Familie und Freunde haben mich durchweg unterstützt.

Du hast schon eine gute Sichtbarkeit mit deinem Erstling erreicht – hast du ein paar Marketing-Tipps für andere Autoren?

Ich habe mich drei Monate vor Veröffentlichung mit Bloggern in Verbindung gesetzt und mein Buch vorgestellt. So lange vorher, weil Blogger meist einen meterhohen SUB haben und dann die Rezension zum Erscheinungsdatum einplanen können. Ansonsten versuche ich, nur sporadisch in den unzähligen Buchgruppen zu werben, um nicht zu nerven. Vieles läuft über Mundpropaganda.
Wichtig war mir, trotz meines Germanistik-Studiums ein professionelles Korrektorat, kein selbstgebasteltes Cover und eine gute Webseite.
Der nächste Schritt ist, meinen Roman im lokalen Buchhandel anzubieten.

Dein nächstes Buch erscheint Anfang 2016 – hilft es dir, konkrete Termine zu setzen?

Ja, ich brauche Termine und einen genauen Plan, wann ich was mache.

Wird es eine Fortstezung sein?

Ja, es wird der zweite Teil der Trilogie um Liz und Vincent sein. Teil drei folgt im Frühling 2016.

Wer sollte dein Buch/deine Bücher unbedingt lesen?

Leser, die (unkonventionelle) Liebesromane und Fantasy mögen.
Leser, die satirische und vielschichtige Texte lieben.
Männer, weil das Buch alles beinhaltet, was diese mögen: Sex, Brüste, Technik, Tempo, Spannung.

Vielen Dank für deine Zeit! Ich freue mich, dass du hier bist.

Danke, dass ich dabei sein darf!
Leckeren Kaffee habt ihr hier!

Ja, das höre ich oft 🙂

 

 

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Nadja Losbohm

Nadja Losbohm geht es wie vielen von uns – sie war schon als Kind ein Büchernarr. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass man auch neben einem ganz normalen Job eine produktive Autorin sein kann. Ihr erstes Buch erschien 2012, seitdem sind zusätzlich fünf Bände ihrer Reihe: „Die Jägerin“ erschienen, die sie selbst als „eine Mischung aus Sci-Fi und Fantasy-Romance mit einem Spritzer Humor“ bezeichnet. Erfahrt mehr!

 

Alaspis: Die Suche nach der Ewigkeit, Nadja Losbohm, novum pro, bei amazon
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Waren Geschichten schon immer eine Leidenschaft von dir?

Oh ja! Ich bin schon seit Kindesbein an ein Bücherwurm. Anfangs tat ich mich sehr schwer mit dem Lesen lernen. Letzten Endes war es dann eine berühmte Maus, die mir dabei geholfen hat, und seitdem kann ich ohne Bücher nicht mehr sein.

 

Wann hast du mit dem Schreiben begonnen, und warum?

Als ich neunzehn Jahre alt war, habe ich angefangen meine erste Fantasy-Geschichte zu schreiben. Ich habe mich schon immer für das Kreative interessiert, habe gern gemalt und gezeichnet. Eines Tages lernte ich dann die Arbeiten eines Künstlers kennen, der auch als Schauspieler tätig ist. Er machte und macht immer so viele verschiedene Dinge: Malen, Fotografie, Musik, Schauspielen, Schreiben. Das hat mich sehr beeindruckt und dazu inspiriert, etwas anderes auszuprobieren. So fing ich mit dem Schreiben an.

 

Wie viele Titel hast du zwischen deiner ersten Veröffentlichung 2012 und heute herausgebracht?

Die Jägerin (Die Anfänge 1), Nadja Losbohm, SP, bei amazon
Die Jägerin (Die Anfänge 1), Nadja Losbohm, SP, bei amazon

Mittlerweile sind da schon ein paar Veröffentlichungen zusammengekommen. Die Buchreihe „Die Jägerin“ umfasst fünf Bände plus einer englischen Fassung des ersten Teils. Somit sind es sechs weitere Bücher, die seit 2012 erschienen sind.

 

Wie findest du die Zeit zum Schreiben – wie organisierst du deinen Alltag?

Mein Hauptjob ist ein ganz normaler, so dass ich das Schreiben in die Freizeit lege. Wann immer ich eine ruhige Minute habe, nehme ich den Stift in die Hand. Ich habe keine festen Schreibzeiten; ich setze mich da nicht unter Druck, sondern gehe es gelassen an.

 

Worum geht es in deinen Geschichten?

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es in meinen Büchern immer irgendwie um das Reisen geht. Damit meine ich nicht unbedingt das physische, obwohl auch das ein Aspekt ist. Oftmals ist es eher eine emotionale Reise und wohin sich ein Charakter entwickelt. Es geht aber auch um Mut, Hoffnung und Freundschaft.

 

Wer sollte deine Bücher lesen?

Alle, die gerne lesen, dabei Spaß haben möchten und gerne aus dem Alltag entfliehen wollen.

 

Was würdest du angehenden Autoren raten?

Sie sollten viel, viel Geduld mitbringen, nicht aufgeben und sehr viel Leidenschaft für das Schreiben haben und alles dafür tun, dass sie diese nicht verlieren.

 

Vielen Dank für deine Zeit!

Ich danke dir, Manuela, für deine Fragen und dass ich auf der Autorencouch Platz nehmen durfte.

 

 

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Kristina Lohfeldt

Wenn Archetypen und bissiger Humor aufeinander treffen, dann steckt wohl Kristina Lohfeldt dahinter. Die Hamburgerin kreierte schon als kleines Mädchen eigene Märchen und träumte von einer Opernkarriere. Das Schreiben ist jedoch ihre wahre Leidenschaft. Sie veröffentlichte über 800 Kurzromane und Shorts für diverse Zeitschriftenverlage und startete 2012 mit ihrem ersten Buchprojekt voll durch. Heute hat sie sich meinen Fragen gestellt – genießt es!

 

Ist dir die Kreativität und die Liebe zum Wort in die Wiege gelegt worden?

Das könnte man so sagen. Als ich ein Kind war, hat meine Mutter mir viel vorgelesen. Aber nicht immer hat mir der Verlauf oder der Ausgang einer Geschichte gefallen. Also habe ich sie für mich neu erzählt. Außerdem habe ich meinem Vater Märchen diktiert. Da war ich noch im Kindergarten. Ich konnte also noch nicht schreiben, hatte dadurch aber die Motivation, es so schnell wie möglich zu lernen. Damals mussten die Geschichten vor allem pompös und dramatisch sein, ganz so wie das Libretto einer Oper. Meine Mutter und ich haben uns viele Opern angehört und angeschaut (u. a. Opernverfilmungen mit Luciano Pavarotti und  Plácido Domingo). Deshalb habe ich einerseits oft in Filmszenen gedacht und habe mich andererseits daran orientiert, wie man eine Geschichte für die Bühne erzählen muss. In der Grundschule habe ich gern Geschichten erfunden und dann mit Freunden „inszeniert“. Dadurch bin ich also schon von klein auf damit vertraut geworden, auf wie viele verschiedene Arten man Geschichten erzählen kann. Mein aktuelles Buch „Blaue Feen und Weiße Königinnen“, das ich zusammen mit meiner Kollegin und Freundin Rona Walter geschrieben habe, ist als Märchenbuch für Erwachsene irgendwie also auch eine Rückkehr zu meinen Wurzeln und hat für mich durchaus ein wenig mit Nostalgie zu tun.

 

Was fasziniert dich an Märchen? 

Märchen sind zeitlos. Faszinierend, der Antwort auf die Spur zu kommen, warum das so ist. Daraus kann man auch viel für seine eigenen Werke lernen. Zudem mag ich an Märchen, dass sie sowohl unsere hellen als auch unsere dunkelsten Seiten repräsentieren – eben die für Märchen charakteristische Schwarzweißmalerei. Sie zeigt, dass „Weiß“ nicht „Weiß“ wäre, wenn es „Schwarz“ nicht gäbe und umgekehrt. Außerdem ist es schön, vermittelt zu bekommen, dass selbst aus einem „hässlichen jungen Entlein“ ein schöner Schwan werden kann und auch ein „Aschenputtel“ ihren Prinzen findet. Solche Geschichten ermutigen, und Beispiele wie die vom Spiegel in „Schneewittchen“ zeigen, dass einige Probleme und Alltagssorgen – wie in diesem Fall die Angst vorm Altern – über viele Zeiten und Generationen hinweg die Menschen bewegen. Zudem: mit Tieren sprechen, geheimnisvolle Orte erleben, die Suche nach dem Wunderbaren und dem, was außerhalb unserer Wahrnehmung liegt, das ist etwas, das die Menschen schon seit Urzeiten und in aller Welt bewegt und schon immer zu Ideen angespornt hat.

 

Erzähl doch mal etwas über: Too Bad to be God, dein erstes Buchprojekt. Worum geht es, und was hat dich dazu inspiriert? 

Kristina Lohfeldt
Too Bad To Be God, Kristina Lohfeldt, Scratch Verlag, bei amazon

„Too Bad to be God“ zeigt, wie Götter und andere höhere Entitäten in dem beschaulichen, der Welt abgewandten Ort Dingenskirchen die Schulbank in einer sogenannten Gotthochschule (GHS) drücken. Immerhin ist es „modern“, sich einen Personal Trainer zu halten. Denn selbst Götter brauchen gezielte PR und eine ausgeklügelte Marketingstrategie, um ihre Gläubigen wieder zu erreichen. Der Gott von heute will schließlich up to date sein … im Sinne von „Date“ mit dem Gläubigen.

Das Buch ist statt in Kapitel in zehn „Kurse“ aufgebaut (ganz wie in dem Programmheft einer VHS, wo ebenfalls Kurse gebucht werden können). Komfortabel für den Leser ist dabei, dass jeder Kurs für sich allein funktioniert. Es gibt allerdings natürlich auch einen roten Faden. Er wird durch die Figur des Herrn Pille repräsentiert, ein Apotheker, der in einen Mistkäfer, also Pillendreher, verwandelt wurde. Soviel sei verraten. Wem das bekannt vorkommen sollte, der sei gewarnt: Ähnlichkeiten mit bekannten oder unbekannten Mythologien oder Stoffen der Weltliteratur sowie realer Bezüge sind gewollt, arten aber oft genug in Mytholügereien aus. Nicht alles, was erzählt wird, ist also für bare Münze zu nehmen, und es darf geraten werden, welche Fakten der Realität entsprechen und welche pure Fiktion sind. Kritik an Missständen unserer Zeit sowie Satire stehen dabei gleichwertig neben slapstickartigen Szenen, und doch nimmt Herr Pille die Leser auf eine turbulente, aber fundiert recherchierte Reise in die Mythologien verschiedenster Völker und Zeiten mit. Und damit auch auf eine Reise zu uns selbst. Eins ist nach der Lektüre jedenfalls sicher: Götter sind auch bloß Menschen.

Was mich dazu inspiriert hat, weiß ich nicht mehr genau. Die Arbeit an „Too bad to be God“ selbst liegt schon sechs Jahre zurück, die Veröffentlichung jetzt auch schon drei Jahre. Im Grunde ist die Idee dazu durch Herumalbern mit meinem damaligen Mann entstanden. Das Buch ist außerdem eine Verneigung vor Sir Terry Pratchett. Ihm hat es z. B. die zahlreichen Fußnoten zu verdanken, vor denen eingangs auch ausdrücklich gewarnt wird. (lacht)

 

Du hast einige Zeit als Lektorin gearbeitet. Was würdest du jungen Schreibern bezüglich des Lektorats raten?

Generell ist es klug, Lektoren als Verbündete zu betrachten. Immerhin ziehen Autor und Lektor an einem Strang. Die Lektoren sind sozusagen die ersten und professionellen Leser. Dabei sind Interpunktion etc. erst einmal (fast) nebensächlich. Es geht vor allem um inhaltliche Zusammenhänge, Textaufbau, Spannungsbogen, Nachvollziehbarkeit etc.pp. Sowohl die Autoren als auch die Lektoren möchten ein gutes Werk erschaffen, und dafür ist konstruktive Kritik das A und O und nie ein persönlicher Angriff. Merkt man allerdings, dass man mit dem Lektorat nicht zurechtkommt, weil man das Gefühl hat, dass man sich zu sehr verbiegen soll, dann sollte man darüber sprechen. Ein eigener Stil sollte immer noch erlaubt sein, solange er dem Werk nützt. Und der/die Autor/in denkt sich ja was bei dem, was und wie er/sie etwas schreibt.

Viele verwechseln manchmal das Lektorat mit dem Korrektorat. Beides sind aber nochmals verschiedene Arbeitsschritte. Das Korrektorat bildet dabei den Abschluss. Da geht es dann tatsächlich mehr um die Form als um den Inhalt.

 

An welche deiner ersten Erfolge erinnerst du dich am liebsten?

An eine meiner ersten Tierstories. Das muss 2007 gewesen sein. Der Titel ist mir entfallen, dafür habe ich im Laufe der letzten acht Jahre einfach zu viele geschrieben. Inzwischen dürften es weit über 800 Kurzgeschichten und –romane sein. Jedenfalls rief die Chefredakteurin mich an, weil die Geschichte sie so berührt hatte, dass sie mir das persönlich mitteilen wollte. Wir sind dann übers Thema Tiere auch privat ins Gespräch gekommen – und seitdem besteht auch außerhalb des Geschäfts eine Freundschaft, und ich hatte mich nach der Geschichte als Stammautorin für den Zeitschriftenverlag etabliert.

 

Warst du dir immer sicher, auf dem richtigen Weg zu sein? 

Zu zweifeln gehört für kreative Köpfe dazu. Kolleginnen und Kollegen wissen bestimmt, was ich meine. Aber genau das hält einen auch auf Trab und sorgt dafür, dass man nicht einfach bloß einem vorgefertigten Weg folgt. Wichtig ist nur, dass man sich von Rückschlägen nicht runterziehen lässt und dann einfach mal etwas tut, was so keiner erwartet hat. Zwar heißt es „Übermut tut selten gut“, das trifft aber nicht auf kreative Bereiche zu, finde ich. Da kann man ruhig mal mutig sein und auch von der Norm abweichen. Sonst käme es zum Stillstand der kleinen grauen Zellen und die Leser hätten bald keine Auswahl mehr, weil ohnehin jeder Roman nach Schema B. wie „bekannt“ verliefe.

 

Blaue Feen & Weiße Königinnen hast du mit einer Co-Autorin geschrieben. Wie war es für dich, so zu arbeiten?

Kristina Lohfeldt
Blaue Feen & Weiße Königinnen: Die Essenz der Märchen, Lillian A. Darling, Rupert Dance, SP, bei amazon

Rona Walter, deren schriftstellerische Arbeit ich sehr schätze, und ich haben in den letzten Jahren viele Lesungen zusammen gemacht, weil wir uns gut ergänzen und uns auch privat wunderbar verstehen und deshalb angefreundet haben. Letztes Jahr kam Rona auf die Idee zu dem Konzept von „Blaue Feen“, ein Märchenbuch für Erwachsene mit psychologischem Hintergrund und einer Rückkehr zu den Urmärchen. Das heißt: nicht immer gibt es ein Happy End, und einige unserer Märchen sind auch durchaus düster und sogar grausam. Es gibt aber auch „Aufheller“ dazwischen, und Fragen wie: „Was halten Erbse und Aschenputtels Glaspantoffel von den Märchen, die man über sie erzählt?“, werden teils mit einem Augenzwinkern beantwortet. Ich fand es sehr angenehm, als Autoren-Team ein Buch zu entwickeln und sich gegenseitig zu unterstützen, sich Feedback zu geben und zu Ideen anzuregen. So ist einer der ersten Leser ausnahmsweise nicht ein Lektor, sondern eine Kollegin. Wir waren also beide jeweils in der Rolle der Schreibenden und dann auch wieder Lektorin, bevor das Gesamtmanuskript später dann ins professionelle Lektorat und an Testleser ging.

 

Was kann man sich unter einem „Steampunk-Livehörspiel“ vorstellen? 

Steampunk lässt sich schwer unter einen Hut bringen – oder dem Genre angemessen sollte ich wohl eher Zylinder sagen. Als literarische Strömung gab es „Steampunk“ schon in den 80er Jahren. Dabei werden einerseits moderne und futuristische technische Funktionen mit Mitteln und Materialien des viktorianischen Zeitalters verknüpft, wodurch ein deutlicher Retro-Look der Technik entsteht. Andererseits wird das viktorianische Zeitalter bezüglich der Mode und Kultur idealisiert wiedergegeben. Steampunk fällt damit in den Bereich des sogenannten Retro-Futurismus, also einer Sicht auf die Zukunft, wie sie in früheren Zeiten entstanden sein könnte, wie Erfindungen heute aussähen, würden sie Romanen von Jules Verne entspringen. Seine und H. G. Wells Zukunftsvisionen werden oft genannt, wenn es darum geht, das Genre zu beschreiben, da sich jeder gleich etwas darunter vorstellen kann.

Ein Livehörspiel ist ein Hörspiel, das auf die Bühne gebracht wird, d. h. die Sprecher, die man sonst nicht sieht, sondern nur hört, stehen vor ihren Mikrofonen auf einer Bühne und performen live vor Publikum. Ihre Figuren werden dabei nicht nur durch ihre Stimmen charakterisiert, sondern durch Kostüme unterstrichen. Auch ein wenig Requisite unterstützt Performance und Handlung, sowie Geräuschemacher, die z. B. mit Hufgetrappel, Gläserklirren, Pistolenschüssen für Action sorgen. Begleitend wird Musik eingespielt. Ganz wie bei einem klassischen Hörspiel. Ein Livehörspiel ist also eine Art minimalistisches Theaterstück, so wie „Die letzte Instanz“, das ich gemeinsam mit Marco Ansing geschrieben habe und das 2013 in Hamburg uraufgeführt wurde. Wir haben damals sogar selbst jeweils eine Rolle übernommen.

 

Welches sind deine aktuellen Projekte? 

Aktuell ist gerade ein Hörspiel von mir in der Produktion. Ich bin schon sehr auf das Ergebnis gespannt. Aber das wird wohl noch eine Weile dauern. Leider darf ich noch nicht mehr verraten. Außerdem hat man mir angetragen, ob ich nicht ein historisches Theaterstück schreiben möchte, und ein ausländischer Verlag hat Interesse an meinem Thriller signalisiert, an dem ich gerade schreibe und wohl auch noch eine ganze Weile schreiben werde. Ein Steampunk-Märchen habe ich auch noch in der Pipeline. Aber noch ist nichts entschieden, insofern schauen wir mal, was am Ende dabei herauskommt.

 

Lieben Dank für deine Zeit – ich freue mich, dass du hier bist.

Ich habe zu danken. War schön auf der Autoren-Couch. Und jetzt noch ein Käffchen. (lacht)

Der Selfpublisher Papst – Matthias Matting

Wer sich mit Selfpublishing beschäftigt, kommt an Matthias Matting nicht vorbei. Es gibt wohl niemanden, der so viel über dieses Thema weiß und seine Informationen so freimütig teilt. Nicht nur die Selfpublisherbibel ist ein Magnet für angehende und praktizierende Autoren, auch die Selfpublishing-Akademie und das Selfpublisher-Forum sind wichtige Adressen im Netz.

„Nebenbei“ arbeitet Matthias, der erst Physik und dann Journalismus studierte, als Redakteur und hat über 50 Bücher veröffentlicht. Einen Hinweis darauf, wie er so produktiv sein kann, bekam ich schon, als ich ihm meine Fragen für das Interview schickte: Keine Stunde später waren die Antworten in meinem E-Mail Postfach. Daran will auch ich selbst mir gern ein Beispiel nehmen. Ich freue mich sehr, dass der „Selfpblisher-Papst“ auf der Autoren-Couch Platz genommen hat; hier nun seine Antworten auf meine Fragen:

Ich muss gestehen, dass du für mich ein Vorbild bist. Ich bin ja schon ein
Workaholic, aber an deine Produktivität reiche ich noch nicht heran. Magst
du mir und uns mal verraten, wie du deinen Alltag strukturierst?

Eigentlich ganz einfach: von 7:30 Uhr bis 19:00 Uhr arbeite ich in der
Regel – danach und am Wochenende (meist) nicht. Die vorhandene Zeit
teile ich dann je nach Termindruck auf die verschiedenen Projekte auf.

Wer Informationen zum Thema Selfpublishing sucht, stolpert meist recht
schnell über deine Seiten. Kannst du deine liebsten Projekte kurz
vorstellen?

Die Seite, um die sich alles dreht, ist die Selfpublisherbibel. Und
wann immer mir etwas in diesem Zusammenhang einfällt, setze ich es um.
Oft kommt das aus eigenem Bedarf, ich bin ja selbst Selfpublisher. Der
Selfpublishing-Markt.de hilft mir zum Beispiel bei der Suche nach
Dienstleistern, bei Cover-Bewerten.de kann ich mir Cover-Anregungen
holen, die Selfpublishing-Akademie.de sammelt Kurse und Tools für
Selfpublisher, eBook-Rabatte.de macht auf Rabattaktionen aufmerksam,
e-books-unlimited.de auf neue Titel in KindleUnlimited.

Dein bekanntestes Projekt ist die Selfpublisher-Bibel. Was ich besonders
spannend finde: Eigentlich hattest du das als Buch geplant, aber die
Crowdfunding-Kampagne hatte nicht den gewünschten Erfolg. Ehrlich gesagt,
mich hätte dieser Rückschlag deprimiert, vielleicht hätte ich aufgegeben.
Hast du Zweifel an deinem Projekt gehabt?

Zweifel eigentlich nicht, denn es war ja völlig klar, dass es in der
beabsichtigten Form gescheitert war, da war gar kein Platz für
Zweifel. Aber dass es an Informationen über das Thema Selfpublishing
fehlt, das war auch klar. Also habe ich es eben mit einer anderen Form
(Blog statt Buch) probiert. Und in dieser Form war es dann
erfolgreich.
So ähnlich war es übrigens auch mit der Selfpublishing-Akademie.de.
Diese war zunächst als Plattform mit eigenen Kursen geplant. Sie wurde
aber so nicht angenommen. Also habe ich als neue Plattform Udemy
gewählt. Die alte Selfpublishing-Akademie.de listet nun wie ein
Katalog alle möglichen Weiterbildungs-Angebote, auch aus dritter Hand.
Oder nehmen wir mein Sachbuch „Schöner Sterben – Kleine Mordkunde für
Krimifans“. Das war zunächst die Recherche für einen Krimi – verkauft
sich aber längst besser als dieser Krimi. Weil: Krimis gibt es sehr
viele – verständliche Sachbücher über Gerichtsmedizin aber nicht.
Der Tipp ist also: wenn ein Projekt scheitert, muss nicht die Idee
schlecht sein, vielleicht war es nur nicht die passende Form.

Du hast einen umfangreichen Udemy-Kurs zum Thema Selfpublishing online
gestellt, den ich voller Überzeugung empfehle (klickt mal hier). Was können Autoren in diesem Online-Kurs lernen?

Der Kurs ist so angelegt, dass man als Autorin oder Autor einerseits
eine komplette Einführung in das Thema Selfpublishing bekommt – in
allen Aspekten, etwa wie bei den Wochenend-Seminaren, die ich gebe.
Andererseits stellt der Kurs aber auch ein Nachschlagewerk dar.
Manches ist ja nicht sofort relevant, aber ich kann sicher sein, dass
ich dann bei Bedarf die passende Anleitung parat habe.

Du hast so viele Titel herausgebracht, meistens Sachbücher, aber auch
Belletristik. Macht dir beides gleich viel Spaß?

Ja, aber auf unterschiedliche Weise. Bei Sachbüchern ist die Recherche
spannend, das Schreiben ist da Handwerk. Bei Belletristik ist es
umgekehrt.

Kommst du eigentlich selbst zum Lesen?

Abends und am Wochende, ja 🙂

Welches Buch liest du gerade?

Die Analphabetin, die rechnen konnte. Bin aber ein bisschen
enttäuscht, der Vorgänger war weitaus besser.

Was ist dein nächstes Projekt?

Ich bereite gerade einen umfangreichen Kurs zum Thema eBook-Marketing
vor. (Update: Der Kurs ist nun fertig und online)Außerdem schreibe ich an einem Roman, sehr traurig, ein bisschen
fantastisch, ich hoffe sehr, dass er gut wird. Ende August werde ich
„Ende“ darunter setzen können.

Vor welchen Anfänger-Fehlern beim Schreiben und Veröffentlichen würdest du
besonders warnen?

Zu hohe Erwartungen! Es passiert sehr selten, dass man mit dem ersten
Buch erfolgreich wird. Ein Autor braucht vor allem Geduld und
Disziplin. Und sollte unbedingt darauf achten, dass der Leser immer
ein professionelles Produkt erwartet, auch von einem unbekannten
Namen.

Wie schätzt du die Zukunft des Selfpublishings ein? Manche Autoren  befürchten ja, durch die regelrechte Schwemme an Büchern auf Dauer benachteiligt zu sein, weil sich nicht nur die Qualität stark unterscheidet, sondern auch die Sichtbarkeit leidet. Hast du ähnliche Befürchtungen?

Die Lage war für Autorinnen und Autoren noch nie so gut wie heute! Das
gilt gerade auf dem deutschen Markt, wo Selfpublisher wirklich von
allen Seiten umworben werden. Diese Schwemme sehe ich gar nicht. Der
eBook-Markt wächst stärker als das Angebot.

Und die Rolle der Verlage?

Die klugen Verlage sehen sich als Dienstleister der Autoren. Sie
können manches, was man als Selfpublisher nicht kann. Außerdem ist ja
auch nicht jeder gute Autor auch ein guter Verleger. In Zukunft wird
es normal sein, je nach Projekt Selfpublishing oder Verlage zu nutzen.

Du bist Vorsitzender des Selfpublisher-Verbandes. Magst du dessen Arbeit
kurz vorstellen? Warum sollten Autoren diesem Verband beitreten?

Der Selfpublisher-Verband.de hat es sich zum Ziel gesetzt, zum einen
die Stellung der Selfpublisher in der Branche zu verbessern – da gibt
es noch einiges zu tun, z.B. Zugang zum Buchhandel, zu bestimmten
Plattformen, zu Messen und so weiter. Zum anderen ist die
Professionalisierung der Selfpublisher unser Ziel, etwa durch
Weiterbildung. Und dann hat der Beitritt natürlich auch noch
praktische Vorteile, wie etwa den Zugriff auf unseren
Verbands-Justiziar.

Schöne Grüße
Matthias
Lieber Matthias, vielen Dank für deine Zeit und die vielen wertvollen Tipps,
die du regelmäßig veröffentlichst.

Auf der Seite „Couch-Bücher“ findest du eine winzige Auswahl von Matthias´ Büchern – wer mehr von ihm lesen will, besucht einfach seine Seite bei amazon.