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Christiane Bößel

Christiane Bößel hat vor kurzem ihren ersten Roman veröffentlicht – lernt sie kennen!

Liebe Christiane, als erstes möchte ich deine Autorenseite loben, die finde ich wirklich originell. Du hast gerade dein erstes Buch veröffentlicht, um was geht es in deiner Geschichte?

Liebessprung (Liz und Vincent), Christiane Bößel, SP, bei amazon
Liebessprung (Liz und Vincent), Christiane Bößel, SP, bei amazon

Grob gesagt, geht es um eine Liebe, die fähig ist, alle Grenzen zu überwinden.„Liebessprung“ ist eine (satirische) Fantasy-SF-Liebeskomödie mit erotischen Elementen und der erste Teil einer überdimensionalen Trilogie.

Der Klappentext:
Liz, Krankenschwester auf einer urologischen Station, wünscht sich eigentlich nur ein ganz normales Leben mit einem netten Mann und einem Job, der Spaß macht. Stattdessen ist da Kollege Helmut, der Liz zwar unter seinen knackigen Körper, aber nicht in sein Herz lässt, ein Arbeitsalltag voller alter Männer und zuhause ein ständig beleidigter Kater und eine freizügige Mitbewohnerin.
Als ob das nicht genug wäre, verliebt sich Liz auch noch unsterblich in einen bewusstlosen Patienten. Und dann behauptet der noch, aus dem Koma erwacht, er stamme aus einer anderen Dimension.
Alles nur eine blöde Ausrede?
Aber es würde erklären, warum Vincent immer wieder unauffindbar verschwindet und warum er so aussieht wie der fiese Exlover Helmut.
Ist Liebe zwischen den Dimensionen überhaupt möglich?

Inwieweit hat deine Arbeit als Krankenschwester deine Geschichte beeinflusst?

Die Abläufe in einem Krankenhaus realistisch beschreiben zu können zum Beispiel.
Allerdings kam mir auch die Idee zu Liz und Vincent während vieler langweiliger Nachtdienste. Man befindet sich dort immer in seltsamen Schwebezuständen zwischen Wachen und Schlafen, Realität und Traum. Alles ist dunkel und gespenstisch still, man wartet, dass irgend etwas passiert und denkt über die komischsten Dinge nach. Zum Beispiel, wie es wäre, wenn andere Dimensionen existieren würden, in die man sich – einfach so – hineinwünschen könnte.
Stressiger Alltag? In einer anderen Dimension entspannen.
Schlechtes Fernsehprogramm? Nervige Mitmenschen? Wäre doch praktisch, wenn man sich dem ganz problemlos entziehen könnte.
Außerdem lebe ich in Bayern, wo das Mystische noch sehr alltäglich ist. Deswegen spielt mein Roman in München.

Du hast Literatur und Philosophie studiert (ich auch 😀 ), wie hat das dein Schreiben verändert?

Das Schreiben an sich, mein Stil, meine Art, wie sich Geschichten und Figuren entwickeln, hat sich nicht verändert. Aber natürlich weiß ich um Rahmenbedingungen, wie Aufbau, Grammatik, Orthografie usw.
Gelesen habe ich schon immer, seit ich lesen kann, viel und geradezu zwanghaft. Deswegen weiß ich, was ich erzählen möchte.
Das Philosophie-Studium hat auch weniger mein Schreiben als meine Persönlichkeit beeinflusst, verschiedene Denkansätze zuzulassen. Mein Schwerpunkt lag auf östlicher Philosophie und Erkenntnistheorien, von Platon über Humes bis Radikaler Konstruktivismus und Sprachphilosophie wie Wittgenstein. Wenn man sich bewusst macht, dass nur Weniges (oder gar nichts?) wirklich „nachweisbar“ ist und jeder im Prinzip seine eigene Welt besitzt, dann ist es auch möglich, dass andere Welten außerhalb von uns existieren, die wir nur nicht wahrnehmen können. Weil unsere Sinne dafür nicht ausgelegt sind oder weil wir nur das glauben wollen, was wir wissenschaftlich sichtbar machen können. Und es hat mir gezeigt, dass alles so vielfältig ist – das Leben, das Denken, die Menschen. Deswegen sind meine Geschichten genreübergreifend, denn das Leben lässt sich auch nicht in Formen pressen.

Hattest du schon lange den „Traum“, ein Buch zu schreiben, oder gab es einen Auslöser?

Den Traum trage ich seit Jahren mit mir herum. Der Alltag mit Familie, Kind, Arbeit, Haushalt usw. hinderte mich aber daran, es umzusetzen. 2013 änderte sich beruflich einiges und ich hatte Muse und Zeit, mit „Liebessprung“ anzufangen.

Also hast du schon lange eine Leidenschaft für Bücher und Geschichten?

Bücher sind seit meiner Kindheit eines der wichtigsten Dinge in meinem Leben. Ich bin in einer Lese- und Geschichtenliebenden Familie aufgewachsen, Bücher gehörten zum Alltag. Später kam dann das Schreiben dazu. Angefangen mit schwülstigen Teenager-Liebes-Gedichten. Mit meinen Erzählungen habe ich regelmäßig am Augsburger Poetry Slam teilgenommen und einige Male auch gewonnen.

Wie war die Resonanz in deiner Umgebung auf deine Veröffentlichung?

Vorwiegend positiv auf das Veröffentlichen an sich. Meine Familie und Freunde haben mich durchweg unterstützt.

Du hast schon eine gute Sichtbarkeit mit deinem Erstling erreicht – hast du ein paar Marketing-Tipps für andere Autoren?

Ich habe mich drei Monate vor Veröffentlichung mit Bloggern in Verbindung gesetzt und mein Buch vorgestellt. So lange vorher, weil Blogger meist einen meterhohen SUB haben und dann die Rezension zum Erscheinungsdatum einplanen können. Ansonsten versuche ich, nur sporadisch in den unzähligen Buchgruppen zu werben, um nicht zu nerven. Vieles läuft über Mundpropaganda.
Wichtig war mir, trotz meines Germanistik-Studiums ein professionelles Korrektorat, kein selbstgebasteltes Cover und eine gute Webseite.
Der nächste Schritt ist, meinen Roman im lokalen Buchhandel anzubieten.

Dein nächstes Buch erscheint Anfang 2016 – hilft es dir, konkrete Termine zu setzen?

Ja, ich brauche Termine und einen genauen Plan, wann ich was mache.

Wird es eine Fortstezung sein?

Ja, es wird der zweite Teil der Trilogie um Liz und Vincent sein. Teil drei folgt im Frühling 2016.

Wer sollte dein Buch/deine Bücher unbedingt lesen?

Leser, die (unkonventionelle) Liebesromane und Fantasy mögen.
Leser, die satirische und vielschichtige Texte lieben.
Männer, weil das Buch alles beinhaltet, was diese mögen: Sex, Brüste, Technik, Tempo, Spannung.

Vielen Dank für deine Zeit! Ich freue mich, dass du hier bist.

Danke, dass ich dabei sein darf!
Leckeren Kaffee habt ihr hier!

Ja, das höre ich oft 🙂

 

 

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