Archiv der Kategorie: Autoren nach Genre: Gemischt

Tim Tiez

Tim Tiez ist eigentlich Produktdesigner, und seine Seite findet ihr hier. Ich hatte einen recht amüsanten E-Mail Austausch mit dem humorvollen Jungautoren, der die Autoren-Couch für sein Buchmarketing nutzen möchte. Es würde mich freuen, wenn unser Interview bei dem einem oder anderen Besucher Interesse weckt, und ihr einen näheren Blick auf Tim´s bisher erschienene Bücher werft. Jetzt viel Spaß beim Lesen!

 

Lieber Tim, liebe Wilhelmine, schön euch beide hier zu sehen. Tim, du könntest die Kuh auch einmal sitzen lassen.

Hallo, ja das ist richtig. Ich bin einfach schneller. Und da ich mich für das größere Genie halte, habe ich mir den Vortritt (bzw. den Vorsitz) gelassen.

Wer von euch beiden ist denn nun der Schreiber, oder arbeitet ihr als Team?

Danke. Ja, wir sind ein Team und Wilhelmine berät mich, wie sie auch meine (unsere) Protagonisten berät, ob sie nun wollen oder nicht.

ME_Y_1974 Auf der Suche nach dem Sinn, Tim Tiez, SP, bei amazon
ME_Y_1974 Auf der Suche nach dem Sinn, Tim Tiez, SP, bei amazon

Wie kam es zu: „Auf der Suche nach dem Sinn“, und wer sollte das Buch unbedingt lesen?

Das ist recht einfach. Jeder sollte das Buch lesen! Ich habe keine spezielle Zielgruppe, die sich besonders darüber freuen würde. Es ist für Jedermann(frau) geschrieben. Und das ist nicht negativ gemeint. Jeder, der etwas sucht, findet auch etwas. Natürlich nicht immer das Gesuchte. Ok, vielleicht ist es also ein Buch für Suchende.

Ich hatte einfach Glück gehabt und habe etwas gefunden, was ich eigentlich gar nicht gesucht hatte. Und das hat mich dann so umgehauen (tief berührt), dass ich ein Buch darüber schreiben musste.

Du hast also etwas gefunden, was du nicht gesucht hast – was ist das, das dich so berührt hat?

Tja, das kann man nicht so schnell beantworten. Dazu bedarf es schon eines kleinen Buches!

Bist du religiös gworden? Erleuchtet? Ist es Yoga, Tantra, das fliegende Spaghetttimonster, 42?

Erleuchtung ist schon nah dran, aber da ist man dann bei Esoterik und bei vielen Spinnern. Und da gehört und passt das Buch nicht hin. Es ist einfach anders. Schwer in eine Schublade zu bekommen.

Und bei Lutz Reise und meinen anderen Geschichten ist dann auch nix mehr mit Erleuchtung.

Mit Religion hab ich nichts am Hut. 42 ist auch gut, trifft es aber auch nicht wirklich.

Ich sehe schon, man muss das Buch lesen, um hinter das Geheimnis zu kommen. Wechseln wir doch einfach das Thema: Du bist eigentlich Produktdesigner – welche Rolle spielt das noch in deinem Leben? Bist Du generell kreativ tätig, oder ist die Schreiberei ein Ausgleich?

Auch wenn meine Leser(schar) noch klein ist, so ist das Schreiben für mich im Moment das Größte. Es befriedigt mich zutiefst und kann daher (für mich) nur richtig sein. Ich würde mich auf jeden Fall als kreativ bezeichnen. Mein Lebens- und Berufsweg ist bis jetzt allerdings eine mittelschwere Katastrophe und daher natürlich eine Goldgrube für’s Schreiben. Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Aber der Beruf des Designers gefällt mir nicht mehr so gut. Zu viel Computer, zu wenig Bleistift. Ich bin eher Old School.

Wann hast Du mit dem Schreiben begonnen (außer mit der Fibel)?

Im Sommer 2007. Mein Onkel hat mich auf die Idee gebracht. Er hatte einfach so ein Buch geschrieben. Da dachte ich mir, das machst du jetzt auch.

Was sind Deine Ziele?

In einer Talkshow sitzen und geistreiches Zeug von mir geben. Nein, viele Ziele die ich mir in meinem Leben gesteckt hatte, waren eigentlich gar nicht meine wirklichen Ziele. Das musste ich aber erst einmal erkennen, und dann musste ich auch noch den Mut aufbringen und das machen, was mich wirklich erfüllt: Schreiben!

Was tust Du für Dein Buchmarketing (außer auf meiner Couch Kaffee zu trinken 🙂 ?

Ich stehe da noch ganz am Anfang und es fällt mir sehr schwer für mich zu werben oder mich irgendwo einzuschleimen. Die Autoren-Couch fand ich aber gleich total super und wollte da unbedingt mitmachen! 🙂

Erzähl mal etwas über: Lutz´ verrückte Reise, worum geht es in der Geschichte?

KONTAKT Lutz verrückte Reise durch Raum und Zeit: oder Arbeitslos im All, Tim Tiez, SP, bei amazon
KONTAKT Lutz verrückte Reise durch Raum und Zeit: oder Arbeitslos im All, Tim Tiez, SP, bei amazon

In meinem zweiten Buch geht es um den arbeitslosen (auch hier habe ich etwas Erfahrung) Lutz, dem eine unglaubliche Geschichte widerfährt, die sein Leben verändert. Das Buch ist, wie das Erste, natürlich keine Geschichte der Traurigkeit, aber es zeigt sehr schön, wie einen das Leben auf seltsame Bahnen bringen kann und trotzdem reich und schön ist. Natürlich hat auch wieder die Kuh Wilhelmine ihren Auftritt. Sie schleicht sich in sehr realistischen Träumen in die Leben der Protagonisten ein und beeinflusst sie und ihr Handeln. Wilhelmine bildet einen roten Faden in meinen Geschichten, die sich hier und da auch immer wieder berühren können. In meinem dritten Buch, über eine 82 jährige Rentnerin auf Abwegen, erhält sie auch wieder eine gewichtigere Rolle. Aber das dauert noch etwas.

Bist Du eigentlich immer ein bisschen durchgeknallt, oder nur wenn Du schreibst?

Keine Ahnung. Ich halte mich eigentlich schon für zu normal. Aber vielleicht ist das nur eine Wahrnehmungssache. Die Geschichten, die ich schreibe, habe ich übrigens alle selbst erlebt. 😉

Ich wünsche Dir viel Erfolg – vielleicht liest ja ein Verlag hier mit.

Ja, das wäre echt super!

Vielen Dank, liebe Manuela, dass ich hier dabei bin!

 

Dieser Post enthält Partnerlinks.

In eigener Sache:

Liebe Besucher, Autoren und Neugierige! Die Autoren-Couch ist eine Seite für Buchmarketing, die auch (aber nicht nur) für Indie-Autoren gedacht ist. Heute müssen sich alle Autoren um ihr Marketing kümmern, und nutzen dafür neben Facebook, Twitter & Co auch einzelne Seiten, so wie es mein Blog ist. Wenn du also ein ebook oder Printbuch veröffentlicht hast, und noch Buchmarketing machen willst, dann melde dich bei mir unter kaffee(at)autoren-couch.de. Ich freue mich auf dich!

 

Svenja Hirsch

Im Leben von Svenja Hirsch dreht sich alles um das Wort – es ist ihre Leidenschaft und ihr Beruf, und sie hat sogar einen kleinen, süßen Verlag gegründet. Dieses Projekt könnt ihr per Crowdfunding unterstützen, also schaut es unbedingt einmal näher an (link im Interview). Übrigens kommt ihr mit Svenja auch prima durch das kommende Jahr:

Gefundene Worte (Wandkalender 2016 DIN A4 quer): Die Kunst des Wortes - Schriftkunst und Philosophisches im zumeist öffentlichen Raum (Monatskalender, 14 Seiten), Svenja Hirsch, Calvendo, bei amazon
Gefundene Worte (Wandkalender 2016 DIN A4 quer): Die Kunst des Wortes – Schriftkunst und Philosophisches im zumeist öffentlichen Raum (Monatskalender, 14 Seiten), Svenja Hirsch, Calvendo, bei amazon

In deinem Leben dreht sich alles um das Thema Worte, oder? War deine berufliche Laufbahn schon darauf ausgerichtet, oder hattest du eigentlich ganz andere Pläne?

Sie war tatsächlich schon immer aufs Schreiben ausgerichtet – eigentlich ungewöhnlich, denke ich mir selbst immer wieder. Anfangs wollte ich ausschließlich Journalistin werden. Entgegen aller Meinungen von anderen Redakteuren etc. habe ich dann Germanistik und nicht etwa Politik oder so studiert und in Literaturwissenschaften meinen Master gemacht, dann noch eine Sprecherausbildung dran gehängt.

Kurzgeschichten geschrieben habe ich schon immer, schon während der Schulzeit. Aber dass es tatsächlich der Beruf „Autorin“ werden soll, das hat sich erst mit der Zeit rauskristallisiert. Zum Glück funktioniert diese Tätigkeit ja auch im Zusammenhang mit redaktionellen Texten!

Wie hat das alles angefangen?

Mit einer Tischbombe zu Silvester 2000 (Millenium! Ich war erst 14!). Da flog ein Zettel zu meinem Sternzeichen raus, auf dem stand, dass ich das total super kann und unbedingt machen sollte. Und das hat mich dann wohl so beeindruckt, dass ich angefangen haben, dazu Nachforschungen anzustellen und bin darauf hängen geblieben.

Allerdings hat mein Papa mir auch schon immer Geschichten vorgelesen, als ich ganz klein war und selbst welche für mich auf Kassette gesprochen… er ist also auch nicht ganz unschuldig an dieser ganzen Laufbahn!

Du arbeitest als Texterin und schreibst für andere. Was gibt es über deine Arbeit als Autorin zu berichten, wenn du deine ganz eigenen Ideen umsetzen kannst?

Oha, das ist eine schwere Frage! Ich habe zuhause ein Manuskript liegen, ein Band mit Erzählungen. Die sind mitunter ganz schön traurig und nachdenklich. Das ist dann mehr so die philosophische Seite. Wobei ich meinen ganzen Schwung an Gesellschaftskritik auch gerne mal in deftiger verpacke – das macht beim Vorlesen immer sehr viel Spaß!
Wenn man Texte für andere schreibt, verkneift man sich die eigene Kritik an etwas oft – oder zumindest, diese ganz direkt im Text zu äußern. Das nehme ich mit in meine eigenen Sachen. Und auch das, was ich beobachten. Geschichten passieren ja allerorts und jederzeit…

Du hast einen kleinen Verlag gegründet, mit dem hübschen Namen „WäldchenVerlag“. Erzähl doch mal etwas darüber!

Jaaaa, das ist mein kleines Herzblatt! Der Name orientiert sich an meinem Nachnamen und sollte außerdem klein und etwas verspielt klingen, so wie das, was wir hier auch entwerfen! Daher ist es auch der Verlag für die illustr(iert)en Kleinigkeiten. Bei uns entstehen schöne, nützliche Dinge: Jedes Produkt ist illustriert und hat immer noch eine kleine Idee dabei, die Postkarten tragen zum Beispiel mal ein Rezept, das erste kleine Büchlein kann man ganz einfach verschicken…

Hier lasse ich die Geschichten, die ebenfalls einen nachdenklichen Kern haben oder es um ganz wesentliche Dinge wie Freundschaft geht, die aber einfach „schön“ sind und ans Herz gehen. Es geht nicht darum, hier ausschließlich meine eigenen Geschichten im klassischen Self Publisher-Sinne zu veröffentlichen. Das ist nur momentan noch der Fall, weil ich eben noch ein paar Geschichten habe, die da passen und ich mich selbst nicht bezahlen brauche. Es geht mir um freundliche, wertige Produkte mit einer inhaltlich ansprechenden Geschichte – so wie „Die drei Damen“, die erste Geschichte, die wir veröffentlicht haben und die nun in Form eines literarischen Backbuches weiter geschrieben wird.

Aktuell läuft eine Crowdfunding Kampagne für euren Verlag. Was habt ihr damit vor?
Hier geht es genau um dieses Backbuch und das Crowdfunding soll einen Teil der Produktionskosten abdecken. Firmen können uns genau so unterstützen wie Cafés und einzelne Leute, die Lust auf das Buch selbst haben oder sogar darin vorkommen möchten: Als Unterstützer mit Logo, Namen etc. oder einer Geschichte… Die Idee: Die drei Damen Ulla, Trude und Magda reisen zu verschiedenen Cafés und bringen von dort Rezepte mit, die im Buch abgedruckt sind. Und da sind welche von richtigen Bäckermeistern dabei, die super funktionieren! Ich probiere das ja immer aus und mache Fotos, ich kann nur sagen: Leckerlecker! 😉

Auf der Aktionsseite kann man mittlerweile auch Teile des Covers sehen, das Katarina Kühl wieder gestaltet hat und einen Teil der Geschichte gibt’s dort auch schon zu lesen. Man kann das Buch als Dankeschön bekommen, die Geschichte aus dem Büchlein auf CD und ein paar andere schöne Sachen!

Unterstützt das Literarische Backbuch!

Was sind deine aktuellen Schreibpläne?

Im Bezug auf meine eigenen Ideen: Zunächst die noch fehlenden ca. 30% des Backbuches! Ich hoffe sehr, dass noch ein bis zwei Cafés kommen, die gerne bei uns mitmachen und ins Buch möchten und ich diesen eine Geschichte schreiben darf.

Dann bin ich seit kurzem Mitglied des writer’s room Hamburg, vorher habe ich in der Schreibwerkstatt dort schon einen Roman begonnen mit dem es nun auch bald weitergehen soll: über einen kleinen Jungen aus Irland.

Das Manuskript meiner Erzählungen will ich auch noch einmal überarbeiten und mit Fotos versehen, dann nochmal an ein paar Verlage schicken… Viel zu tun also, es wird nie langweilig!

Deine 3 ultimativen Tipps für angehende Autoren?

1. Immer weiter machen! Man wird mit der Zeit besser…
2. Mit anderen Schreibern sprechen, sich vernetzen. Nicht nur alleine im Zimmerchen hocken.
3. Finde ich persönlich sehr wichtig: Das Vorlesen nicht unterschätzen. Und auch das Üben und unterhaltsam gestalten.

Vielen Dank für deine Zeit!
Sehr gerne! 🙂

 

 

Dieser Post enthält Partnerlinks.

Susanne Ulrike Maria Albrecht

Die Autorin Susanne Ulrike Maria Albrecht absolvierte eine Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing und eine private Schauspielausbildung. Sie ist sozusagen ein kreativer Tausendsassa. Susanne hat bereits zahlreiche Werke in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht. Ihre Webseite findet ihr hier. Ihr Gedichtband „Weiße Hochzeit“ wurde 2010 herausgegeben. 2013 erschien „Verdächtige und andere Katastrophen“.
Sie ist zudem bei verschiedenen Literaturwettbewerben ausgezeichnet worden, jüngst mit einem dritten Platz beim Internationalen Wettbewerb „Märchen heute 2013“.
2015 erscheint ihr neues Werk „Chaoten, Mörder, Luder“ bei Moon House Publishing.
 

Ist dir die kreative Ader „in die Wiege gelegt“ worden? Neben dem Schreiben begeistert dich ja auch die Schauspielerei, welchen Stellenwert hat das in deinem Leben?

Die kreative Ader ist mir von väterlicher und mütterlicher Seite in die Wiege gelegt worden. Nach meinen Vorfahren sind Straßen (Christian Schwarz Str. und Stengel Str.) benannt. Lesen und Schreiben hat mich immer fasziniert. Ich habe es schon beherrscht bevor ich mit fünf Jahren eingeschult wurde. Was ich meiner Mutter zu verdanken habe. „Die Bretter, die die Welt bedeuten“, um es mit den Worten von Friedrich von Schiller auszudrücken, haben nach wie vor einen großen Stellenwert für mich. Da ich eher „öffentlichkeitsscheu“ ( ich mache auch sehr selten Lesungen) bin, ziehe ich das Schreiben vor.

Wann hast du mit dem Schreiben begonnen?

Geschrieben habe ich schon immer. Offiziell schreibe ich seit 2005.

Erzähl doch mal von deiner ersten Veröffentlichung.

Das war im Jahr 2005. In der Literaturzeitschrift „Veilchen“ von Frau Dr. Andrea Herrmann.

Wie ging es dann weiter?

Dann folgten weitere Veröffentlichungen in „Veilchen“, „Die Brücke“, „Cognac & Biskotten“, „… & Radieschen“, „Driesch“, „Reibeisen“ … Mittlerweile sind es zahlreiche Werke in Anthologien und Literaturzeitschriften.

Wann hast du den ersten Erfolg bei einem Literaturwettbewerb verzeichnen können?

Das war 2011. Beim 8. Wolfgang A. Windecker Lyrikpreis erzielte ich den zweiten Platz. Ganz besonders gefreut habe ich mich über meinen dritten Platz beim Internationalen Wettbewerb „Märchen heute 2013“. Da drehte sich alles um meinen Bruder im Geiste – Johann Christoph Friederich Schiller. „Tiefere Bedeutung liegt in den Märchen meiner Kinderjahre als in der Wahrheit, die das Leben lehrt.“

Nimmst du auch heute noch regelmäßig an Ausschreibungen teil?

Ja, immer wieder gerne.

Als ersten Einzeltitel hast du Lyrik veröffentlicht. Wie war die Resonanz?

Mein Lyrikband „Weiße Hochzeit“ wurde 2010 vom Diskurs Verlag in Dresden herausgegeben. Und die Resonanz war sehr gut.

Welches Genre folgte danach?

Verdächtige und andere Katastrophen, Susanne Ulrike Maria Albrecht, Verlag 3.0 Zsolt Majsai, bei amazon
Verdächtige und andere Katastrophen, Susanne Ulrike Maria Albrecht, Verlag 3.0 Zsolt Majsai, bei amazon

Danach folgte 2013 meine Kriminalsatire „Verdächtige und andere Katastrophen“.

Was ist dein aktueller Titel?

Mein Thriller „Chaoten, Mörder, Luder“ (2015) herausgegeben von Moon House Publishing in Österreich.

Und was sind deine Pläne?

Als nächstes schreibe ich ein Kinderbuch.

Chaoten, Mörder, Luder, Susanne Ulrike Maria Albrecht, Moon House Publishing, bei amazon
Chaoten, Mörder, Luder, Susanne Ulrike Maria Albrecht, Moon House Publishing, bei amazon

Was würdest du angehenden Autoren raten?

Nicht beirren lassen und immer ein klares Ziel vor Augen haben.

Vielen Dank für deine Zeit!

Ich danke dir für deine Fragen!

 

 

Dieser Post enthält Partnerlinks.

Nadja Losbohm

Nadja Losbohm geht es wie vielen von uns – sie war schon als Kind ein Büchernarr. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass man auch neben einem ganz normalen Job eine produktive Autorin sein kann. Ihr erstes Buch erschien 2012, seitdem sind zusätzlich fünf Bände ihrer Reihe: „Die Jägerin“ erschienen, die sie selbst als „eine Mischung aus Sci-Fi und Fantasy-Romance mit einem Spritzer Humor“ bezeichnet. Erfahrt mehr!

 

Alaspis: Die Suche nach der Ewigkeit, Nadja Losbohm, novum pro, bei amazon
Alaspis: Die Suche nach der Ewigkeit, Nadja Losbohm, novum pro, bei amazon

Waren Geschichten schon immer eine Leidenschaft von dir?

Oh ja! Ich bin schon seit Kindesbein an ein Bücherwurm. Anfangs tat ich mich sehr schwer mit dem Lesen lernen. Letzten Endes war es dann eine berühmte Maus, die mir dabei geholfen hat, und seitdem kann ich ohne Bücher nicht mehr sein.

 

Wann hast du mit dem Schreiben begonnen, und warum?

Als ich neunzehn Jahre alt war, habe ich angefangen meine erste Fantasy-Geschichte zu schreiben. Ich habe mich schon immer für das Kreative interessiert, habe gern gemalt und gezeichnet. Eines Tages lernte ich dann die Arbeiten eines Künstlers kennen, der auch als Schauspieler tätig ist. Er machte und macht immer so viele verschiedene Dinge: Malen, Fotografie, Musik, Schauspielen, Schreiben. Das hat mich sehr beeindruckt und dazu inspiriert, etwas anderes auszuprobieren. So fing ich mit dem Schreiben an.

 

Wie viele Titel hast du zwischen deiner ersten Veröffentlichung 2012 und heute herausgebracht?

Die Jägerin (Die Anfänge 1), Nadja Losbohm, SP, bei amazon
Die Jägerin (Die Anfänge 1), Nadja Losbohm, SP, bei amazon

Mittlerweile sind da schon ein paar Veröffentlichungen zusammengekommen. Die Buchreihe „Die Jägerin“ umfasst fünf Bände plus einer englischen Fassung des ersten Teils. Somit sind es sechs weitere Bücher, die seit 2012 erschienen sind.

 

Wie findest du die Zeit zum Schreiben – wie organisierst du deinen Alltag?

Mein Hauptjob ist ein ganz normaler, so dass ich das Schreiben in die Freizeit lege. Wann immer ich eine ruhige Minute habe, nehme ich den Stift in die Hand. Ich habe keine festen Schreibzeiten; ich setze mich da nicht unter Druck, sondern gehe es gelassen an.

 

Worum geht es in deinen Geschichten?

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es in meinen Büchern immer irgendwie um das Reisen geht. Damit meine ich nicht unbedingt das physische, obwohl auch das ein Aspekt ist. Oftmals ist es eher eine emotionale Reise und wohin sich ein Charakter entwickelt. Es geht aber auch um Mut, Hoffnung und Freundschaft.

 

Wer sollte deine Bücher lesen?

Alle, die gerne lesen, dabei Spaß haben möchten und gerne aus dem Alltag entfliehen wollen.

 

Was würdest du angehenden Autoren raten?

Sie sollten viel, viel Geduld mitbringen, nicht aufgeben und sehr viel Leidenschaft für das Schreiben haben und alles dafür tun, dass sie diese nicht verlieren.

 

Vielen Dank für deine Zeit!

Ich danke dir, Manuela, für deine Fragen und dass ich auf der Autorencouch Platz nehmen durfte.

 

 

Dieser Post enthält Partnerlinks.

Kristina Lohfeldt

Wenn Archetypen und bissiger Humor aufeinander treffen, dann steckt wohl Kristina Lohfeldt dahinter. Die Hamburgerin kreierte schon als kleines Mädchen eigene Märchen und träumte von einer Opernkarriere. Das Schreiben ist jedoch ihre wahre Leidenschaft. Sie veröffentlichte über 800 Kurzromane und Shorts für diverse Zeitschriftenverlage und startete 2012 mit ihrem ersten Buchprojekt voll durch. Heute hat sie sich meinen Fragen gestellt – genießt es!

 

Ist dir die Kreativität und die Liebe zum Wort in die Wiege gelegt worden?

Das könnte man so sagen. Als ich ein Kind war, hat meine Mutter mir viel vorgelesen. Aber nicht immer hat mir der Verlauf oder der Ausgang einer Geschichte gefallen. Also habe ich sie für mich neu erzählt. Außerdem habe ich meinem Vater Märchen diktiert. Da war ich noch im Kindergarten. Ich konnte also noch nicht schreiben, hatte dadurch aber die Motivation, es so schnell wie möglich zu lernen. Damals mussten die Geschichten vor allem pompös und dramatisch sein, ganz so wie das Libretto einer Oper. Meine Mutter und ich haben uns viele Opern angehört und angeschaut (u. a. Opernverfilmungen mit Luciano Pavarotti und  Plácido Domingo). Deshalb habe ich einerseits oft in Filmszenen gedacht und habe mich andererseits daran orientiert, wie man eine Geschichte für die Bühne erzählen muss. In der Grundschule habe ich gern Geschichten erfunden und dann mit Freunden „inszeniert“. Dadurch bin ich also schon von klein auf damit vertraut geworden, auf wie viele verschiedene Arten man Geschichten erzählen kann. Mein aktuelles Buch „Blaue Feen und Weiße Königinnen“, das ich zusammen mit meiner Kollegin und Freundin Rona Walter geschrieben habe, ist als Märchenbuch für Erwachsene irgendwie also auch eine Rückkehr zu meinen Wurzeln und hat für mich durchaus ein wenig mit Nostalgie zu tun.

 

Was fasziniert dich an Märchen? 

Märchen sind zeitlos. Faszinierend, der Antwort auf die Spur zu kommen, warum das so ist. Daraus kann man auch viel für seine eigenen Werke lernen. Zudem mag ich an Märchen, dass sie sowohl unsere hellen als auch unsere dunkelsten Seiten repräsentieren – eben die für Märchen charakteristische Schwarzweißmalerei. Sie zeigt, dass „Weiß“ nicht „Weiß“ wäre, wenn es „Schwarz“ nicht gäbe und umgekehrt. Außerdem ist es schön, vermittelt zu bekommen, dass selbst aus einem „hässlichen jungen Entlein“ ein schöner Schwan werden kann und auch ein „Aschenputtel“ ihren Prinzen findet. Solche Geschichten ermutigen, und Beispiele wie die vom Spiegel in „Schneewittchen“ zeigen, dass einige Probleme und Alltagssorgen – wie in diesem Fall die Angst vorm Altern – über viele Zeiten und Generationen hinweg die Menschen bewegen. Zudem: mit Tieren sprechen, geheimnisvolle Orte erleben, die Suche nach dem Wunderbaren und dem, was außerhalb unserer Wahrnehmung liegt, das ist etwas, das die Menschen schon seit Urzeiten und in aller Welt bewegt und schon immer zu Ideen angespornt hat.

 

Erzähl doch mal etwas über: Too Bad to be God, dein erstes Buchprojekt. Worum geht es, und was hat dich dazu inspiriert? 

Kristina Lohfeldt
Too Bad To Be God, Kristina Lohfeldt, Scratch Verlag, bei amazon

„Too Bad to be God“ zeigt, wie Götter und andere höhere Entitäten in dem beschaulichen, der Welt abgewandten Ort Dingenskirchen die Schulbank in einer sogenannten Gotthochschule (GHS) drücken. Immerhin ist es „modern“, sich einen Personal Trainer zu halten. Denn selbst Götter brauchen gezielte PR und eine ausgeklügelte Marketingstrategie, um ihre Gläubigen wieder zu erreichen. Der Gott von heute will schließlich up to date sein … im Sinne von „Date“ mit dem Gläubigen.

Das Buch ist statt in Kapitel in zehn „Kurse“ aufgebaut (ganz wie in dem Programmheft einer VHS, wo ebenfalls Kurse gebucht werden können). Komfortabel für den Leser ist dabei, dass jeder Kurs für sich allein funktioniert. Es gibt allerdings natürlich auch einen roten Faden. Er wird durch die Figur des Herrn Pille repräsentiert, ein Apotheker, der in einen Mistkäfer, also Pillendreher, verwandelt wurde. Soviel sei verraten. Wem das bekannt vorkommen sollte, der sei gewarnt: Ähnlichkeiten mit bekannten oder unbekannten Mythologien oder Stoffen der Weltliteratur sowie realer Bezüge sind gewollt, arten aber oft genug in Mytholügereien aus. Nicht alles, was erzählt wird, ist also für bare Münze zu nehmen, und es darf geraten werden, welche Fakten der Realität entsprechen und welche pure Fiktion sind. Kritik an Missständen unserer Zeit sowie Satire stehen dabei gleichwertig neben slapstickartigen Szenen, und doch nimmt Herr Pille die Leser auf eine turbulente, aber fundiert recherchierte Reise in die Mythologien verschiedenster Völker und Zeiten mit. Und damit auch auf eine Reise zu uns selbst. Eins ist nach der Lektüre jedenfalls sicher: Götter sind auch bloß Menschen.

Was mich dazu inspiriert hat, weiß ich nicht mehr genau. Die Arbeit an „Too bad to be God“ selbst liegt schon sechs Jahre zurück, die Veröffentlichung jetzt auch schon drei Jahre. Im Grunde ist die Idee dazu durch Herumalbern mit meinem damaligen Mann entstanden. Das Buch ist außerdem eine Verneigung vor Sir Terry Pratchett. Ihm hat es z. B. die zahlreichen Fußnoten zu verdanken, vor denen eingangs auch ausdrücklich gewarnt wird. (lacht)

 

Du hast einige Zeit als Lektorin gearbeitet. Was würdest du jungen Schreibern bezüglich des Lektorats raten?

Generell ist es klug, Lektoren als Verbündete zu betrachten. Immerhin ziehen Autor und Lektor an einem Strang. Die Lektoren sind sozusagen die ersten und professionellen Leser. Dabei sind Interpunktion etc. erst einmal (fast) nebensächlich. Es geht vor allem um inhaltliche Zusammenhänge, Textaufbau, Spannungsbogen, Nachvollziehbarkeit etc.pp. Sowohl die Autoren als auch die Lektoren möchten ein gutes Werk erschaffen, und dafür ist konstruktive Kritik das A und O und nie ein persönlicher Angriff. Merkt man allerdings, dass man mit dem Lektorat nicht zurechtkommt, weil man das Gefühl hat, dass man sich zu sehr verbiegen soll, dann sollte man darüber sprechen. Ein eigener Stil sollte immer noch erlaubt sein, solange er dem Werk nützt. Und der/die Autor/in denkt sich ja was bei dem, was und wie er/sie etwas schreibt.

Viele verwechseln manchmal das Lektorat mit dem Korrektorat. Beides sind aber nochmals verschiedene Arbeitsschritte. Das Korrektorat bildet dabei den Abschluss. Da geht es dann tatsächlich mehr um die Form als um den Inhalt.

 

An welche deiner ersten Erfolge erinnerst du dich am liebsten?

An eine meiner ersten Tierstories. Das muss 2007 gewesen sein. Der Titel ist mir entfallen, dafür habe ich im Laufe der letzten acht Jahre einfach zu viele geschrieben. Inzwischen dürften es weit über 800 Kurzgeschichten und –romane sein. Jedenfalls rief die Chefredakteurin mich an, weil die Geschichte sie so berührt hatte, dass sie mir das persönlich mitteilen wollte. Wir sind dann übers Thema Tiere auch privat ins Gespräch gekommen – und seitdem besteht auch außerhalb des Geschäfts eine Freundschaft, und ich hatte mich nach der Geschichte als Stammautorin für den Zeitschriftenverlag etabliert.

 

Warst du dir immer sicher, auf dem richtigen Weg zu sein? 

Zu zweifeln gehört für kreative Köpfe dazu. Kolleginnen und Kollegen wissen bestimmt, was ich meine. Aber genau das hält einen auch auf Trab und sorgt dafür, dass man nicht einfach bloß einem vorgefertigten Weg folgt. Wichtig ist nur, dass man sich von Rückschlägen nicht runterziehen lässt und dann einfach mal etwas tut, was so keiner erwartet hat. Zwar heißt es „Übermut tut selten gut“, das trifft aber nicht auf kreative Bereiche zu, finde ich. Da kann man ruhig mal mutig sein und auch von der Norm abweichen. Sonst käme es zum Stillstand der kleinen grauen Zellen und die Leser hätten bald keine Auswahl mehr, weil ohnehin jeder Roman nach Schema B. wie „bekannt“ verliefe.

 

Blaue Feen & Weiße Königinnen hast du mit einer Co-Autorin geschrieben. Wie war es für dich, so zu arbeiten?

Kristina Lohfeldt
Blaue Feen & Weiße Königinnen: Die Essenz der Märchen, Lillian A. Darling, Rupert Dance, SP, bei amazon

Rona Walter, deren schriftstellerische Arbeit ich sehr schätze, und ich haben in den letzten Jahren viele Lesungen zusammen gemacht, weil wir uns gut ergänzen und uns auch privat wunderbar verstehen und deshalb angefreundet haben. Letztes Jahr kam Rona auf die Idee zu dem Konzept von „Blaue Feen“, ein Märchenbuch für Erwachsene mit psychologischem Hintergrund und einer Rückkehr zu den Urmärchen. Das heißt: nicht immer gibt es ein Happy End, und einige unserer Märchen sind auch durchaus düster und sogar grausam. Es gibt aber auch „Aufheller“ dazwischen, und Fragen wie: „Was halten Erbse und Aschenputtels Glaspantoffel von den Märchen, die man über sie erzählt?“, werden teils mit einem Augenzwinkern beantwortet. Ich fand es sehr angenehm, als Autoren-Team ein Buch zu entwickeln und sich gegenseitig zu unterstützen, sich Feedback zu geben und zu Ideen anzuregen. So ist einer der ersten Leser ausnahmsweise nicht ein Lektor, sondern eine Kollegin. Wir waren also beide jeweils in der Rolle der Schreibenden und dann auch wieder Lektorin, bevor das Gesamtmanuskript später dann ins professionelle Lektorat und an Testleser ging.

 

Was kann man sich unter einem „Steampunk-Livehörspiel“ vorstellen? 

Steampunk lässt sich schwer unter einen Hut bringen – oder dem Genre angemessen sollte ich wohl eher Zylinder sagen. Als literarische Strömung gab es „Steampunk“ schon in den 80er Jahren. Dabei werden einerseits moderne und futuristische technische Funktionen mit Mitteln und Materialien des viktorianischen Zeitalters verknüpft, wodurch ein deutlicher Retro-Look der Technik entsteht. Andererseits wird das viktorianische Zeitalter bezüglich der Mode und Kultur idealisiert wiedergegeben. Steampunk fällt damit in den Bereich des sogenannten Retro-Futurismus, also einer Sicht auf die Zukunft, wie sie in früheren Zeiten entstanden sein könnte, wie Erfindungen heute aussähen, würden sie Romanen von Jules Verne entspringen. Seine und H. G. Wells Zukunftsvisionen werden oft genannt, wenn es darum geht, das Genre zu beschreiben, da sich jeder gleich etwas darunter vorstellen kann.

Ein Livehörspiel ist ein Hörspiel, das auf die Bühne gebracht wird, d. h. die Sprecher, die man sonst nicht sieht, sondern nur hört, stehen vor ihren Mikrofonen auf einer Bühne und performen live vor Publikum. Ihre Figuren werden dabei nicht nur durch ihre Stimmen charakterisiert, sondern durch Kostüme unterstrichen. Auch ein wenig Requisite unterstützt Performance und Handlung, sowie Geräuschemacher, die z. B. mit Hufgetrappel, Gläserklirren, Pistolenschüssen für Action sorgen. Begleitend wird Musik eingespielt. Ganz wie bei einem klassischen Hörspiel. Ein Livehörspiel ist also eine Art minimalistisches Theaterstück, so wie „Die letzte Instanz“, das ich gemeinsam mit Marco Ansing geschrieben habe und das 2013 in Hamburg uraufgeführt wurde. Wir haben damals sogar selbst jeweils eine Rolle übernommen.

 

Welches sind deine aktuellen Projekte? 

Aktuell ist gerade ein Hörspiel von mir in der Produktion. Ich bin schon sehr auf das Ergebnis gespannt. Aber das wird wohl noch eine Weile dauern. Leider darf ich noch nicht mehr verraten. Außerdem hat man mir angetragen, ob ich nicht ein historisches Theaterstück schreiben möchte, und ein ausländischer Verlag hat Interesse an meinem Thriller signalisiert, an dem ich gerade schreibe und wohl auch noch eine ganze Weile schreiben werde. Ein Steampunk-Märchen habe ich auch noch in der Pipeline. Aber noch ist nichts entschieden, insofern schauen wir mal, was am Ende dabei herauskommt.

 

Lieben Dank für deine Zeit – ich freue mich, dass du hier bist.

Ich habe zu danken. War schön auf der Autoren-Couch. Und jetzt noch ein Käffchen. (lacht)

Der Selfpublisher Papst – Matthias Matting

Wer sich mit Selfpublishing beschäftigt, kommt an Matthias Matting nicht vorbei. Es gibt wohl niemanden, der so viel über dieses Thema weiß und seine Informationen so freimütig teilt. Nicht nur die Selfpublisherbibel ist ein Magnet für angehende und praktizierende Autoren, auch die Selfpublishing-Akademie und das Selfpublisher-Forum sind wichtige Adressen im Netz.

„Nebenbei“ arbeitet Matthias, der erst Physik und dann Journalismus studierte, als Redakteur und hat über 50 Bücher veröffentlicht. Einen Hinweis darauf, wie er so produktiv sein kann, bekam ich schon, als ich ihm meine Fragen für das Interview schickte: Keine Stunde später waren die Antworten in meinem E-Mail Postfach. Daran will auch ich selbst mir gern ein Beispiel nehmen. Ich freue mich sehr, dass der „Selfpblisher-Papst“ auf der Autoren-Couch Platz genommen hat; hier nun seine Antworten auf meine Fragen:

Ich muss gestehen, dass du für mich ein Vorbild bist. Ich bin ja schon ein
Workaholic, aber an deine Produktivität reiche ich noch nicht heran. Magst
du mir und uns mal verraten, wie du deinen Alltag strukturierst?

Eigentlich ganz einfach: von 7:30 Uhr bis 19:00 Uhr arbeite ich in der
Regel – danach und am Wochenende (meist) nicht. Die vorhandene Zeit
teile ich dann je nach Termindruck auf die verschiedenen Projekte auf.

Wer Informationen zum Thema Selfpublishing sucht, stolpert meist recht
schnell über deine Seiten. Kannst du deine liebsten Projekte kurz
vorstellen?

Die Seite, um die sich alles dreht, ist die Selfpublisherbibel. Und
wann immer mir etwas in diesem Zusammenhang einfällt, setze ich es um.
Oft kommt das aus eigenem Bedarf, ich bin ja selbst Selfpublisher. Der
Selfpublishing-Markt.de hilft mir zum Beispiel bei der Suche nach
Dienstleistern, bei Cover-Bewerten.de kann ich mir Cover-Anregungen
holen, die Selfpublishing-Akademie.de sammelt Kurse und Tools für
Selfpublisher, eBook-Rabatte.de macht auf Rabattaktionen aufmerksam,
e-books-unlimited.de auf neue Titel in KindleUnlimited.

Dein bekanntestes Projekt ist die Selfpublisher-Bibel. Was ich besonders
spannend finde: Eigentlich hattest du das als Buch geplant, aber die
Crowdfunding-Kampagne hatte nicht den gewünschten Erfolg. Ehrlich gesagt,
mich hätte dieser Rückschlag deprimiert, vielleicht hätte ich aufgegeben.
Hast du Zweifel an deinem Projekt gehabt?

Zweifel eigentlich nicht, denn es war ja völlig klar, dass es in der
beabsichtigten Form gescheitert war, da war gar kein Platz für
Zweifel. Aber dass es an Informationen über das Thema Selfpublishing
fehlt, das war auch klar. Also habe ich es eben mit einer anderen Form
(Blog statt Buch) probiert. Und in dieser Form war es dann
erfolgreich.
So ähnlich war es übrigens auch mit der Selfpublishing-Akademie.de.
Diese war zunächst als Plattform mit eigenen Kursen geplant. Sie wurde
aber so nicht angenommen. Also habe ich als neue Plattform Udemy
gewählt. Die alte Selfpublishing-Akademie.de listet nun wie ein
Katalog alle möglichen Weiterbildungs-Angebote, auch aus dritter Hand.
Oder nehmen wir mein Sachbuch „Schöner Sterben – Kleine Mordkunde für
Krimifans“. Das war zunächst die Recherche für einen Krimi – verkauft
sich aber längst besser als dieser Krimi. Weil: Krimis gibt es sehr
viele – verständliche Sachbücher über Gerichtsmedizin aber nicht.
Der Tipp ist also: wenn ein Projekt scheitert, muss nicht die Idee
schlecht sein, vielleicht war es nur nicht die passende Form.

Du hast einen umfangreichen Udemy-Kurs zum Thema Selfpublishing online
gestellt, den ich voller Überzeugung empfehle (klickt mal hier). Was können Autoren in diesem Online-Kurs lernen?

Der Kurs ist so angelegt, dass man als Autorin oder Autor einerseits
eine komplette Einführung in das Thema Selfpublishing bekommt – in
allen Aspekten, etwa wie bei den Wochenend-Seminaren, die ich gebe.
Andererseits stellt der Kurs aber auch ein Nachschlagewerk dar.
Manches ist ja nicht sofort relevant, aber ich kann sicher sein, dass
ich dann bei Bedarf die passende Anleitung parat habe.

Du hast so viele Titel herausgebracht, meistens Sachbücher, aber auch
Belletristik. Macht dir beides gleich viel Spaß?

Ja, aber auf unterschiedliche Weise. Bei Sachbüchern ist die Recherche
spannend, das Schreiben ist da Handwerk. Bei Belletristik ist es
umgekehrt.

Kommst du eigentlich selbst zum Lesen?

Abends und am Wochende, ja 🙂

Welches Buch liest du gerade?

Die Analphabetin, die rechnen konnte. Bin aber ein bisschen
enttäuscht, der Vorgänger war weitaus besser.

Was ist dein nächstes Projekt?

Ich bereite gerade einen umfangreichen Kurs zum Thema eBook-Marketing
vor. (Update: Der Kurs ist nun fertig und online)Außerdem schreibe ich an einem Roman, sehr traurig, ein bisschen
fantastisch, ich hoffe sehr, dass er gut wird. Ende August werde ich
„Ende“ darunter setzen können.

Vor welchen Anfänger-Fehlern beim Schreiben und Veröffentlichen würdest du
besonders warnen?

Zu hohe Erwartungen! Es passiert sehr selten, dass man mit dem ersten
Buch erfolgreich wird. Ein Autor braucht vor allem Geduld und
Disziplin. Und sollte unbedingt darauf achten, dass der Leser immer
ein professionelles Produkt erwartet, auch von einem unbekannten
Namen.

Wie schätzt du die Zukunft des Selfpublishings ein? Manche Autoren  befürchten ja, durch die regelrechte Schwemme an Büchern auf Dauer benachteiligt zu sein, weil sich nicht nur die Qualität stark unterscheidet, sondern auch die Sichtbarkeit leidet. Hast du ähnliche Befürchtungen?

Die Lage war für Autorinnen und Autoren noch nie so gut wie heute! Das
gilt gerade auf dem deutschen Markt, wo Selfpublisher wirklich von
allen Seiten umworben werden. Diese Schwemme sehe ich gar nicht. Der
eBook-Markt wächst stärker als das Angebot.

Und die Rolle der Verlage?

Die klugen Verlage sehen sich als Dienstleister der Autoren. Sie
können manches, was man als Selfpublisher nicht kann. Außerdem ist ja
auch nicht jeder gute Autor auch ein guter Verleger. In Zukunft wird
es normal sein, je nach Projekt Selfpublishing oder Verlage zu nutzen.

Du bist Vorsitzender des Selfpublisher-Verbandes. Magst du dessen Arbeit
kurz vorstellen? Warum sollten Autoren diesem Verband beitreten?

Der Selfpublisher-Verband.de hat es sich zum Ziel gesetzt, zum einen
die Stellung der Selfpublisher in der Branche zu verbessern – da gibt
es noch einiges zu tun, z.B. Zugang zum Buchhandel, zu bestimmten
Plattformen, zu Messen und so weiter. Zum anderen ist die
Professionalisierung der Selfpublisher unser Ziel, etwa durch
Weiterbildung. Und dann hat der Beitritt natürlich auch noch
praktische Vorteile, wie etwa den Zugriff auf unseren
Verbands-Justiziar.

Schöne Grüße
Matthias
Lieber Matthias, vielen Dank für deine Zeit und die vielen wertvollen Tipps,
die du regelmäßig veröffentlichst.

Auf der Seite „Couch-Bücher“ findest du eine winzige Auswahl von Matthias´ Büchern – wer mehr von ihm lesen will, besucht einfach seine Seite bei amazon.

 

Carola Kickers

Ich freue mich sehr, dass Carola Kickers auf der Autoren-Couch Platz genommen hat. Carola hat viele kreative Talente, aber das Schreiben hat einen festen Platz in ihrem Leben. Erfahrt mehr über sie und ihre Bücher!

Carola, du kommst ja aus einer kreativen Familie. Magst Du etwas darüber erzählen? Wie hat das Dich und Dein Schreiben geprägt?

Meine Vorfahren väterlicherseits waren alle Künstler – von Schauspielern über Musiker bis zu Komponisten. Auch mein Vater hat die Vorliebe für Tasteninstrumente geerbt. Eigentlich bin ich über die Musik zum Schreiben gekommen. Songtexte ähneln einer Gedichtform und folgen bestimmten Regeln. Bereits in der Schule schrieb ich Gedichte und Kurzgeschichten. Nach der Schule besuchte ich das Dolmetscherinstitut in Düsseldorf. 1996 veröffentlichte ich mein erstes Kinderbuch und 2007 wechselte ich in die Fantasyschiene. Das ist sozusagen die Kurzfassung. Dazwischen lagen viele Jahre in der Musikbranche aber auch als technische Übersetzerin. Sprache und Musik haben mich also nie ganz los gelassen.

 

Man kann Dich als kreativen Tausendsassa bezeichnen. Was machst Du alles?

Heute betreue ich als Musikverlegerin die Schlager und Theaterstücke, die mein Großvater und Urgroßvater geschrieben haben. Der Notenvertrieb erfolgt über ROBA. Als 2007 ein Hörbuchlabel wegen einer Serie an mich herantrat, begann ich, die Saga um den Vampir Jason Dawn zu schreiben. Daher lag es nahe, auch Bücher und Ebooks zu veröffentlichen. Daneben verdiene ich meine Brötchen aber nach wie vor mit Übersetzungen und ganz normaler Bürotätigkeit.

 

Und welche Bedeutung hat das Schreiben für Dich?

Das Schreiben ist ein Ausgleich für mich und in erster Linie Entspannung vom Alltag. Mittlerweise erweitere ich mein Portfolio auf englische Ebooks und habe bereits die ersten Kindergeschichten in Englisch veröffentlicht.

 

Wann hast Du das erste Mal etwas veröffentlicht, und was?

Wenn man von Kurzgeschichten in Anthologien absieht, erschien 1996 das erste Buch von mir, ein esoterisches Kinderbuch im Chr. Falk Verlag.

 

Agierst Du auch als Selfpublisherin, oder sind Deine Bücher alle unter Vertrag?

Ich habe sehr gute Verleger wie z.B. der Club der Sinne oder der Brighton Verlag. Von anderen musste ich mich im Laufe der Zeit trennen, da sie uns Autoren in keiner Weise unterstützten oder Werbung machten. Aber ich habe auch einige schwarze Schafe an sogenannten „Verlegern“ kennengelernt, für die ein Vertrag nicht mehr wert ist als Butterbrotpapier und die über Jahre hinaus Tantiemen unterschlagen. Da kommt man leider nur mit einem Anwalt weiter. Das ist einer der Gründe, warum ich inzwischen lieber als Selfpublisherin arbeite.

 

In welchen Genres schreibst Du? Welches ist Dein liebstes?

Ich bin da nicht wirklich festgelegt. Früher war Dark Fantasy mein Hauptthema, mittlerweile habe ich einen Liebesroman, einen Katzenkrimi und sogar im Science Fiction Bereich geschrieben. Hier entstand auf Basis des Drehbuches zusammen mit dem Regisseur und Produzenten Jürgen Roshop das Ebook zu seinem Film. Ich glaube, ich mag einfach die Herausforderung J

 

Hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern? Wenn ja, wie?

Teilweise über social media, über meinen Blog und natürlich auf Lesungen. Auf dem Portal Goodreads können mir meine Leser auch Fragen stellen.

 

Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?

Im Augenblick lese ich „That Night – Für immer schuldig“ von Chevy Stevens – ein wirklich raffinierter Thriller.

 

Du hast einen Wunsch frei – welcher ist es?

Dass der Werteverfall in unserer Gesellschaft und die Billigkultur in der Kunst aufhört, so dass Künstler aller Couleur nicht mehr als billige Contentlieferanten betrachtet werden. Aber ich fürchte, dass dieser Wunsch nicht so schnell in Erfüllung gehen wird.

 

Wer einige meiner Buchhelden näher kennenlernen will, hier ein paar Links:

 

Buchblog zur Jason Dawn Saga http://jasondawn-luxaeterna.blogspot.de

 

Katzendetektiv Mr. Pattapu: https://www.facebook.com/Mr.Pattapu

 

Autorenwebseite: www.mck-music.com