Archiv für den Monat: September 2015

Marion von Vlahovits – Kinderbuch

Marion von Vlahovits ist Sonderpädagogin und schreibt unter anderem Kinderbücher. Ich konnte ein sehr interessantes Gespräch mit ihr führen, das allerdings schon im Sommer stattfand. Hierzu möchte ich sagen, wenn ihr mal eure gesamte Wohnung umräumt – es ist genauso schlimm wie Umziehen 😉 Und ihr kommt zu nichts anderem mehr, so wie ich gerade. Jetzt aber genug gejammert und hin zu Marion!

Liebe Marion, da bin ich! Bei der Hitze ist mir die Kaffeemaschine durchgeschmort 😉 Hier meine Fragen:

Liebe Marion, du hast eine ziemlich bewegte Kindheit gehabt (im Sinne des Wortes). Wie war es für dich, an unterschiedlichen Orten aufzuwachsen, hat sich das auf dein Schreiben ausgewirkt?

Liebe Manuela, zunächst einmal vielen Dank, dass ich mich hier auf deiner Autorencouch mit dir unterhalten darf. Bei der momentan Hitze wäre mir heute allerdings ein kühles Getränk lieber.

Eine interessante Frage, über die ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht habe. Wenn man als Kind immer wieder an neue Orte zieht, muss man sich jedes Mal neu auf fremde Menschen und eine veränderte Umwelt einlassen und sich anpassen. Diese Anpassungsfähigkeit und eine Neugier und Offenheit gegenüber anderen Lebensgewohnheiten kann ich an mir schon feststellen. Nicht die schlechtesten Eigenschaften für jemanden, der schreibt, denke ich.

Wenn das äußere Umfeld sich immer wieder wandelt, sucht man sich aber auch Bereiche, die einem Halt geben. Für mich waren das die Familie, ich habe drei jüngere Geschwister, und auch das Lesen. So entwickelte ich schon sehr jung eine besondere Beziehung zu Büchern und Geschichten.

Wann hast du mit dem Schreiben begonnen?

Ich wuchs ja in einer Zeit ohne Facebook und Watts App auf und telefonieren war teuer und daher keine Option. Daher war meine einzige Möglichkeit Kontakt zu Freundinnen zu halten das Schreiben von Briefen. Außerdem führte ich wie viele junge Mädchen ein Tagebuch. Aber die Ambition Autorin zu werden hatte ich zu dem Zeitpunkt nie. Jahre später, als ich schon Lehrerin dachte ich mir immer eigene Geschichten aus um den Schülern den Stoff nahe zu bringen. Doch das Schreiben habe ich erst richtig für mich entdeckt, als mein Vater schwer krank wurde und dann auch starb. Meine Gefühle in Worte zu fassen, half mir dabei sie zu verarbeiten.

Du arbeitest als Sonderpädagogin, das ist sicherlich oft eine Herausforderung. Ist das Schreiben ein Ausgleich, oder inspiriert dich deine Arbeit sogar dabei?

Nun, da stimmt sicher beides. Alles was wir tun, jede Begegnung mit anderen hinterlässt ja Spuren in uns. Und so prägt mich natürlich meine Arbeit an einem Förderzentrum sehr. Die Arbeit mit den Kindern, die ja oft keinen einfachen Weg hinter sich haben ist für mich wirklich oft eine Inspiration. Gerade bei meinem ersten Kinderbuch „Julian und die Wutsteine“ gibt es eine direkte Verbindung zwischen meinem Beruf und dem Anliegen meines Buches. Einer meiner Schüler hat mich damals  so beschäftigt, dass daraus diese Geschichte entstand. Ich erlebe immer wieder, wie stark sich Kinder mit Charakteren aus Büchern identifizieren können. Somit können gute Kinderbücher auch therapeutischen Nutzen haben. Bei Julian durfte ich das oft erleben.

Aber ich verarbeite ja auch meine Eindrücke und Erlebnisse indem ich sie in Worte fasse. Daher ist das Schreiben auch eine Auseinandersetzung mit meinen eigenen Emotionen, Ängsten und Sehnsüchten. Ausgleich und Verarbeitung sind da untrennbar miteinander verknüpft.

Was schreibst du am liebsten?

Obwohl ich bisher hauptsächlich für Kinder geschrieben habe und mir das auch enormen Spaß bereitet, glaube ich, dass ich mich nicht für alle Zeiten auf dieses Genre allein festlegen will.  Aber natürlich habe ich noch viele Ideen und Themen im Kopf, die genau darauf warten in einem Kinderbuch festgehalten zu werden. Besonders viel liegt mir dabei an den Bilderbüchern, die ich mit Unterstützung durch die Künstlerin Angelika Niklas gestalten kann. Mein Hauptthema ist die Kinder zu stärken, Ihnen den Glauben an sich und ihre Gefühle zu vermitteln und Zuversicht für die Bewältigung von Problemen.

Mein zweites Herzensprojekt ist die Lyrik. Gedichte sind eine wunderbare Möglichkeit Gefühle mit wenigen Worten sehr präzise zu umschreiben.  Schön ist es, wenn diese Werke dann bei anderen Menschen ähnliche Emotionen auslösen können.

Für wen sind deine Bücher geeignet? Was macht sie besonders?

In gewisser Hinsicht habe ich diese Frage schon beantwortet.

Die meisten meiner Leser, Kinder und Erwachsene, berichten mir, dass meine Geschichten und Gedichte sie berühren, etwas in ihnen auslösen. Das ist auch mein Hauptanliegen beim Schreiben. Ich möchte den Lesern etwas mitgeben, sie zum Mitempfinden anregen und ihnen eine positive Grundstimmung vermitteln.

Julian und die Wutsteine: Scheidung, Trennung, Scheidungskind, Sorgerecht, Streit, Marion von Vlahovits, Papierfresserchens Mtm-Verlag, bei amazon
Julian und die Wutsteine: Scheidung, Trennung, Scheidungskind, Sorgerecht, Streit, Marion von Vlahovits, Papierfresserchens Mtm-Verlag, bei amazon

Die meisten Bücher sind natürlich vor allem für Kinder geeignet. Bei Julian zum Beispiel hoffe ich, dass er genau zu den Kindern findet, die seine Ängste und seine Wut kennen und wie er an sich selber zweifeln. Ich hoffe sehr, dass Julian ihnen Mut macht und sie in ihrem Schmerz trösten kann. Daher ist dieses Buch natürlich besonders für Erzieher, Therapeuten und Eltern eine Möglichkeit dieses Thema aufzugreifen und mit Kindern darüber zusprechen. Nicht nur mit Trennungskindern, denn dieses Thema betrifft alle, da es dazu beiträgt Verständnis für das Verhalten anderer zu entwickeln.

Ángels Decke: eine zweisprachige Geschichte, Marion von Vlahovits, BOD, bei amazon
Ángels Decke: eine zweisprachige Geschichte, Marion von Vlahovits, BOD, bei amazon

Ángels Decke hat nicht so sehr diesen therapeutischen Ansatz. Es ist ein Buch für zweisprachige Familien und Menschen, die sich für andere Kulturen interessieren. In der Erzählung spiegelt sich die Sehnsucht nach einem friedlichen Miteinander der Menschen und der Übernahme von Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen.

Auch mein Hundekrimi Gino ist keine blutrünstige, spannungsgeladene Geschichte. Der Held ist kein Superheld, aber er träumt davon einer zu sein.

marionvonvlahovitz2Wer Hunde mag und ihre Verhaltensweisen kennt, wird ihn mögen, wer dagegen viel Aktion erwartet, könnte etwas enttäuscht sein.

 

Du arbeitest schon lange mit Kindern. Hast du den Eindruck, dass Kindheit sich in den letzten Jahren verändert hat? Wenn ja, wie?

Über dieses Thema könnte man sich abendfüllend unterhalten, aber auf den gerne verwendeten Satz „Früher war alles besser“ möchte ich mich dabei nicht festlegen lassen.

Wenn ich die Kindheit von heute mit meiner Kindheit vergleiche, dann sehe ich natürlich gewaltige Veränderungen. Wir hatten zwar weniger materielle Mittel und auf den ersten Blick auch weniger Möglichkeiten uns zu beschäftigen, aber wir waren freier und kreativer. Die meisten Kinder heute haben entweder einen vollgepackten Terminkalender oder sie verbringen den Großteil ihrer Freizeit vor dem Fernseher oder dem Computer. Die Eindrücke und Erwartungen, die auf sie einstürmen sind überwältigend.

Nun arbeite ich ja vorwiegend mit Kindern, die diesen Erwartungen nicht gerecht werden, weil sie Probleme haben und den Anforderungen im System Schule nicht gerecht werden. Sie brauchen Menschen, die ihre Fähigkeiten und ihre Persönlichkeit sehen und sie unterstützen und fördern. Viele Kinder scheitern heute an dem Anspruch perfekt sein zu wollen und zu müssen. Fehler werden daher als Schwäche empfunden und nicht als Chance gesehen, etwas zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

Die inneren Bedürfnisse der Kinder sind jedoch immer noch ähnlich. Die meisten Kinder sind neugierig und wollen Dinge aktiv erleben und erfahren. Sie brauchen Erwachsene, die sich mit ihnen beschäftigen, sie in ihr eigenes Leben einbeziehen und dabei trotzdem Kinder sein lassen.

Ich bin mir sicher, dass es dann auch heute gelingt eine schöne Kindheit zu erleben.

Warum sind Bücher und Geschichten so wichtig für Kinder?

Sie regen die Fantasie an, sie fördern das Gefühl für Sprache, sie erweitern den Wortschatz, sie vermitteln Wissen, sie fördern die Empathiefähigkeit, sie erweitern den Horizont, sie machen Spaß, sie wecken Gefühle, …..

Diese Liste könnte ich unendlich erweitern. Bücher und Geschichten, erzählt oder vorgelesen sind so eine wunderbare Möglichkeit mit Kindern die Welt zu entdecken, zu verstehen und zu gestalten. Denn eine Geschichte lebt ja weiter, kann verwandelt werden und sich verändern.

Außerdem sind Geschichten und Märchen ein wichtiges Mittel um Kindern die Folgen und Konsequenzen von Handlungen aufzuzeigen, ohne dass diese Erfahrungen schmerzhaft selber gemacht werden.

Wie schon Bruno Bettelheim feststellte „Kinder brauchen Märchen“.

Wie können oder sollten Eltern ihren Kindern die Freude am Buch vermitteln?

An erster Stelle sollten Eltern diese gemeinsame Zeit mit ihren Kindern nutzen. Schon bei kleinen Kinder kann mit entsprechenden Bilderbüchern die Freude am Betrachten und am gemeinsamen Lesen der Geschichte zu einem festen Ritual werden. Nicht nur am Abend vor dem zu Bett gehen, sondern auch im Laufe des Tages ist es eine wunderbare Möglichkeit sich gemeinsam einen gemütlichen Platz zu suchen und dabei zu kuscheln. Die Auswahl der Bücher richtet sich natürlich nach dem Interesse und dem Alter des Kindes. Besuche in einer Bücherei um gemeinsam etwas auszuwählen schonen den Geldbeutel und sorgen dennoch für ein abwechslungsreiches Angebot.

Hast du noch einen Tipp für angehende Autoren?

Wenn jemand gerne schreiben möchte, sollte er es einfach ausprobieren. Bei mir kamen die Themen einfach so zu mir, ich hatte nie den Vorsatz einmal Autorin zu werden. Aber als die Geschichten aufgeschrieben waren, wollte ich sie auch mit anderen teilen. Allerdings habe ich das Glück einen Beruf zu haben, von dem ich gut leben kann. Schreiben ist für mich eine Leidenschaft, die ich ausleben kann, ohne den Druck mich damit über Wasser zu halten. Daher kann ich schlecht Ratschläge erteilen, wie man ein erfolgreicher Autor wird.

Ich bin allerdings der festen Überzeugung, dass man Dinge, die einem wichtig sind auch angehen sollte. Und dabei nie den Glauben an sich selber verlieren darf. Daher mein lautet mein Rat: Nur Mut und vertraue deiner inneren Stimme.

Lieben Danke für deine Zeit! ich freue mich, dass du hier bist.

Ich danke dir für dieses angenehme Gespräch. Mit deinen Fragen an diesem heißen Sommertag hast du mich ganz schön ins Schwitzen gebracht, aber ich danke dir dafür, dass du mir die Möglichkeit gegeben hast mich hier nicht nur als Kinderbuchautorin zu zeigen.

Aber nun brauche ich dringend eine Abkühlung!

Mira Morton – ein Blick ins „Miraversum“

Mira Morton ist ein bisschen pinker Zuckerguss und ganz viel Lebensfreude. Die energiegeladene Autorin strahlt eine Menge positiver Energie aus – und ihre Liebesromane sind genau richtig für alle, die romantische Komödien und kurzweilige Unterhaltung lieben. Erfahrt mehr über Mira !

 

Liebe Mira, es ist ja so herrlich pink in deinem Miraversum! Das zeigt mir, wenn ich ein bißchen mädchenhafte Unterhaltung möchte, liege ich mit deinen Büchern genau richtig. Worum drehen sich deine Bücher?

Ich steh zu Pink!!! Das macht mir einfach unglaublichen Spaß.
In allen meinen Büchern geht es natürlich um die große Liebe. Weil es mir riesige Freude beim Schreiben bereitet, versuche ich dieses große Gefühl auch in Geschichten zu verpacken, die an tollen Schauplätzen spielen. Meine Bücher sollen ja vor allem eines erreichen: Meine Leserinnen und Leser für einige Stunden aus dem Alltag zu beamen. Zu unterhalten. Nicht mehr und nicht weniger. Da es moderne Märchen sind gibt es natürlich fantastische Frauen und Männer, wie beispielsweise einen Hollywoodstar in der „Ich will kein …“-Serie.

Außerdem gibt es in allen Büchern kurze Passagen in Englisch oder bislang auch Spanisch. (Keine Sorge, sollte zu verstehen sein, auch wenn man die Sprachen nicht kann.)
Das deshalb, weil ich es schön finde, die Vielfältigkeit auf unserer Welt auch sprachlich auszudrücken. Wenn ich als Österreicherin nach Barcelona reise, spricht kein Mensch Deutsch mit mir. Und das zeige ich auch in meinen Büchern. Aber am Ende sind es lustige Liebesgeschichten, mit einem Tick Ernst und einem Schuss Sexyness. Bewusst schreibe ich keine echten Sexszenen, denn ich denke noch immer, die Vorstellungskraft meiner Leserinnen und Leser ist womöglich viel schöner, als alles, was ich im Detail dazu zu schreiben vermag. Es sind also in jeglicher Hinsicht Bücher zum Träumen …

Das mag ich übrigens auch gern, wenn man die Fantasie beim Lesen noch braucht. 😉 Bauen die Bücher aufeinander auf, oder steht jedes auch für sich?

Beides.

Ich schreib dich einfach weg ist ein Einzelroman. Auch wenn er rund um Weihnachten beginnt, ist er jahreszeitlos, da Lina auf den Malediven ist. Sie hat sich in den Mann ihrer besten Freundin verliebt und hat nur ein Ziel: Ihn im Urlaub einfach wegzuschreiben.
Und dann gibt es bereits drei Teile aus der „Ich will kein…“-Serie:
Teil 1: Ich will kein Autogramm!

Ich will kein Autogramm!: Teil 1 der  MIRAversum "Ich will kein ..." Romanserie, Mira Morton, BOD, bei amazon
Ich will kein Autogramm!: Teil 1 der MIRAversum „Ich will kein …“ Romanserie, Mira Morton, BOD, bei amazon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teil 2: Ich will keinen Bodyguard!

Ich will keinen Bodyguard!: Teil 2 der  MIRAversum "Ich will kein ..." Romanserie, Mira Martin, BOD, bei amazon
Ich will keinen Bodyguard!: Teil 2 der MIRAversum „Ich will kein …“ Romanserie, Mira Martin, BOD, bei amazon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teil 3: Ich will keinen Champagner!

Ich will keinen Champagner!: Teil 3 der  MIRAversum "Ich will kein ..." Romanserie, Mira Morton, BOD, bei amazon
Ich will keinen Champagner!: Teil 3 der MIRAversum „Ich will kein …“ Romanserie, Mira Morton, BOD, bei amazon

 

 

 

 

 

 

 

 

Als nächstes kommt hier eine Weihnachtsgeschichte zur Serie. Großes Kino, da im Leben von Mara und Tom überhaupt nichts mehr „normal“ läuft. (Hoffe ich zumindest.)

Aber ich schreibe derzeit auch gerade wieder an einem Einzelroman. Also wie du siehst, da habe ich mir einiges vorgenommen.

Und ich denke, Du schaffst das alles locker. 😉 Wer sollte deine Geschichten unbedingt lesen?

Jede und jeder, die oder der für ein paar Stunden abtauchen will. Vielleicht ein paar Alltagssorgen vergessen möchten, eventuell aber meine Bücher auch wie einen kleinen Kurzurlaub sehen. Und ich habe Leser und Leserinnen ab 16 Jahren. Lustigerweise ist der älteste Leser, von dem ich weiß, ein Mann und immerhin 86!!! Jahre alt.

Wolltest du „schon immer“ schreiben, oder gab es einen bestimmtem Impuls?

Begonnen habe ich als Leserin. Das bin ich mit Herz und Seele nach wie vor. Und ich lese wirklich quer durch die unterschiedlichen Genres. Seit meiner Kindheit schreibe ich auch. Das begann in der Schule mit Aufsätzen und Gedichten, später Texte und Songs. Vieles auch in Englisch. Doch dann hat mich meine Ex-Verlegerin gestoßen und so kam 2013 Mira auf die Welt. Ich bin ihr dafür nach wie vor sehr dankbar!

Du veröffentlichst unter Pseudonym – warum ist dir das wichtig, und hältst du deine wahre Identität „geheim“?

Ui, da gibt es viele Gründe. Als ich mich für Mira entschieden habe, ging es mir in erster Linie darum, ohne den Rucksack eines Vorwissens über mich und meine Person mein erstes Buch rauszustellen. Tagelang habe ich geschwitzt, wie die Leserinnen mein erstes Buch aufnehmen werden. Mir war es wichtig, ungefilterte Reaktionen zu bekommen, da ich wissen wollte, ob Mira überhaupt eine Daseinsberechtigung hat. Gott sei Dank ist das gut ausgegangen.
Mittlerweile sehe ich es weniger so, dass ich etwas verhülle, sondern mehr, dass ich eine bestimmte Seite in mir schonungslos offen enthülle. Mira hat meine Werte, muss sich aber nicht mit Alltagskram abmühen (was durchaus entspannend ist). Mira ist direkt, aber hoffentlich nie respektlos. Mira ist ein Teil von mir als Frau, den ich wahnsinnig gerne mag und hoffentlich all jene, die mir zum Beispiel auf Facebook sehr nahe sind, auch.

Und das Schöne ist: Mira ist alterslos. Zeitlos. Gerade das finde ich total schön.

In deiner näheren Umgebung weiß man aber von deinem „zweiten Leben“ – wie ist die Resonanz auf deine Romane?

Hahah, ja, manche meiner Freunde nennen mich spaßhalber sogar hin und wieder Mira. Vermutlich dann, wenn ich die Prinzessin raushängen lasse 😉
Nun, die Reaktionen sind gemischt. Mit manchen Freundinnen diskutiere ich meine Plots, sie bringen Ideen ein und lesen ALLES, was ich veröffentliche. Andere stehen meinem Projekt Mira eher skeptisch gegenüber. Da höre ich schon auch Sätze wie, „Also ich lese ja lieber Krimis.“ oder so ähnlich. Nicht, dass das nicht manchmal weh tut, aber das muss ich akzeptieren. Meine romantischen Komödien (oder moderne Märchen oder Chick-Lit) sind eben nicht jedermanns Sache.

Aber im Grunde finden es fast alle toll. Männer wie Frauen. Wofür ich sehr dankbar bin.

Ich finde deine facebook-Seite sehr sympathisch, deine Posts strahlen etwas Positives aus, in das deine Buchvorstellungen eingebettet sind. Hast du ein paar Tipps an Autoren-Kollegen für Buch-Marketing?

Danke! Das ist aber lieb, dass du das so siehst. Ich bemühe mich!
Also ich habe ein paar Grundsätze. Der allerwichtigste ist, dass ich meine Leserinnen und Leser wirklich sehr, sehr mag. Dass ich Ihre Meinung schätze. Dankbar bin und dankbar bleibe für jedes liebe Wort, das mir jemand schreibt. Auf Facebook, Twitter, auf Amazon, Thalia usw. Aber auch Menschen wie du, die sich hinsetzen und mir Ihre Zeit schenken, und dann liebevoll einen Beitrag auf einem Blog gestalten, sind mir wichtig. Ich habe so oft das Gefühl, Danke sagen zu wollen. In einer Welt, in der so viel Egoismus herrscht, ist das alles nicht selbstverständlich. Ich stehe für etwas anderes. Für Respekt, Zusammenhalt und Fairness.
Ich teile viele Post meiner Kolleginnen und Kollegen, einfach weil ich sie mag und ich die Idee, dass jemand ausschließlich meine Bücher lesen sollte, blöd finde. Ich lese selbst so unheimlich viel, da stünde ich schön da, wenn ich bei einer einzigen Autorin oder einem Autor warten müsste, bis sie/er wieder etwas veröffentlicht hat!

Die anderen Tipps zum Buchmarketing sind eigentlich einfach. Ich denke, es geht immer um Disziplin, Konsequenz und den Willen, besser zu werden. Und ich nutze alle Kanäle, die ich über die Zeit kennengelernt habe. Von Newsletter über Promotions usw. Ganz genau habe ich das in einem Interview mit BoD ausgeführt, die mich übrigens auch wahnsinnig toll unterstützen. (Danke bei der Gelegenheit an euch alle!) (http://www.bod.de/fingerprint/allgemein/spotlight-mira-morton/)

Ich stehe auch dazu, dass ich gerne mit meinen Büchern Erfolg haben möchte. Schon alleine deshalb, weil ich nicht immer dazuzahlen will 😉

Mein Traum wäre, dass meine Leserinnen und Leser meine Bücher auch in ihrem Freundeskreis weiterempfehlen. Vielleicht eines einmal verschenken. Das wäre schön. Und am lustigsten wäre es, wenn mir einmal jemand, ohne es zu wissen, ein Mira Morton Buch mitbringt. Auf den Tag warte ich noch!

Ich kann mir vorstellen, du schreibst schon wieder an einem neuen Buch. Magst du schon etwas verraten?

Jaaa … nach einem Buch ist immer auch vor einem Buch! Ich habe ja gerade „Ich will keinen Champagner!“ herausgebracht, nun schreibe ich einen Einzelroman. Da ich selbst verrückt nach dem Meer bin und auch gerne mit Booten unterwegs bin, MUSSTE ich das in eine Geschichte verpacken. Diesmal gibt es eine für meine bisherigen Bücher sehr ungewohnte Hauptdarstellerin: eine Professorin für Physik mit einem gewissen Hang zu Ordnung und Struktur.

Aber mehr verrate ich nicht, weil ich selbst noch gar nicht weiß, wie die Story ausgehen wird. Nur eines ist sicher: Es gibt wieder große Emotionen, einen absoluten Traummann, hoffentlich etwas zu lachen und viel, viel Meer.

Vielen Dank für deine Zeit! Ich freue mich, dass du da bist.

Liebe Manuela, ich sag DANKE!!! Du hast das Interview so nett gestaltet, ich habe das wahnsinnig gerne gemacht!!!

Und allen, die mein Interview hier gelesen habe auch ein Danke für euer Interesse an mir!!! Ich freue mich übrigens wahnsinnig über eure Freundschaftsanfragen auf Facebook.

Herzlichst und keep dreamin‘,

Eure Mira Morton

Brita Rose-Billert

Brita ist eine sehr sympathische Autorin, und ich freue mich sehr darauf, die beiden Bücher, die sie mir schickte, zu lesen und auf meinem anderen Blog zu besprechen. Sie hat einen Beruf, der, wie ich mir vorstellen kann, emotional sehr aufreibend sein kann und einem einiges abverlangt. Dennoch strahlt sie, auch aus der Ferne, eine große Herzlichkeit aus. Ihre Bücher handeln oft von Indianern, was sich für den einen oder anderen vielleicht klischeehaft anhören mag – ich finde das ziemlich spannend, denn es sind ihre eigenen Erfahrungen, welche die Grundlage für ihre Geschichten bilden.

Was mir an diesem Interview besonders gefallen hat: Brita nutzt die Gelegenheit, ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern. Dazu möchte ich auch „meine“ anderen Autoren an dieser Stelle ermutigen! Ihr wisst, dass es bei mir keine Standardfragen gibt, denn kein Autor ist wie der andere. Dennoch kann ich euch, unbekannterweise und aus der Ferne, nur eine kleine Taschenlampe zuwerfen. Die wichtigen Stellen zu beleuchten liegt dann in eurer Hand.

Aber jetzt zu Brita – auch sie musste eine wenig auf ihre Fragen warten:

Hier nun meine Fragen. Danke für deine Geduld!

Gerne. Leser die fragen, sind sehr interessierte und aufmerksame Leser.

Liebe Brita, in den meisten deiner Bücher spielen Indianer eine Hauptrolle. Wie kam es dazu? Wann und bei welcher Gelegenheit bist du ihnen begegnet?

Dazu möchte ich mit einem eigenen Zitat beginnen. „Manchmal, wenn du auf der Suche nach Freunden bist, findest du sie nicht.
Manchmal finden sie dich.“

„Indianer“ waren meine Helden. Stolz und tapfer kämpften sie auf ihren Ponys um ihr Land und ihr Recht. Als ich endlich durfte, reiste ich zu ihnen ( Navajo, Apache, Sioux, Salish, Cree …)
Was ich fand war ernüchternd. Armut, Alkohol und Drogensucht und Resignation schlugen mir entgegen. Meine Helden suchte ich zunächst vergebens. Doch nach und nach öffneten sich die Türen zu freundlichen und neugierigen Menschen. Sie leben in einem Land krasser Widersprüche.

Aus uns Fremden wurden Freunde. Ich habe mit ihnen in ihren Trailern gewohnt, gemeinsam gegessen und gelacht. Sie haben einen besonderen Humor und ich glaube, ich hatte lange nicht mehr so ausgelassen gelacht.
Außerdem bin ich in meiner knappen Freizeit oft mit meinem Pferd unterwegs. Auch das, die Westernreiterei und der Umgang mit Pferden, hat uns sehr miteinander verbunden. Pferde spielen auch immer wieder eine Rolle in meinen Geschichten. Die Plainsindianer sind ein Reitervolk, durch und durch, und identifizieren sich damit.

Und wie kam es zu der Idee, darüber zu schreiben? Hast du das „schon immer“ gern gemacht?

Schulaufsätze und Gedichte schon immer, ja. Aber einen Roman… Das wäre mir nicht in den Sinn gekommen. Ich wollte nicht. Es gab und gibt schon so viele Bücher und ich bin natürlich auch eine unvoreingenommene Leseratte.
Irgendwann fand ich nicht mehr den passenden Lesestoff und ich muss gestehen, dass ich leider auch manches „Indianerbuch“ enttäuscht weggelegt hatte.

Ich nahm also ein Blatt Papier und schrieb per Hand. Der Papierkorb war nicht weit weg 🙂

Wie viel in deinen Geschichten ist reine Fantasie und welchen Anteil spielen reelle Hintergründe?

Reelle Hintergründe sind das Gerüst jeder meiner Geschichten! Doch wer möchte schon ein Fachbuch voller Belehrungen lesen? Das Gerüst der Tatsachen und aktuellen Situation der Native American Indians, male ich mit Fantasie bunt aus, damit ein spannender Roman daraus wird.
Ich gebe den unbekannten Freunden Namen, Charaktere und Gestalt, damit sich jeder Leser und jede Leserin mit meinen Helden identfizieren kann, miterleben und mitfühlen kann.
Seit den Gegenwartsromanen „Maggie Yellow Cloud- Mord auf Pine Ridge“ und „Maggie Yellow Cloud- Das verkaufte Herz“, um eine indigene Ärztin, die unbeabsichtigt in kriminelle Handlungen verstrickt wird, kamen auch viele Leser/innen hinzu, die vorher noch nie ein „Indianerbuch“ gelesen hatten.

Wann war deine erste Veröffentlichung und wie hast du deinen Verlag gefunden?

Die Suche nach einem Verlag war eine Odysee und ich brauchte zwei Jahre, um endlich einen

Spirit of the Hawk - Das Geheimnis des Falken, Brita Rose-Billert, amicus - Verlag
Spirit of the Hawk – Das Geheimnis des Falken, Brita Rose-Billert, amicus – Verlag

Kleinverlag zu finden, der keinen Druckkostenvorschuss vom Autor wollte. Im Jahr 2008erschienen damit meine Debütromane „Das Geheimnis des Falken“ und „Der Tanz des Falken“, die den unermüdlichen Kampf eines jungen Lakotas beschreibt, der seine Familie, seine Ranch und sein Leben retten will. Meine Suche ging dennoch in verschiedene Richtungen weiter. Manchmal auch in die Falsche. Ich wollte besser werden und vor allem ernst genommen werden.

So schickte ich 2010 mein drittes Manuskript „Maggie Yellow Cloud“ zum Traumfängerverlag, der sich Fachverlag für gute Indianerliteratur nennt. Hier war ich besser aufgehoben und Bücher, die dieser Verlag veöffentlicht, müssen gut recherchiert und realistisch sein.
Danach hatte ich auch etwas leichter, andere Verlage für meine Projekte zu interessieren.

Wie war die Resonanz in deinem Umfeld?
Wir leben in einem Land krasser Widersprüche 🙂
Am Anfang belächelt in die Schublade „Winnetou“ geschoben. Dann kam der „Aha-Effekt“, denn Menschen sind ja auch neugierig. Inzwischen sind einige süchtig geworden 🙂

In deinen Geschichten spielt auch dein Beruf mit hinein. Erzähl doch mal etwas darüber.

Ich bin Fachkrankenschwester für Heimbeatmung und Intensivpflege. In meinem Beruf kenne ich mich gut aus. Ich weiß also, wovon ich schreibe. Und so habe ich Hobby und Beruf beisammen und es macht Spaß. Außerdem gebe ich meinen Patienten oft Privatlesungen. Einige wollten so gern mit in meine Geschichten hinein. Diesen Wunsch habe ich gerne erfüllt. Da ich bei schwerkranken Menschen, oft ohne Heilungschancen, in deren Zuhause arbeite, möchte ich ihnen damit auch Mut machen, nicht aufzugeben.

Maggie Yellow Cloud: Das verkaufte Herz, eine Lakota-Ärztin bei den Navajo, Brita Rose-Billert, TraumFänger Verlag
Maggie Yellow Cloud: Das verkaufte Herz, eine Lakota-Ärztin bei den Navajo, Brita Rose-Billert, TraumFänger Verlag

Im „Verkauften Herz“ z.B. habe ich eine reelle Wachkomapatientin eingebaut, um zu zeigen, dass auch diese Menschen (je nach Phase) noch sehr viel von ihrem Umfeld mitbekommen- mehr, als mancher denkt. Zum anderen sollte es auch eine Hilfe für Angehörige und Freunde sein, mit solchen Menschen umzugehen. Zu oft haben diese Berührungsängste und ziehen sich zurück. „Indianer“, die sich selbst immer als die, deren Stamm sie angehören, bezeichnen, haben natürlich auch die verschiedensten Berufe und moderne Hospitäler gibt es auch in Reservationen, genau wie Patienten mit allen unterschiedlichen Erkrankungen.

In deinem letzten Buch bist du in ein anderes Genre gewechselt. Wie kam es dazu?

Nein, das Genre Krimi/ Thriller ist geblieben. Ich habe lediglich nur die Handlung meines

Tote Killer küssen besser - Großdruck, Brita Resorbiert, AAVAA Verlag
Tote Killer küssen besser – Großdruck, Brita Resorbiert, AAVAA Verlag

Krimis/ Thrillers nach Deutschland verlegt. „Tote Killer küssen besser“ ist entstanden, weil ich mich ungern in eine Schublade verfrachten lasse. Auch mit diesem Roman habe ich offene Türen eingerannt.

Schreibst du aktuell an einem Buch?

Aktuell arbeite ich an drei Manuskripten. Das ist bei mir normal. Ein Manuskript ( Arbeitstitel: Sheloquins Vermächtnis- Im Land der Totempfähle ) ist fertig und bekommt gerade den Feinschliff vor der Abgabe. Es geht um den immer wieder aktuellen Landraub von den Aboriginals, den Stämmen der Nordwestküste, in British Columbia.
Die anderen zwei befinden sich bei Kapitel 1-3. Auch ein weiterer Krimi, der in Thüringen handeln wird, ist in Planung.

Hast du einen Tipp für angehende Autoren?

Endlose Geduld auf der Suche nach einem Verlag, der keine Druckkostenzuschüsse vom Autor verlangt. Selbstverleger haben es schwer, als Autor ernst genommen zu werden. Enttäuschungen sind immer vorprogrammiert- nur nicht aufgeben.
Es macht Sinn, sein fertiges Manuskript für einige Zeit in die Schublade zu legen, um es später zu überarbeiten. Wichtig ist es, in ein professionelles Lektorat zu investieren.

Vielen Dank für deine Zeit. Ich freue mich, dass du hier bist!

Gerne doch. Ich freue mich meinerseits, hier sein zu dürfen. Ohne euch Leser wären wir Autoren doch ganz schön aufgeschmissen. 🙂
Vielen Dank und jederzeit viel Spaß am Schmökern sowie unerschöpfliche Neugier!
Mehr zu mir, meiner Arbeit und natürlich allen sechs Romanen mit Leseproben gibt es auf meiner Autorenhomepage: brita-rose-billert.de

Liebe Grüße – Brita Rose Billert

Larissa Reiter

Larissa Reiter ist eine junge und engagierte Autorin, die erst kürzlich 1000 Kilometer für einen guten Zweck mit dem Rad zurückgelegt hat. Dabei hatte sie ihren Hund dabei und ihr Buch im Gepäck. Respekt erst einmal für dieses Engagement und natürlich Glückwunsch zu dieser tollen Idee. Hier auf Larissas Seite könnt ihr ihren Weg noch einmal mit erleben. Es ist spannend, welche Erlebnisse sie unterwegs hatte, und wie sie sich immer motivieren konnte. Außerdem gibt es gerade ein signiertes Exemplar ihres Buches zu gewinnen, also schaut unbedingt mal rein.

Larissa hat vor nicht allzu langer Zeit ihren ersten Roman veröffentlicht, und die Idee klingt recht spannend, wie ich finde. Das Buch heißt: Er kamund das ist der Klappentext:

ER=GOTT Alice (18) hat schon mehr als genug Probleme. Sie muss mit einem tragischem Schicksalsschlag fertig werden und ihr Abitur bestehen. Als ihr plötzlich verschiedene Persönlichkeiten begegnen, die alle behaupten Gott zu sein, gerät Alices Welt vollends aus den Fugen. Während ihre Schwester und ihre Freunde sie für geisteskrank halten, begreift Alice nach und nach, dass es wirklich einen Gott gibt. Doch Gott hat ein Problem, eine multiple Persönlichkeitsstörung verschleiert seinen Blick. Als Gott dann noch auf die Idee kommt, die Menschheit zu dezimieren und ein Spiel zu beginnen, nimmt die Geschichte eine tragische Wendung. Kann Alice Gott vom Gegenteil überzeugen? Teil Eins einer packenden Fantasytrilogie um Freundschaft, Größenwahn und Liebe.

Das Buch ist auf jeden Fall schon auf meiner Wunschliste, und ich bin gespannt. Meine Fragen hat Larissa von ihrer Reise aus beantwortet, und zwar aus einer kleinen Pension. Schauen wir doch mal, was sie so über sich erzählt:

Larissa, schön dass du hier bist. Bist du eigentlich eine begeisterte Leserin?

Ich bin kein großer Leser, aber ich habe definitiv meine Phasen. In diesen lese ich schon relativ viel. Ich kann mich noch daran erinnern, wie schnell ich Tribute von Panem, und zwar alle Teile durchgelesen hatte. Aber ich bin auch jemand der Bücher abbricht, wenn sie mir nicht gefallen. Da gibt es schon so einige, die ich einfach nicht weiterlesen konnte, weil sie mir zu langatmig waren. Und warum auch immer, eine gute Liebesgeschichte gehört für mich zu einem guten Buch dazu. Geschichten erzählt habe ich dafür aber schon immer. Ganz früher meinen Kuscheltieren 😉 Da hat mich meine Mutter schon früher ins Bett geschickt nur damit ich dann in zwei Stunden nach meinem Geschichten erzählen endlich schlafe.

Wenn du liest, welches ist dann dein liebstes Genre?

Ich lese eigentlich so ziemlich alles. Bevorzugt natürlich Fantasy, aber nicht so Vampirzeugs. Sondern eher sowas wie Maze Runner oder Tribute von Panem. Aber auch Jugendlektüre, wie zum Beispiel die historischen Romane von Rainer M. Schröder – Abby Lynn hat mir da sehr gut gefallen. Mit 16 hatte ich mal so eine Thriller Phase, da standen dann zum Beispiel John Katzenbach Bücher oben auf meiner Wuli. Also wie man lesen kann, bin ich da nicht so festgelegt.

Und in welches Genre würdest du deinen ersten Roman einordnen?Larissa Reiter

Natürlich fällt er in das Genre Fantasy, aber eben nicht so klischeehaft mit Drachen oder Vampiren. Eher so ein bisschen anders phantastisch. Ich darf natürlich nicht zu viel über die göttlichen Schattengeister verraten 😉

Gewürzt mit einer Liebesgeschichte und dem Ende der Welt, glaube ich, dass es eine etwas andere Art von Fantasygeschichte ist.

Was sind deine weiteren Schreibpläne? Wird es eine Fortsetzung geben?

Natürlich sagt das Wort Trilogie schon, dass es einen Band 2 und 3 der ER – Reihe geben wird. Außerdem ist gerade ein Freundschaftsroman mit dem Arbeitstitel „Hummel haben einen Plüschpopo“ (ich finde den Titel allerdings sehr treffend) in Arbeit. Rund herum habe ich während meines nächsten Studiensemesters sehr viel geplant. Ich habe so richtig Lust aufs Schreiben im Moment. Nach der Buchtour steht aber erstmal einiges privates an und dann werde ich mir ein kleines Autorenzimmer einrichten.

Treibst du viel Sport, oder wie bist du auf die Idee zu deiner riesigen Tour gekommen?

Ich futter auf jeden Fall viel zu viel Süßkram und vor allem Eis. Aber ich mache auch ziemlich viel Sport. Ich reite, laufe viel und fahre Fahrrad bei fast allen meinen Aktivitäten begleitet mich meine Hündin Maggie die stets mein treuer Begleiter ist. Eigentlich gibt es kaum etwas was ich nicht mit ihr zusammen mache. Der Hund ist und bleibt halt einfach der beste Freund des Menschen.

Anlässlich meines Debüts „ER kam“ und meiner Semesterfeien wollte ich eine lange Fahrradtour machen. Meine kleine Schwester schlug dann vor dies mit etwas Sozialem zu verbinden. Diese Idee kam mir natürlich sehr entgegen und so suchte ich mit meiner Schwester zusammen einen Verein oder eine Organisation für die ich auf dieser Buch – Fahrradtour Spenden sammeln wollte. Ich war schon zu Beginn meines Pflegestudiums auf den Verein Vita e.V. gestoßen. Dieser bildet Assistenzhunde für Menschen mit Handicap aus. Da meine Maggie meine bessere Hälfte ist und ich schon immer der Überzeugung bin, dass Tiere uns auf einer ganz anderen Ebene berühren können, als Menschen das untereinander können. Deswegen sammle ich für diesen Verein vom ganzen Herzen gerne Spenden und das klappt bis jetzt auch richtig gut 😀

Ein tolles Engagement. Vielen Dank für deine Zeit und noch viel Erfolg – mit allen deinen Vorhaben!