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Lars Lunova – Biographie

Heute mal etwas ganz anderes, und das ist richtig spannend: music meets literature! Der Drummer Lars Lunova berichtet in seinem Buch über seine Band, seine Lebensgeschichte und was AC/DC damit zu tun hat. Lernt ihn kennen!

Lars LunovaWillkommen auf der Autoren-Couch, ich freue mich, dass Du Deine Autobiographie hier vorstellst.

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Was ist eigentlich die „Tanzmusikhölle“, von der im Titel die Rede ist?

Hallo Manuela, ja die Tanzmusikhölle, lach! In meiner ersten Band – in der ich mit meinem Vater spielte – gab es vor allem deutsche Schlager aus den 70ern und Oldies wie z.B. „Proud Mary“ von CCR oder „Venus“ von Shocking Blue. Und als ich dann in die Pubertät eintrat, entfernte ich mich genau davon. Ich empfand diese Musik zum Schluss als schrecklich!
Und noch viel schlimmer, je betrunkener die Gäste an einer Tanzveranstaltung waren, um so „egaler“ war es, was wir spielten. Und das empfand ich als grausam.

Wie bist Du zur Musik gekommen?

Ich hatte das große Glück in einen musikalischen Haushalt geboren zu sein. Opa spielte Gitarre, mein Vater spielte Gitarre und Musik umgab mich von klein auf. Dazu kam, dass ich durch den Beruf meines Vaters – Erzieher in einer Jugendhilfeeinrichtung – immer Zugang zu einem Musikraum hatte und mit 11 1/2 anfing Schlagzeug zu spielen.

Warum AC/DC?

Die Pubertät ist Schuld und die Tatsache, dass ich wie gesagt der Tanzmusik entfloh. AC/DC waren damals DER Soundtrack für jeden Jugendlichen mit Mofa/Moped (incl. wehendem Fuchsschwanz – Lach). AC/DC stand für anders sein, wild, enge Jeans und die ersten Bier auf Parties. Eltern hassten den Kram.
So gesehen bin ich irgendwie in der Pubertät hängen geblieben! 😉

Sin City ist ja eine recht bekannte Band, erzähl doch mal etwas über euch.

Wir sind nun im 23 Jahr unserer Geschichte und arbeiten aktuell an neuen Songs für unser nächstes Album, dem Nachfolger zu „Th13teen“ aus dem Jahr 2013.
Dazwischen immer weiter Auftritte, Auftritte, Auftritte…
Wir sind alle super zufrieden, dass wir neben unseren Familien auch unsere Day-Time-Jobs mit unserem „Night-Time-Job“ Sin City so gut hin bekommen!
Momentan ist alles prima!
Stolz sind wir auch auf unsere Zusammenarbeit und dicke Freundschaft mit anderen Musikern in Schweden und vor allem Finland, die wir auch auf vielfältige Weise pflegen.

Hast du einen schönsten Moment in Erinnerung?

Einen??? OOOOOHH, da gibt es wegen der Musik soooo viele und ich muss schwer überlegen was ich da erzähle. Toll war der erste Sin City Gig in Neunkirchen, den wir mitbringt Riesenwerbeaktion angekündigt hatten. Aber auch den ersten Stadtfest Auftritt in Zweibrücken mit Porty unserem Sänger, als er seine Alkoholsucht und Therapie beendet hatte. Er war so happy und stolz und hatte so ’ne Power. Der Abend war unfassbar und ich persönlich war so stolz auf ihn, dass er’s gepackt hatte!

Und einen schwierigen?

Manchmal muss man sich – weil es in einer Band halt auch Unzufriedenheit und Meinungsunterschiede gibt – von manchem Musiker trennen. Und als einer von zwei Bandleadern ist es dann so, dass man auch diese Aufgabe übernimmt. In einem Fall hatte ich persönlich gar nichts gegen einen ehemaligen Sin City, der Rest konnte aber so nicht mehr mit der Person weiterarbeiten. Tja, und dann wurde dieses unangenehme Gespräch halt geführt. Nicht schön, aber notwendig!

Wie bist du auf die Idee gekommen, dass alles aufzuschreiben?

Ich lese unheimlich gerne Biografien von Musikern oder Politikern oder zeitgeschichtlich relevanten Personen und irgendwann sagte ich mir, warum soll ich nicht einfach meine Geschichte aufschreiben.
Klar denkt nun vielleicht mancher, „wenn jetzt jedes Liesschen Müller ihre Geschichte aufschreibt, wo kommen wir denn da hin?“, ich meine aber, genau diese Geschichten sind doch toll und zeigen das wahre Leben und nicht diese Promibiografien. So gesehen finde ich meine Geschichte ehrlich und aus dem Leben gegriffen. Außerdem weiß ich, dass es tausenden Jungs in meinem Alter ähnlich ergangen ist, als sie auf AC/DC trafen.

Wer sollte dein Buch unbedingt lesen?

Jeder Rock Fan, jeder AC/DC Fan, jeder Sin City Fan und jeder Pfälzer, da die Story ja auch hier spielt. Sie hätte aber auch an jedem anderen Ort in Deutschland spielen können.

Wie geht es jetzt weiter?

Als Self Publisher hat man ja die ganze Promoarbeit fast selbst zu tragen. So gesehen hab ich da mit „Rock n Roll Niemandsland“ derzeit jede Menge Arbeit und war grad jüngst auch beim SWR eingeladen.
Daneben läuft mein Familienleben, mein Day-Time-Job und meine Band ja auch noch 😉
Aber es ist auch so, dass ich nun an Teil 2 anfangen will zu arbeiten, denn die Sin City Geschichte und meine Geschichte ging/geht ja weiter!

Vielen Dank für deine Zeit und das tolle Interview!

 

 

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