Archiv für den Monat: Juni 2017

Eva Maria Höreth – Fantasy, Jugendbuch

Liebe Eva, du hast Germanistik studiert und dich dabei auf Kinder- und Jugendliteratur spezialisiert. Ist Dein Buch für diese Zielgruppe geschrieben?

Ich hatte beim Schreiben zwar immer im Hinterkopf, dass es ein Jugendbuch sein soll, für Jugendliche ab 12/13 Jahren. Doch natürlich kann es jeder Leser und jede Leserin unabhängig ihres Alters lesen. Die Übergänge sind da ja eh fließend. Ich kenne 14 jährige, die haben 50 Shades of Grey gelesen und 41 jährige, die Harry Potter Fans sind.

Wie lange hat es gedauert, von der ersten Idee für dein Buch bis zur Fertigstellung?

Beim ersten Teil, „Moonwitch – Liebe zwischen Licht und Schatten“, hat es recht lange gedauert: fast drei Jahre lang.

Am Anfang war es ja nur eine Idee, eine Szene und die habe ich aufgeschrieben. Als ich mich dann den 300 Seiten näherte,  wollte ich mich dem Abenteuer der Veröffentlichung stellen. Und noch ist die Geschichte nicht fertig – gerade habe ich den zweiten Teil, Moonwitch – die dunkle Seite“ veröffentlicht. Der dritte soll die Geschichte von Emily und Finn schließlich beenden.

War dir gleich klar, dass du als Selfpublisherin veröffentlichen willst? Oder hast du dich an Verlage gewandt?

Ich habe mich erst an Verlage gewandt und träumte von einem Verlagsvertrag. Self-Publishing sagte mir zu der Zeit noch gar nichts. Als ich dann die ersten Absagen bekommen habe, fing ich an zu recherchieren, was es sonst noch für Möglichkeiten gibt. Mittlerweile möchte ich, zurzeit zumindest, nicht mehr weg vom Self-Publishing und den Möglichkeiten, die es mir bietet. Ich kann alles selbst entscheiden und bestimmen, das ist auf der einen Seite toll, auf der anderen auch sehr anstrengend und zeitraubend. Es wäre interessant auch mal einen Roman in einem Verlag zu veröffentlichen, um zu sehen, wie das so ist.

Was machst Du neben dem Schreiben beruflich?

Ich bin Online-Redakteurin, Social Media Managerin, Event-Planerin, Marketing Managerin, Pressereferentin – Alles zusammen. Wir sind ein sehr kleines Team und es gibt immer wieder neues und vielfältiges zu tun. Die Abwechslung macht mir am meisten Spaß.

Wie findest Du Zeit zum Schreiben – hast Du einen bestimmten Rhythmus?

Ich schreibe abends, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Das ist manchmal nicht einfach, denn Haushalt, Mann und Familie möchten auch etwas von mir. Bis ich dann endlich am Laptop sitze und weiß, was ich schreiben will, dauert es schon etwas. Im Moment bin ich in Elternzeit, da ist es noch schwieriger geworden. Mein Sohn ist jetzt sechs Monate alt, braucht mich also noch sehr oft

Hast du manchmal Schreibblockaden? Wenn ja, wie gehst Du damit um?

Natürlich gibt es Tage, da läuft einfach nichts. Ich habe gemerkt, dass ich dann an einer Szene weiterschreiben muss, die mir Spaß macht. Am besten wäre einfach überhaupt zu schreiben, damit man was zu Papier gebracht hat. Das ist aber einfacher gesagt, als getan.

Was würdest du angehenden Autoren raten?

Geduld! Und Durchhaltevermögen. Macht immer weiter, gebt nicht auf und glaubt an Euch!

Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Irgendwann meinen Brotjob zu kündigen und nur noch vom Bücher veröffentlichen, leben zu können.

Vielen Dank für Deine Antworten und hoffentlich geht Dein Wunsch in Erfüllung!