Archiv der Kategorie: Autoren nach Genre: Horror

Thomas Williams – Horror

Herzlich willkommen, Thomas! Ich freue mich das Du als erster Autor Platz nimmst auf der Autoren-Couch, der neuen Plattform für Indie Autoren Marketing. Erzähl mal ein bißchen über dich!

Mein Name ist Thomas Williams und ich bin Horrorautor. Bisher bin ich in mehreren Anthologien mit Kurzgeschichten vertreten, habe eine eigene Sammlung als Selfpublisher veröffentlicht und arbeite im Moment an größeren Projekten. Sprich: Eine Novelle und ein Roman. Meine Sammlung heißt „Weird Trip“.

A1ZAoF1gpaL._SL1500_
Weird Trip von Thomas Williams – bei amazon bestellen

 

Seit wann schreibst du?

Angefangen habe ich tatsächlich mit ungefähr neun Jahren. Ich bin seit meiner Kindheit begeisterter Comicfan und wollte meine eigenen Geschichten erzählen. Weil ich aber kein Talent zu zeichnen besitze, begann ich zu schreiben. Anfangs waren es noch Kopien bekannter Superhelden, aber da ich auch schon früh ein Fan von Monstern und Gruselgeschichten war, bin ich irgendwann als Teenager ins Horrorgenre gewechselt und da geblieben.

Was waren deine ersten Erfolge?

Während meiner Ausbildung veröffentlichte ich drei Kurzgeschichten in der Anthologie „Webstories“. Seitdem bin ich immer wieder mal in Sammlungen vertreten. Besonders hat es mich damals gefreut, dass dieses Buch in einem Rollenspielmagazin besprochen wurde und ich namentlich genannt wurde. Das Ende meiner Geschichte „Schweigen ist Gold“ wurde als herrlich absurd bezeichnet. Der Humor in meinen Geschichten wird oft gelobt. Damals habe ich noch nicht dran gedacht so weiter zu machen, aber wenn ich heute darauf zurückblicke, war es dennoch irgendwie wegweisend für mich.

Hast du manchmal eine Schreibblockade, und wie gehst du damit um?

Gott sei Dank habe ich keine mehr. Es kam früher öfter vor, aber inzwischen weiß ich damit umzugehen. Wenn es nicht läuft, mache ich irgendetwas anderes. Etwas lesen, einen Film gucken, den Abwasch oder die Wäsche. Ich mache mir keine Gedanken darüber, dass es nicht vorwärts geht und oft löst sich der Knoten schon nach fünf Minuten. Manchmal aber auch erst nach zwei Tagen. Länger dauert es selten und solch eine Auszeit ist manchmal nötig. Danach kommt dieses Kribbeln in den Fingern zurück, die Story drängt darauf geschrieben zu werden. Passiert gerne, wenn man gerade gar keine Zeit dazu hat…

Was liebst du an deinem Genre?

Für viele ist Horror einfach nur abschreckend. Die einen verbinden es mit Angst, andere mit Gewalt und Ekel. Für mich ist Horror unglaublich vielseitig. Ich lese viele Comics und Bücher in dem Genre, schaue natürlich lauter Filme und liebe alles von der Satire, über subtilen Grusel bis hin zu Splatter. Es ist immer wieder interessant für mich, neue Geschichten zu entdecken. Wie schon erwähnt bin ich ein Fan von Monstern. Ich gucke unheimlich gerne Filme mit Kreaturen oder verwende sie selber.

Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Jagger von Kristopher Rufty. Es geht um einen eigentlich harmlosen Hund, der zum Kampfhund dressiert werden soll. Nach einem Chemikaliencocktail mutiert er zur Bestie und läuft Amok. Das Buch ist toll geschrieben und ein guter Beweis dafür, dass simple Handlungen bestens unterhalten können.

Warum sollte man deine Geschichten lesen?

Das Rad neu zu erfinden ist unmöglich, doch etwas neues hinzuzufügen gelingt immer. Obwohl ich Horrorautor bin, lege ich es nur selten darauf an den Leser zu gruseln oder zu schockieren. Es gehört dazu, ja und wenn es passt, tue ich das gerne. Aber in erster Linie will ich mit fetzigen Geschichten unterhalten. Ich benutze gerne Humor, aber nur wenn er wirklich passt. Auch, versuche ich immer wieder etwas anderes zu machen. Mal sind meine Geschichten düster, dann wieder lustig oder brutal. Der Leser soll nie wissen, was ihn erwartet, wenn er meine Geschichten liest. Außer, dass es wieder einmal schräg wird. Denn das ist etwas, was ich immer wieder umsetzen möchte. Dass meine Ideen durch ihre Art auffallen.

Machst du auch Lesungen? Falls ja, welche Tipps würdest du anderen Autoren dafür geben?

Ich hatte letztes Jahr meine erste Lesung und es war großartig. Ich habe meine Geschichte „Zwergenaufstand“ aus der Anthologie „Bösartiges Frühstück“ gelesen und die Zuschauer lachten und ekelten sich genau an den richtigen Stellen. Das war eine unglaubliche Bestätigung für mich, dass ich etwas richtig mache. Allerdings bin ich vor Aufregung fast gestorben.
Es ist aber okay nervös zu sein. Das gehört dazu. Den Text sollten Autoren natürlich üben, üben, üben. Am besten lesen sie ihn einem kleinen Testpublikum aus Freunden vor und hören sich Hörbücher an. Gerade letzteres hat mir sehr geholfen, da ich anfangs viel zu schnell gelesen habe und dank einem Hörbuch lernte, wie es richtig geht.

Hast du einen Buchmarketing-Tipp?

Puh, das ist schwierig. Als ich „Weird Trip“ veröffentlich habe, war ich sehr, sehr schüchtern damit es Bloggern anzubieten, aber inzwischen habe ich tolle Kontakte geknüpft. Deswegen mein Tipp: Einfach fragen. Natürlich in einem freundlichen Ton. Mehr als „Nein“ sagen können Blogger nun auch nicht und selbst wenn das passieren sollte, liegt es oft auch daran, dass sie mit Rezensionsexemplaren überschüttet werden. Auch sollte man sich informieren, ob der Blog dafür geeignet ist.

Was sind deine Schreibpläne?

Im Moment arbeite ich an einem Roman und an einer Novelle. Bisher habe ich nur Kurzgeschichten veröffentlicht und es wid Zeit für größere Projekte. Natürlich wird es auch weiterhin Beiträge zu Anthologien geben und ich plane bereits weitere Sammlungen. (Ganz genau. Mehrzahl.) Auf jeden Fall werde ich dem Genre und meinem Stil treu bleiben. Vielleicht mache ich mal einen Ausflug in Richtung Science Fiction und Thriller, aber zuerst möchte ich mich noch ein wenig austoben und das wie gewohnt mit ordentlich Tempo und etwas anderen Ideen.

Du hast einen Wunsch frei – welcher ist es?

Ich wünsche mir, schneller schreiben zu können, denn ich kann die Reaktionen meiner Leser nicht erwarten. Gleichzeitig fürchte ich mich aber auch jedes Mal vor ihnen und überlege vor jeder Veröffentlichung das Land zu verlassen.

Danke für deine Zeit, bitte stell doch die Kaffeetasse in die Spüle! 😀