Norman Doderer – Fantasy & Verlag

Auf Norman Doderer bin ich aufmerksam geworden, weil er zu seinem Buch (liegt noch auf meinem Stapel) auch ein tolles Goodie verkauft – seine „Seelensplitter aus Aeswyn“. Ich freue mich, dass Norman sich die Zeit genommen hat, meine Frage zu beantworten – lernt ihn kennen!

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Hallo, Norman, willkommen auf der Autoren-Couch. Eigentlich bist Du in der Gastronomie tätig, wie hast Du das Schreiben für Dich entdeckt?

Hallo Manuela, vielen Dank, dass ich heute hier bei dir sein darf.

Das Schreiben verfolgt mich schon seit einer geraumen Zeit. Ich glaube, ich habe dabei die berühmt-berüchtigte Schreibkarriere eines Fantasyautors hingelegt – alles begann mit Pen&Paper-Spielen, wie „Das Schwarze Auge“. Dieses fantasybasierte Rollenspiel habe ich in meinen frühen Jugendjahren mit riesiger Begeisterung gespielt und eigentlich zu diesem Zeitpunkt angefangen zu Schreiben. Erst waren es kleine Hintergrundgeschichten zu meinen Charakteren, dann irgendwann kleinere bis größere Abenteuer. Fazit: Die Liebe zum geschriebenen Wort war geboren.

Feilst Du auch während der Arbeit an neuen Ideen?

Wie das mit kreativen Ideen immer so ist – sie kommen einem an dem unmöglichsten Orten zu den unmöglichsten Zeiten. Es kommt durchaus vor, dass ich Nachts aus dem Schlaf aufwache und irgendeine kleine Idee unbedingt auf einem Stück Papier landen muss. Sie gibt dann auch keine Ruhe, bis sie nicht niedergeschrieben ist. Genau so verhält es sich auf der Arbeit. Zum Glück gibt es in gastronomischen Betrieben meistens genug Servierten, auf denen man seine wirren Gedanken festhalten kann.

Worum geht es in: Die Legende von Tyr?

Grob gesagt, geht es in „Die Legende von Tyr“ um die Frage, wie Völker, die über verschiedene kulturelle, religiöse und weltanschauliche Einstellungen verfügen, und doch das gleiche Schicksal teilen, eben diesem Herr werden können.

Tyr, das einst stolze Reich der Elfen, ist durch einen schrecklichen Krieg in drei Teile geteilt. Hass, Argwohn und Misstrauen sitzen tief verwurzelt und machen ein Zusammenleben seit mehr als eintausend Jahren unmöglich. Erst als ein alter gemeinsamer Feind seine Schatten erneut gen Tyr wirft, entscheidet sich der Protagonist Aladriel dazu, etwas gegen diese Tatsache zu unternehmen. Ob seine Arbeit Früchte trägt und welche Abenteuer auf ihn, seine Freunde und die restlichen Bewohner Tyrs warten, kann man dann in mindestens drei Romanen nachlesen.

Wer sollte das Buch unbedingt lesen?

Darüber zu urteilen, ob das Buch bzw. die Reihe unbedingt gelesen werden muss, überlasse ich lieber anderen. 🙂 Wer allerdings eine Affinität zum Fantasy-Genre hat, gerne in fantastische Welten eintaucht, Mystik mag und Aladriel & Co. auf ihrer abenteuerlichen Reise begleiten möchte, der kann gerne einmal ein Blick ins Buch werfen.

Wie lange hast Du an Deinem Debüt-Roman geabeitet? Spukte die Geschichte schon länger in Deinem Kopf herum?

Die Geschichte war in groben Zügen eines Tages direkt nach dem Aufstehen in meinem Kopf und wollte mit aller Macht aufs Papier. Von der ersten Zeile bis hin zum schönen Wort „Ende“ hat es ca. ein Jahr gedauert.

Ich bin auf Dein Buch aufmerkam geworden, weil Du passende Kristalle verkaufst. Wie bist Du auf diese Idee gekommen, und was hat es damit auf sich?

Die „Seelensplitter aus Aeswyn“ spielen innerhalb der Geschichte eine nicht geringe Rolle. Jede Farbe hat ihre ganz eigene Bedeutung und stattet ihren Träger mit ganz bestimmten Eigenschaften aus.

Als ich anfing mir über diese Schmuckstücke Gedanken zu machen, hatte ich ein wirklich sehr klares Bild vor Augen, wie sie aussehen sollten. Irgendwann kam mir dann der Gedanke, ob es nicht möglich wäre, diese Kristalle auch in Natura umzusetzen. Gesagt, getan.

Dieses „Extra“ zum Buch halte ich für eine tolle Marketing-Idee. Wie ist die Resonanz?

Die Resonanz übertrifft wirklich meine Erwartungen. Was eigentlich als kleiner „Gag“ gedacht war, hat sich mittlerweile zu einem wirklich beliebten Artikel entwickelt. Einige bestellen sich die Splitter sogar ohne das Buch überhaupt zu kennen. Das Schöne ist, dass das Schmuckstück sowohl für weibliche, als auch für männliche Träger geeignet ist und sich eigentlich jeder in einer der Farbbedeutungen wiederfinden kann.

Wann geht es mit den Elfen weiter?

Im Moment schreibe ich fieberhaft sowohl an „Die Legende von Tyr II“, als auch an einem neuen Projekt. Ich hoffe beides 2016 auf den Markt bringen zu können.

Im Moment fällt nebenbei auch sehr viel Arbeit für meinen neu gegründeten Verlag an, sodass ich in den letzten ein bis zwei Wochen eigentlich gar nicht mehr zum Schreiben kam. Dies wird sich aber auf jeden Fall wieder ändern, sobald der Verlag erst einmal wirklich „angekommen“ ist.

Du hast ganz frisch einen Verlag gegründet. Wie kam es dazu, was versprichst Du Dir davon, und willst Du auch andere Autoren verlegen?

Die Idee einen eigenen Verlag zu gründen, war für mich nur der nächste konsequente Schritt. Weg vom Selbstveröffentlichen hin zum Selbstverlag. Erst als diese Idee reifte und an Form gewann, bemerkte ich, dass ich so ja nicht nur die Möglichkeit erhalte, meine Werke unter eigener Verlagsflagge zu publizieren, sondern auch Kolleginnen und Kollegen veröffentlichen könnte. Da ich aus eigener Erfahrung weiß, was für ein Gefühl es ist, das eigene, selbstverfasste Werk veröffentlicht zu sehen, ist es mit Sicherheit ein großer Segen auch anderen Autorinnen und Autoren zu helfen, ihre Träume zu verwirklichen. Der „Talawah Verlag“ war geboren.

 

(In diesem Video erzählt Norman mehr über seinen Verlag – schaut es euch an!)

Lieben Dank für Deine Zeit!

Vielen Dank, dass ich heute hier sein durfte. Es hat mir wahnsinnig viel Spaß bereitet.

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